Familie

2019: Unser Jahr in Höhen, Tiefen und Musik

Puh. Im Laufe eines Jahres denke ich häufig darüber nach, wie das Jahr (bisher) so war. Aufregend. Lehrreich. Zehrend. Oder vielleicht toll? Es gibt viele Begriffe, mit denen man Jahre, Momente, Ereignisse beschreiben kann. Doch für 2019 fällt mir nur ein Wort ein:

PUH

Denn es gibt kein einfaches Adjektiv, was dieses Jahr beschreibt, weder die Höhen noch die Tiefen. Und glaubt mir: 2019 waren letztere besonders tief. Wir haben gebangt. Wir haben gestritten. Wir haben geschrien. Wir haben gezweifelt. Wir haben Prioritäten verändert. Wir haben unsere Welt neu zusammen gesetzt.

Und so sehr mich das Jahr 2019 weit über meine Grenzen gebracht hat, so hat es mir doch gezeigt: Da geht noch was im Leben. So viel mehr und das wollen wir zusammen erleben. Wir wollen testen, entdecken, austauschen und wachsen. Und ein kleines bisschen nehme ich euch nach wie vor wieder dabei mit.

Mein Jahr in Beiträgen

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Auch wenn es hier wesentlich ruhiger war, als die Jahre zuvor, lesen hier so viele Menschen täglich. Das macht mich dankbar. Deswegen möchte ich euch die beliebtesten und meist gelesensten Beiträge zeigen:


