Baby Familie Kleinkind Schulkind

Ich kann nicht schlafen: Tipps zum Einschlafen für Kinder

Hausbett für Geschwister, Etagenbett in Haus, Kinder teilen sich ein Zimmer, Kinderzimmer, Einrichtung, Dekoideen Kinderzimmer

Schlaf, das wohl endlose Thema aller Eltern, bis die Kinder irgendwann ausgezogen sind. Und wer weiß, ob wir Eltern dann noch mit unserer neuen Freiheit, so viel und so oft zu schlafen, wie wir wollen, umgehen können. Das kann ich aktuell nicht beantworten. Aber wie wir unsere Kinder im Alter von 4 bis 6 Jahren abends besser in den Schlaf begleiten und was uns hilft, wenn wieder ein oder zwei Stimmen aus dem Kinderzimmer kommen und rufen „Mama, ich kann nicht einschlafen“, das verrate ich euch hier.

Tipps zum Einschlafen für Kinder

Anzeige

Lesen hilft nicht nur Erwachsen. Seit wir vor dem Schlafen eher Lesen, statt den Sandmann zu schauen, ist es hier abends ruhiger. Denn dank ruhiger Worte statt flackerndem Blaulicht kommen die Kinder schneller und einfacher runter. Da ich aber ein KiTa-Kind und ein Schulkind habe, hier unsere beiden Buchtipps je nach Alter.

Bücher zum Einschlafen

Unsere Vierjährige liebt seit ZWEI Jahren dieses Buch. Es ist schon abgegriffen, unendlich oft gelesen und oft auswendig aufgesagt, aber es nimmt kein Ende. Die kleine Geschichte ist niedlich und für Kinder ab ein bis zwei Jahren: So müde und hellwach von Susanne Straßer. Wir lieben sie.

Bei der Sechsjährigen aber kommt ein Augenrollen. Sie will selbst lesen. Und das macht müde. Denn ja, es dauert noch etwas, aber der Erfolg macht stolz. Sie mag die Erstlesereihe von Ravensburger wie Baumhausgeschichten und andere.

Reden am Abend: Das Ventil für Gefühle

Ich versuche es jeden Tag: Wenn die Kinder aus Schule und KiTa kommen, möchte ich etwas von ihrem Tag hören. Ihr ahnt es: Es klappt nicht. Nicht, weil sie nicht darüber reden möchten, sondern weil sie es noch verarbeiten. Bei uns kommen Geschichten des Tages erst am Abend, meist vor dem Einschlafen. Das ist zwar zeitlich ungünstig, aber wir lassen ihnen den Raum dafür. Sonst würden sie irgendwann vielleicht aufhören, mit uns reden zu wollen. Also hören wir zu, wenn sie eigentlich schon die Augen schließen sollten.

Wir fragen nach und versuchen, mit ihnen ihren Tag zu ordnen. Um aber, egal, welche Geschichten sie erzählen, den Tag gut u beenden, fragen wir nach ihrem „Tagesfazit„. Wir möchten wissen, was das blödeste und was das tollste am Tag war. In der Reihenfolge, um den Tag mit dem tollsten zu beenden. In der Hoffnung, dass genau das im Herzen gespeichert wird. Und so oft sind es die kleinen Dinge, die toll waren wie zusammen lesen oder Eis essen. Eine Schichtweise, die ich mir dann auch einmal mehr abspeichere.

Ruhige Hörspiele zum Einschlafen

Unsere Kinder kommen am besten am Abend in den Schlaf, wenn sie von Hörspielen oder Musik begleitet werden. Aber ähnlich wie beim Fernsehgucken, sind spannende oder lustige Geschichten nicht so förderlich. So dürfen die Kinder am Abend nur bekannte Hörspiele, ruhige Fantasiereisen oder Musik hören, die man eher nicht auf Partys spielt. Das finden sie zwar oft langweilig, aber sie haben mir schon oft gezeigt, dass es richtig so ist, weil sie bei neuen Abenteuern ewig wach waren. Was gut funktioniert sind diese Hörspiele und Playlisten:

