Gedanken Mamasein

Wer bitte bin ich? 1000 Fragen an mich selbst

1000 Fragen an mich selbst

Ich habe selten einen so einheitlichen und breit gedecken Eindruck vom Internet wie dieser Tage. Während sich sonst meine Filterblase hier und da unterscheidet, viel überschneidet und auch diskutiert, scheinen sich 2018 viele einig: das wird mein Jahr. Ich lese permanent Texte darüber, was Mütter in diesem Jahr ändern wollen, dass sie den Fokus mehr auf sich setzen und eben auch mal nur sie selbst sein wollen. Keine Mama, keine Ehefrau, sondern einfach nur (in meinem Fall): Bella. Und sie haben Recht – alle! Niemand von ihnen ist egoistisch, niemand denkt nur an seine Vorteile und niemand ist deswegen eine schlechtere Mutter. Eher im Gegenteil. Nur wer glücklich und (mit sich) zufrieden ist, kann auch gut und geduldig zu seinen Kindern sein. Das ist zumindest meine Erfahrung. So habe auch ich für 2018 einige Pläne und Herangehensweisen, die sich nur an mich richten. Ich möchte nicht nur auf andere achten, ich möchte auch auf mich achten. Mein Körper hat mir oft genug ein Warnsignal gesendet.

1000 Fragen an mich selbst

Johanna von Pinkepank hat deswegen zurecht gefragt, wer sie überhaupt noch ist. Denn mal ehrlich: zwischen all dem Schnodder, Babyspucke, Windeln, Musikschule, Kindergarten und Haushalt bleibt nur ein Bruchteil für uns. Nein, ich korrigiere: es bleibt fast gar nichts für uns. Keine Zeit, keine Energie und oft auch kein Bewussstein dafür. Ich? Ich bin Mutter. Das ist auch oft der erste Satz, den ich von mir gebe. Ja, das bin ich, das will ich auch nicht abstreiten. Aber bin ich nicht noch so viel mehr als das?

Johanna hat sich deswegen von einer Zeitschrift inspirieren lassen und stellt sich nun regelmäßig Fragen. 1000 Fragen, um genau zu sein. Sie beginnt mit den ersten 20 Fragen, die teilweise auch sehr persönlich sind. Und weil ich es so spannend finde, sie und auch andere Mütter damit besser kennenzulernen – und am Ende auch MICH kennenzulernen – mache ich mit.

DANKE Johanna für diese Idee und Initiative.

Baby, Shooting, Babyshooting, Familienbilder, Mama, Liebe

Gestatten: Bella.

 