  • Über diese Stille
    Lange war es ruhig hier auf meinem Blog. Wer mir bei Instagram folgt, der weiß, dass wir als Familie einmal ordentlich durchgeschüttelt wurden. Unsere Glaubenssätze wurden gepackt und neu zusammen gesetzt. Aus „Hauptsache Gesund“ wurde „Hauptsache zusammen“, denn eine unserer Töchter bekam im Sommer eine Diagnose. Unser Leben fand von da an vorwiegend in der Klinik statt. Wir sahen Ärzte häufiger als die Familie und wir trafen Entscheidungen, die im Nachhinein erschreckend aber nötig waren. So wie ich es in den Social Media Kanälen halte, so halte ich es auch hier: Es ist egal, welche Tochter von mir was genau hat. Ich möchte nicht über Diagnosen schreiben, ich möchte keine Empfehlungen verteilen und noch weniger welche bekommen. Ich bin keine Ärztin, auch wenn mein medizinisches Fachwissen das anderer wohl nun rudimentär übertrifft. Ich möchte keine Angst machen. Aber ich möchte auch keine Angst bekommen, mehr als ich sie täglich schon habe. Und noch viel wichtiger: Ich möchte in diesem Internet kein Bild meiner Tochter hinterlassen, was ihr vorauseilt. Ich möchte vermeiden, dass Menschen schon etwas über sie wissen, was sie ohne mich nicht wissen würden. Ich möchte meiner Tochter die Möglichkeit geben, zu erzählen, was sie irgendwann erzählen will. Denn […]
  • Auszeit? Nee. Wenn Kinder sich schwer trennen können
    Kinder stellen uns immer wieder vor neue Herausforderungen. Während man vor der Elternschaft gewisse Vorstellungen von etwas hat, sind die meisten Dinge komplett unvorhersehbar und stets überraschend. So dachte ich mit erstem Baby im Bauch schon an die Wochenenden „ohne“, sprich an Tage, an denen meine Kinder bei Oma und Opa eine tolle Zeit haben werden und alle gestärkt aus einem kleinen Urlaub vom Alltag wieder in eben diesen starten. Diese Auszeit vom Alltag hatten wir seit der Geburt der Großen…kein einziges Mal. Sie verbrachte zwei Wochenenden bei ihren geliebten Großeltern, doch das eher aus organisatorischen Gründen, an denen wir dennoch ihre kleine (damals) Babyschwester dabei hatten. Eine Auszeit war es für uns nicht, für sie aber wunderschön. Das wissen wir aus ihren Erzählungen, von Bildern und den Großeltern selbst. Urlaub bei den Großeltern – Niemals! Und doch stehen wir seit langer Zeit an dem Punkt, wo wir ein erneutes Wochenende bei den Großeltern ansprechen und dafür sofort große Ablehnung bekommen. Meine Tochter sagt nicht nur Nein, sie wird emotional, laut und klammert sich an mich, als hätte ich ihr eben eröffnet, für zwei Jahre in den Krieg zu ziehen. Das macht mir nicht nur mein Herz schwer. Das macht […]
  • Von Kraftlosigkeit zu harten Worten: Sätze, die ich nie sagen wollte
    Eh ich mich versehe, rutscht es raus: Ich zähle bis drei, dann… Ich kann gar nicht so schnell gucken, wie diese Worte meinen Mund verlassen. Und dann sehe ich sie doch, drohend und groß im Raum stehen. Sie stehen vor mir und heben ihren Zeigefinger – doch nicht in Richtung meiner Kinder, sondern in meine. Und ich fühle mich genauso: Ertappt und gemaßregelt von meinem eigenen Gewissen. Ich habe sie sofort bereut, diese sinnlosen Worte, die wahrscheinlich keine schnelle Wirkung haben werden, aber bei übermäßigem Gebrauch einen bleibenden Eindruck bei meinen Kindern hinterlassen werden. Keinen Guten, wohlgemerkt. Ein Satz, den ich niemals sagen wollte, genau wie viele anderen auf meiner NO-GO-Liste: „Wenn du jetzt nicht xxxxx, dann nehme ich dir dein Lieblingsspielzeug weg.“, „Iss auf!“ „Jetzt wird geschlafen, sonst komme ich nicht mehr rein!“ Respektvoll oder kraftlos? Nicht alle habe ich gesagt, aber „Ich zähle bis drei…“ reiht sich nun glanzvoll in diese Abgründe respektlosen Umgangs mit Kindern ein. Ihr schüttelt den Kopf, weil ich so mit meinen Kindern gesprochen habe? Rümpft ihr die Nase? Oder sitzt ihr zögernd nickend hier, weil auch euch ähnliche Worte rausgerutscht sind, die ihr nie sagen wolltet? Für beide Reaktionen habe ich Verständnis. Aber […]
  • Podcast #25: Mental Load, was? Über Aufgaben, Familienleben und Vereinbarkeit
    Mental was? Kennt ihr das? Theoretisch wusste ich es lange nicht, praktisch erfahre ich es jeden Tag. Was genau das ist, wie es unseren Alltag mit Kindern und als Familie beeinflusst und was man „dagegen“ machen kann, darüber habe ich mit Laura von Heute ist Musik gesprochen. Mit ihr rede ich über diese mentale Last, die täglichen Sorgen und Aufgaben und auch über Vereinbarkeit und Zeit als Eltern. Wahnsinnig spannend und vor allem voller Ideen. Shownotes Lauras Artikel über Mental LoadDer Artikel auf dasnuf.de Der Comic über Mental LoadLaura auf InstagramBella, also ich, auf Instagram Werbung: Der Trailer von WaterWipes zur aktuellen Studie #elternleben und den Ängsten und Sorgen von Eltern.
  • Ohne Filter: Was mich die Wut meines Kindes lehrt
    Ich schreibe Tagebuch. Nicht täglich, aber oft. Darin halte ich Gedanken fest, Sorgen, Anekdoten aber auch Dinge, für die ich dankbar bin. Die großen Dinge, wie einen Urlaub. Die kleinen Dinge, wie einen Kaffee in absoluter Stille. Kürzlich schrieb ich unter „Dinge, für die ich dankbar bin“ folgendes: Ich bin dankbar für die filterlosen Emotionen und die Wut meiner Kleinen. Dankbar für laute ungezügelte Wut? Dankbar für Wut und zum großen Teil sehr laute Emotionen? Ja, das bin ich. Nicht für den Tinitus, der damit einher gehen kann. Nicht für die schwindenden Nerven und die teilweise aufreibenden Dialoge mit einer Zweijährigen. Nicht für die Müslischalen, die gefüllt gegen Wände fliegen. Dennoch bin ich dankbar dafür, dass meine Tochter ihre Gefühle ausleben kann. Ohne Filter. Ohne Erwartungshaltung von anderen und ohne Druck. Es ginge auch anders. Resoluter. Aber das ist nicht mein Weg, ihr Gefühle beizubringen. Das ist nicht immer leicht für mich und erst Recht nicht für sie. Versteht mich nicht falsch, ich renne nicht verklärt blickend durch die Gegend, preise die Emotionen meines Kindes und lasse ihr damit alles durchgehen. Ich freue mich nicht auf ihre Wutausbrüche und ihre starken Gefühle wie ich mich auf meinen Geburtstag oder einen […]
  • Schau mir in die Augen Kleines: Wenn Babys Blickkontakt meiden
    Es gibt viele erste Male mit Kindern. Das erste Lächeln, das erste Wort, die ersten Schritte. All das macht, in der Regel, jedes Kind und dennoch ist es mit jedem Kind das erste Mal und damit einzigartig. Während miniberlin mich nach einer echt miesen Nacht erstmals anlächelte, lachte babyberlin verschmitzt nach dem Stillen als würde sie sich bedanken. Doch es gibt erste Male, die bleiben nur einem Kind vorbehalten, denn manche Dinge machen Babys einfach nicht. Das eine robbt los, das andere krabbelt sofort und überspringt die militärisch wirkende Fortbewegung. Viele essen Brei, mein Baby will lieber gleich Stulle. Wenn Babys Blickkontakt meiden Es gibt so viele Dinge, die ein Kind einzigartig machen. Und doch erlebe ich gerade etwas mit dem Baby, was ich bei der Großen schmerzlich vermisste: Das Baby schaut mir in die Augen. Nun denken einige von euch vielleicht: Babys schauen die Mama immer an. Ja, das mag stimmen, aber nicht komplett. Meine Große schaute mir als Baby niemals in die Augen. Sie schaute meinen Hals an, sie lächelte meine Haare an und sie flirtete vielleicht etwas mit dem Punkt hinter mir an der Wand. In die Augen schaute sie mir nie. Die ersten drei Monate dachte ich mir […]
  • Zum Sonntagskaffee: Schnelle Belgische Waffeln
    Immer wieder Sonntags sitzen wir am Nachmittag beisammen und haben Appetit auf etwas Süßes. Doch für einen selbstgebackenen Kuchen ist es zu spät, der nächste gute Bäcker ist fußläufig auch zu weit weg. Das schreit doch förmlich nach Waffeln, schnell müssen sie sein und lecker! Lange habe ich probiert und nach einem Rezept gesucht. Endlich habe ich es gefunden, mein Rezept für schnelle belgische Waffeln! Viele Zutaten braucht man nicht und lange warten muss man auch nicht. Perfekt für spontanen Waffel-Appetit am Sonntag. Zutaten für leckere Waffeln 300g Mehl 1 TL Backpulver 80g Zucker 100g Butter (zerlassen) 2 Eier 1/2 Liter Milch Mehl, Backpulver und Zucker vermengen, die zerlassene Butter und die Eier unterrühren. Nach und nach die Milch dazu gießen und verrühren. FERTIG! Das ging schnell, wa? Nun nur noch ins Waffeleisen geben und goldgelb backen. Wir benutzen übrigens DIESES Waffeleisen* von Tefal, denn damit lassen sich auch Sandwiches, Pancakes und mehr machen. Wenn wir kein frisches Obst haben, nehmen wir gern Puderzucker dazu oder Kirschen aus dem Glas. Es geht aber auch Ahornsirup, Honig, Schokolade und und und. Guten Appetit eure Bella *affiliate Link zu amazon
  • Schwanger, nicht krank: Ein anderes Körpergefühl in der Schwangerschaft
    „Was ist denn nur mit mir los?“ höre ich eine Frau in der Arztpraxis stöhnen. Sie ist offensichtlich schwanger und beklagt sich bei den Schwestern über ihre stetige Erkältung, ihre Rückenschmerzen und ihre ständige Müdigkeit. „Sie sind schwanger!“ antwortete daraufhin die Schwester trocken. Recht hat sie, und es ist nicht zu übersehen. Im Laufe der Wartezeit erfahre ich, dass es ihre erste Schwangerschaft ist und ich fühle mich zurück erinnert, an meine erste Schwangerschaft mit miniberlin. Ich war fit, mobil und dachte, alles bleibt so wie vorher. Das bisschen Bauch wäre nur die positive Begleiterscheinung des Wunders, das da in mir heranwächst. Doch nicht selten kam ich an meine Grenzen, was Müdigkeit, Immunsystem oder sonstige Wehwechen anging. Und auch ich habe mich gefragt, was nur mit mir los sei. Hohe Ansprüche in der Schwangerschaft Viele halten in der Schwangerschaft den Anspruch an sich und ihren Körper aufrecht, den sie auch vorher hatten. Leistungsfähig, stets belastbar und flexibel möchten sie sein. Alles soll weiter gehen wie zuvor und am besten soll kein Unterschied gemacht werden. Warum? So oft höre ich den Satz „Ich bin schwanger, nicht krank“ und nicht selten bekomme ich ihn auch von anderen zu hören. Klar, faktisch stimmt es. Aber […]