Meine Geheimwaffe: „Verreisen“

Mein persönlicher TOP-Tipp: Wir verabreden uns zu gemeinsamen Traumreisen. Etwas, was wir vor allem in Zeiten des ersten Lockdowns angefangen haben, um Familie und Freunde „zu sehen“ und seitdem beibehalten haben. Wir überlegen uns vor dem Einschlafen, wo wir uns heute Nacht im Schlaf treffen wollen. Im Freizeitpark, am Strand in Spanien, an der Ostsee, egal wo. Fragt das Kind, wo genau ihr euch treffen wollt, denn dann geht ihm vor dem Einschlafen genau das durch den Kopf: Euer Treffpunkt in all seinen Farben und Gerüchen. Mit der Sechsjährigen verabrede ich mich mittlerweile auch oft nachts zum backen oder kochen. Einziges Kriterium: Sie muss schon alles vorbereiten, bis ich dann ins Bett gehe. Zutaten zusammen suchen, Streusel umfüllen, Ofen vorheizen. Alles Dinge, die sie vor dem Einschlafen im Kopf durchgeht und so schneller einschlafen lassen. Und ich merke, wenn meine Gedanken keine Ruhe finden am Abend, mache ich das auch. Schade, dass morgens dann nicht wirklich Plätzchen auf uns warten.

Zuwendung, Nähe und Verlässlichkeit

Mit drei bis vier Jahren hatten meine Kinder jeweils Angst vor Monstern unterm Bett oder hinter dem Schrank. Das mag für Erwachsene schwer nachvollziehbar sein, aber aus Kindersicht total verständlich. Denn woher sollen sie wissen, dass hinter dem Schrank nur die Rückwand und Beton warten statt Monster? Eben. Wir haben das früh ernstgenommen und uns zusammen mit den Kindern etwas überlegt: Unsere Methode gegen Monster unter dem Bett habe ich hier aufgeschrieben.

Gerade mit den vielen Umbrüchen in unserem Leben, den Veränderungen und auch dem vollen Alltag allgemein brauchen die meisten Kinder vor allem eines: Nähe. Meine Kinder fordern sie aktiv ein. Sie kommen nochmal zu uns kuscheln oder fragen, ob wir nochmal zu ihnen kommen. Dem gehen wir immer nach. Aber ja, so ehrlich muss ich sein, nicht immer gerne. Denn beim 10. mal Rufen habe ich auch keine Lust mehr und möchte meine Ruhe. Soweit kommt es aber selten. Denn wir legen uns oft noch zu ihnen und kuscheln, wenn sie das wollen. Das ist nicht jeden Abend so und vor allem nach Tagen, an denen viel los war. Ja, ich könnte am Abend auch anderes machen, Arbeiten, Fernseh schauen oder Lesen. Aber ganz ehrlich: Das Zeitfenster, in dem die Kinder noch Kuscheln wollen und mich zum Einschlafen brauchen, ist endlich. Und ich weiß, dann wird es mir fehlen. Also nutze ich es ganz egoistisch so lange es geht.

Etwas, was vor allem meine große Tochter am Abend beruhigt ist Verlässlichkeit. Das heißt in unserem konkreten Fall, dass sie weiß, wo wir sind. Selbst wenn wir unterwegs sind und zB. abends Essen gehen, sage ich ihr, wo wir sind und wann wir ungefähr zurück kommen. Allein eine genaue Vorstellung gibt ihr Sicherheit. Aber auch, wenn ich abends noch zwischen Waschmaschine, Geschirrspüler und Co hin und her laufe, sage ich das vorab. So wissen die Kinder, dass sie mich nicht auf dem Sofa suchen müssen und haben ein besseres Gefühl. Es geht in dem Alter nicht um Kontrolle, sondern um das Wissen, dass wir da sind, wo wir es sagen. Die Kinder ziehen daraus unheimlich viel Kraft und Sicherheit.

Was hilft euren Kindern am Abend beim Runterkommen und Einschlafen?

Anzeige

You Might Also Like

No Comments

    Leave a Reply