  1. Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal getan? Am letzten Wochenende habe ich zum ersten Mal mit vielen Fremden in einem Ferienhaus übernachtet und ich habe das erste Mal Seifen gemacht.
  2. Mit wem verstehst du dich am besten? Wenn ich jetzt sage „Mein Mann.“ würde das alle Streits und Zankereien ausblenden. Denn ja, die gibt es. Also verstehe ich mich am besten mit meiner BFF Ami, da zankt nichts, auch wenn es mal ruhiger ist.
  3. Worauf verwendest du viel zu viel Zeit? Hier könnte ich die Antwort Johannas 1:1 übernehmen: oft sinnloses Surfen im Internet. Ich will nur mal schnell was gucken und schwupps, wurde ich abgelenkt und bin wieder bei facebook, Insta und Co. Aber Twitter z.B. habe ich mittlerweile vom Handy gelöscht, bei facebook schaue ich nur noch einmal am Tag rein und Instagram macht mir einfach Spaß. Aber auch nicht 24/7.
  4. Über welche Witze kannst du richtig laut lachen? Gute Frage. Ich bin so spontan wie ein Toastbrot und deswegen fällt mir keiner ein. Schade eigentlich. Aber ich lache sehr gern!
  5. Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst? Meistens nicht. Ich bin sehr nah am Wasser gebaut und so passiert es schon mal. Einmal beim Kinderarzt, als ich mitten im Babyblues mit der drei Wochen alten Kleinen mit 40 Fieber hin musste. In meinen Gedanken waren wir schon im Krankenhaus am Tropf, dabei war es nur ein Infekt. Ja, so hat die unempathische Ärztin auch geschaut.
  6. Woraus besteht dein Frühstück? Kaffee, Vollkorntoast und Kaffee.
  7. Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben? Meinen Töchtern, eben beim Insbettbringen.
  8. In welchen Punkten gleichst du deiner Mutter? Mir wurde neulich ja gesagt, dass wir uns optisch sehr „angeglichen“ haben, aber das nehme ich mal als kompliment. Ich glaube, wir sind beide sehr gutmütige Personen und stellen das Wohl anderer weit über unseres. Ich lerne gerade langsam, dass das nicht immer richtig ist.
  9. Was machst du morgens als erstes? Die Espressomaschine anstellen.
  10. Kannst du gut vorlesen? Und wie! Ich liebe es, den Kindern vorzulesen. Ich lese nicht einfach vor, ich betone, pausiere, werde lauter und leiser. Natürlich nur an den passenden Stellen. Meine Art zu sprechen und vorzulesen wurde jetzt bei meinem Podcast auch positiv hervorgehoben. Hätte ich nie gedacht. Aber sogar Babys sollen dabei eingeschlafen sein…munkelt man.
  11. Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt? Muss man damit irgendwann aufhören? Dann habe ich das wohl verpasst. Denn auch wenn ich weiß, woher meine Geschenke kommen, ein bisschen Zauber behalte ich mir. Der Weihnachtsmann ist einfach nur zu faul, in unserer Kosumgesellschaft alle zu bedienen. Ist zu viel, meint er.
  12. Was möchtest du dir unbedingt mal kaufen? Ein Haus, am Meer oder am See. Und dann auch wieder nicht, denn das ist ja alles nicht IN Berlin. Ihr merkt, ich mache es mir nicht einfach.
  13. Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne? Ich wäre gern charismatisch. Gibt es das überhaupt? Damit meine ich, dass ich nicht immer stumpf in der Ecke stehe, wenn ich irgendwo neu bin, sondern auch den Raum einnehmen kann…nicht körperlich natürlich.
  14. Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen? Fernsehen oder Streaming. Ersteres gucke ich gar nicht mehr, bei Letzterem gucke ich zu viel. Dark (Netflix) war genial, aber auch Sex and the City oder Gilmore Girls. Hauptsache Serien.
  15. Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen? Das war 2006 mit meinen Eltern in den Universal Studios in Hollywood. Ich war ein Jahr als Aupair bei New York City und wir haben uns in L.A. getroffen. Mit meiner Mama Achterbahn fahren und mit meinem Papa als Arnold Schwarzenegger durch die Gegen düsen – das war genial.
  16. Wie alt möchtest du gerne werden? Gesunde 85 wäre super.
  17. An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück? An unsere Hochzeitsreise nach Singapur und Bali. Die hat uns als Paar und mich als Menschen sehr geprägt. Als Familie denke ich gerne an unseren Tripp nach Italien zurück. Traumhaft.
  18. Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an? Unerträglich. Ich hatte zweimal unterträglichen Schmerz. Am Schlimmsten ist der Morgen: du wachst auf, bist noch kruz vom Schlaf benommen und dann merkst du erst, dass da ja was war. Die Erinnerung trifft dich 1-2 Minuten nach dem Aufwachen und schon ist alles wieder schlimm.
  19. Hättest du lieber einen anderen Namen? Früher fand ich meinen Vornamen Bianca doof. Keine Ahnung warum, aber ich vermute, weil die Coolen immer anders hießen. Niemand hieß so wie ich. Mittlerweile finde ich das gut. Und über unseren Nachnamen müssen wir wohl nicht reden, oder? Wer will bitte nicht Berlin heißen, ne?
  20. Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt? Beim Schritt in die Selbstständigkeit. Der war groß, er ist unsicher und auch wagemutig. Aber ich denke mir: wenn nicht jetzt, wann dann? Und nach diesem Gedanken geht es wieder.

Du willst noch andere Mütter kennenlernen oder dir selbst mal 1000 Fragen stellen? Dann schau hier vorbei.

Bald folgen die nächsten Fragen an mich selbst.

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