Mein Jahr in Musik

Ich war immer der Meinung, Musik gibt mir nichts. Ich hörte sie beiläufig, aber mehr auch nicht. Doch ich habe mich geirrt. 2019 bin ich viele Runden im Krankenhaus gelaufen, auf und ab, oft im Kreis. Immer dabei: Musik, denn das war das einzige, was mir noch einen gewissen Zugang zu mir selbst ließ. Ich habe viele Lieder gefunden, die mein Jahr und bestimmte Situationen widerspiegeln. Das ist eine Auswahl:

Kleine Helfer 2019

Wir haben viel Zeit im Krankenhaus und zu Hause verbracht. Wir haben viele Dinge umgeplant. Und wir haben dadurch vieles neu entdeckt. Ohne gewisse kleine Helfer wären manche Zeiten definitv schwerer ertragbar gewesen. Und sei es das Spiel zusammen oder ein Buch nur für mich. Deswegen hier eine kleine Auswahl der Dinge, die uns das Jahr etwas einfacher gemacht haben:

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    2020 wird besser?

    Ja, ich könnte das Jahr in all seinen Schatten sehen. Denn ich habe noch nie einem Jahresende so sehr entgegen gefiebert wie 2019. Auch mit einer leisen Hoffnung in mir, dass 2020 besser wird. Doch meine Lehre aus 2019 ist auch:

    Was weiß ich schon von dem, was kommt?

    Und weil ich eben nicht weiß, was uns im neuen Jahr erwartet, möchte ich dieses Jahr nicht komplett negativ zurücklassen. Ich möchte eher in Erinnerung behalten, was wir gewonnen haben.

    Neue Stärke.
    Neue Freunde.
    Ein neues Familiengefühl.
    Neue Möglichkeiten.

    Denn am Ende werden wir uns immer daran erinnern, was oder wer unser Leben reicher gemacht hat. Ganz nach dem Motto: Weißt du noch?

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