Baby Entwicklung

5 Monate Baby: Bewegung, Beikost und Co

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Eigentlich sollte es hier um faule Babys gehen. Solche, die nur auf dem Rücken liegen und sich nicht groß bewegen. Diese kleinen süßen Dinger, die sofort motzen, wenn ihnen nach Gesellschaft ist und nichts machen müssen, weil sie alles bekommen. Dieses süße Exemplar hatte ich bis vorhin bei mir daheim. Doch kurz vor Redaktionsschluss Feierabend machte das Baby mehrere unglaubliche Dinge auf einmal: es drehte sich (mehrmals), brabbelte und blubberte wie eine verrückte und griff sich alles, was sie erreichen konnte. Vorzugsweise Mamas Hand oder Essen. Es ist, als ob dieses Kind einen Monat lang in Schockstarre über ihre neuen Fähigkeiten verbrachte. Denn ihr erinnert euch: im Update zu 4 Monate Baby habe noch geschrieben, dass sie gerad mit jeglichen Bewegungen pausiert. Dass es nun solange dauert, konnte ja auch niemand ahnen. Also ist mein Aufhänger für diesen Text dahin, denn: dat Kind bewecht sich. Subba!

Doch es gibt noch mehr, was ein fünfmonatiges Baby so bewegt. Also innerlich.

Große Schwesternliebe

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Neben allerlei Bewegung war auch der Humor von babyberlin kurzzeitig weg. Während sie sonst lachte und alle Herzen eroberte, gab es vor zwei Wochen eine Phase, da ging sie sicherlich zum Lachen in den Keller…also innerlich. Meine Anstrengungen waren enorm, die lachende Ausbeute dagegen weniger. Der einzige Mensch, der es schaffte, das Baby schnell und sicher zum lachen zu bringen, war die große Schwester. Die musste nur „Buh“ machen, lachen oder aus einem Buch vorlesen und schon wurde gegiggelt ohne Ende. Es war schön und auch beruhigend, dass es so einfach ging und diese beiden sich so sehr brauchen. Ich stellte meine humoristischen Fähigkeiten auch weniger in Frage, denn eines zeigte mir das Baby sehr deutlich: nicht ohne meine Mama. Ich durfte ihren Radius nicht um 10cm verlassen und musste stets um sie sein. Das war zwar sicherlich schmeichelhaft gemeint, aber dennoch sehr sehr anstrengend. Ich bin gespannt, wie die kommenden Wochen werden.

Die Zweiten erwischt es häufiger

Dieser Wunsch nach Nähe war sicherlich auch das Ergebnis der vielen Infekte und der Bronchitis, die babyberlin in letzter Zeit durch machen musste. Ich war mit ihr in den letzten 5 Monaten schon häufiger beim Kinderarzt als mit miniberlin im gesamten Leben. Ernsthaft! Doch auch das scheint normal zu sein bei den Zweiten, so die Kinderärztin. Und das ist auch nicht verwunderlich, wenn ich sehe, wie schniefend miniberlin täglich aus dem Kindergarten kommt. Schützen kann ich sie davor nicht. Auch nicht vor allen anderen Krankheiten, die mich täglich an der KiTa-Tür auf einem großen Zettel begrüßen. „Sollen sie auch nicht“, meint meine Kinderärtzin. Denn so lernt das Immunsystem gleich, wie das so läuft im Leben und wächst daran. Na wollen wir es hoffen, denn im Dezember wollte ich die Kinderärztin nicht mehr sehen. Auch wenn sie echt nett ist und das Baby sie sehr sehr toll findet.

Wenn Babys ständig würgen…

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Die zahlreichen Termine beim Kinderarzt haben aber auch ein Gutes: ich weiß endlich, warum babyberlin so oft würgt. Was ich damit meine? Sie verweigert nicht nur Nuckel und Flasche, sie würgt regelrecht. Wenn der Magen etwas herzugeben hat, kommt das dann gern raus. Auch an die orale Phase, die typisch für Babys ist, tastet sich das Baby sehr langsam ran und lässt Beißring und Co schnell wieder fallen, wenn sie würgen muss. Sie verschluckt sich an Hustensaft und wenn ich ihr ein Globuli in den Mund lege, tut sie so, als hätte ich ihr eine Rumkugel in den Rachen gesteckt.

Bis vor kurzem dachte ich, ich bilde mit das nur ein. Doch da das Baby manchmal schwallartig jeglichen Mageninhalt aus sich befördert, sobald sie hustet oder eben irgendwas im Mund hat, sprach ich es bei der Ärztin an. Und siehe da: das Kind hat etwas am Nervus Vagus. Das ist der Nerv, der den Rachenraum und damit auch den Würgreiz steuert. Laut Ärztin können Babys das schon im Mutterleib bzw. bei der Geburt bekommen, wenn sie z.B. die Nabelschnur um den Hals haben. Leider war das bei babyberlin so, auch wenn alles gut ging. Der Körper speichert dieses Gefühl ab. So sollen manche Menschen keinen Rollkragen tragen können oder ähnliches. Nun ja, es gibt Schöneres, es gibt aber auch wesentlich Schlimmeres. Aktuell probieren wir eine homöopathische Therapie aus, vielleicht hilft es ja.

Beikost ab dem 4./5. Monat?

Aufgrund dieses Würgreiz habe ich den Eindruck, dass babyberlin noch nicht so weit ist. Da sie sowieso an allem würgt, möchte ich ihre ersten Erlebnisse mit richtiger Nahrung nicht dadurch beeinflussen lassen. Zudem finde ich persönlich die Empfehlung, mit der Beikost schon zwischen dem 4. und 5. Monat zu beginnen, sehr früh. Ich merke, mein Kind ist noch nicht so weit, sich Essen in den Mund zu stecken. Zudem war es bei der großen Schwester so, dass sich mit Beikostbeginn das Stillen in kürzester Zeit erledigt hat. Sie nahm Brei und feste Nahrung so gut und gerne an, dass ich bald nicht mehr zum Stillen gebraucht wurde. Das merkte auch mein Körper und so waren wir mit neun Monaten recht schnell durch mit der Sache. So merke ich diesmal, dass nicht nur das Kind noch etwas braucht, auch ich möchte meine stillende Zeit noch etwas genießen. Es tut uns beiden gut.

Sicherlich habe ich wieder so vieles vergessen, was mein fünfmonatiges Babymädchen so ausmacht, was sie erlebt und was sie kann. Sollten eure Babys auch in dem Alter sein, fragt ruhig nach oder schreibt mir von euren Knirpsen.

Liebe Grüße
eure Bella

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4 Comments

  • Reply
    frau mone
    1. Dezember 2016 at 11:13

    Hallo liebe Bella!

    Bei uns ist es ganz ähnlich, das Baby ziemlich faul. Bis vor ein paar Wochen rollte es sich noch ab und zu auf die Seite. Dann kam der Schub und das Rollen blieb aus. Vielleicht liegt es aber auch am Osteopathen-Termin.
    Derzeit sind die Hände und Füße interessant, sie werden langsam vor dem Gesicht hin und her bewegt und beobachtet.
    Ich hoffe sehr, dass sich das Baby bald auf den Bauch drehen kann, damit es die Welt auch mal aus nem andren Blickwinkel sieht . In ca. 2 Wochen wird es 5 Monate.

  • Reply
    Mamamulle
    1. Dezember 2016 at 16:28

    Da freut man sich immer richtig, wenn sie weiterkommen. Oft sind sie dann ja auch ein Stück weit zufriedener diese kleinen Plagegeister.

  • Reply
    Isabelroessler@gmail.com
    8. Februar 2017 at 19:08

    Hallo Bella.
    Du schreibst ganz großartig und es macht Spaß zu lesen wie es bei euch läuft . Ich als Erstlingsmutter bin oft verunsichert … 1000 Ratschläge prasseln auf einen ein und doch hab ich immer das Gefühl : Babybonn ist wie es ist … ähnlich verhält es sich bei uns mit nucki oder Flasche (wobei sie alles sonst in den Mund befördert , nur nichts Silikon- Kautschuvk – artiges ) …. das finden viele befremdlich bei mir im Freundeskreis … aber aufzwingen funktioniert ja auch nicht … ich frag mich nur wie es dann bei der beikost läuft … ich halt mal die Daumen 🙂

    • Reply
      familieberlin
      8. Februar 2017 at 19:52

      Hach ja, das ist auch so ein Thema. Ich habe in den weiteren Berichten darüber geschrieben. „Wir“ essen keinen Brei. Der Mund bleibt zu, der Kopf wird weggedreht. Das Baby bekommt nur gegartes Gemüse, Brot, und eben alles, was wir so essen in Babymöglichen Stücken. Sie findet es gut, aber es ersetzt natürlich ewig keine Mahlzeit wie beim Brei. 😉 Ich berichte. LG

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