Schwangerschaft

babyberlins Update: mitten im zweiten Trimester der Schwangerschaft

Ich habe schon eine Weile kein Update mehr über die Schwangerschaft gegeben. Wöchentlich finde ich etwas viel- denn eines muss ich leider zugeben: die zweite Schwangerschaft ist weniger bewusst als die erste. Das stellen herrberlin und ich öfter fest. Es ist nicht so, dass wir die Schwangerschaft ignorieren oder auch nicht wollen- im Gegenteil. Trotzdem gibt es weniger exklusive Momente nur für babyberlin, da wir mir ihrer großen Schwester beschäftigt sind. Umso mehr genieße ich die ruhigen Abende, kurz vor dem Schlafengehen, wenn ich in mich reinspüre, die Hand auf Bauch und Baby lege und einfach nur bei babyberlin bin. Ja, diese Momente waren in der ersten Schwangerschaft häufiger, aber nicht mehr oder auch nicht weniger intensiv.

In welcher Schwangerschaftswoche bist du? Gute Frage.

Mittlerweile bin ich in der 23. Schwangerschaftswoche. Oder in der 24.? Ganz ehrlich, ich weiß es nicht mehr so genau. Seitdem die magische Halbzeit überschritten wurde, bin ich da nicht mehr so genau. Oft orientiere ich mich an meinen mitschwangeren Bloggerinnen Cynthia, sie ist eine Woche hinter mir, oder Jette, sie ist drei Wochen weiter. Aber nur dann wird mir die Schwangerschaftswoche bewusst, denn mittlerweile denke ich in größeren Etappen als in Wochen.

Ich denke schon an den Beginn des Mutterschutzes. Nicht, weil ich ihn sehnsüchtig erwarte, sondern weil ich bis dahin so einiges erledigen muss. So habe ich im Büro noch viele Projekte, die ich anstoßen, in bestimmte Bahnen lenken oder abschließen möchte. Gerade diese Gedanken lenken mich oft von babyberlin ab, denn ich habe sehr viel Arbeit vor mir, bevor ich nicht entspannt in den Mutterschutz gehen kann.

Nestbautrieb auf Sparflamme

Während ich bei miniberlin noch fleißig plante und recherchierte, sind wir aktuell recht dürftig in den Vorbereitungen. Auch das liegt weniger an mangelnder Liebe und Vorfreude zu babyberlin, wir sind nun einfach schlauer und schon vorbereitet. So haben wir schon viel aus miniberlins Babyzeit. Und da bin ich pragmatisch, warum soll ich gute Sachen durch neue ersetzten? Aber auch viel Unsinn sammelte sich an. Schon nach miniberlins Geburt merkten wir schnell, was wir nicht brauchten. Ein Stubenwagen, Kuscheltücher oder unzählige Klamotten gehörten nicht dazu. Wobei ich bei ersterem nun doch dafür bin, da ich einfach Sorge habe, dass miniberlin ihre kleine Schwester in ihrem Übermut auf dem Sofa „erdrückt“. Aber vielleicht relativiert sich auch diese Angst mit der Erfahrung einer Zweifachmama. Auch das Kinderzimmer wird noch nicht groß geändert. Pläne gibt es, kleine Anpassungen werden auch gemacht, aber im Groben bleibt alles so, wie bisher. Warum? Ich glaube, miniberlin war in den ersten sechs bis acht Monaten selten bis nie in ihrem Zimmer. Unser Leben spielt sich im Wohnbereich ab, wo auch Küche und Esszimmer sind- eine große Spielwiese. Doch dazu schreibe ich ein andernmal.

Bauchbild_web

Schwangerschaftshormone, Gefühlschaos und süße Gelüste

Der Bauch ist mittlerweile riesig. Meine Winterjacke musste weichen und auch so passen kaum noch normale Oberteile. Rein körperlich geht es mir nach wie vor recht gut. Was ich allerdings immer mehr merke, ist mein Rücken. Auch körperliche Anstrengungen, viele Projekte oder ein enger Zeitplan am Tag zeigen mir schnell meine Grenzen auf. So muss ich im Büro und auch Privat öfter eine Pause machen, den Gang lang laufen oder die Beine hochlegen. Denn reagiere ich nicht auf die kleinen Zeichen meines Körpers, dankt er es mir mit einem harten oder schmerzendem Bauch und absoluter Müdigkeit, gegen die ich nichts machen kann außer Schlafen. Nicht selten lag ich in letzter Zeit nach der Arbeit auf dem Sofa und musste Schlafen. Das ist nicht einfach mit miniberlin, die nunmal sehr gern redet, singt oder einfach Aufmerksamkeit möchte. Das ist nach wie vor schwer unter einen Hut zu bekommen und mit wachsendem Bauch wird es nicht einfacher. Nach wie vor verlangt mein Körper nach Süßigkeiten, ob in Form von Kuchen, Dessert oder anderem. Oft ersetze ich das Verlangen mit Obst. Aber nicht immer bin ich damit erfolgreich.

Die große Schwester wird immer größer

Wir haben miniberlin von Anfang an mit in die Schwangerschaft einbezogen. So richtig merken, dass da etwas passiert, tut sie aber erst, seitdem der Bauch sichtbar wächst. So kuschelt sie nun aktiv mit „ihrem Baby“ und legt gern abends ihren Kopf auf den Bauch. Auch fordert sie mich oft auf, dem Baby einen Kuss geben zu dürfen. Allerdings hat das Große-Schwester-Werden nicht nur schöne Seiten für sie. Ich bin einfach nicht mehr so einsatzfähig und aktiv wie vorher. Das merkt miniberlin. Bisher hat sie allerdings Verständnis dafür. Und das meine ich nicht symbolisch, sie zeigt richtige Einsicht. Gestern erst musste ich sie bremsen, als sie neben mir auf dem Sofa rumtoben und auf meinen Schoß springen wollte. Mit Papa geht das- mit mir aktuell leider nicht. Als ich meinte: „Schatz, Mama kann gerad nicht so toben, da musst du etwas aufpassen“ antwortete sie sofort „Ja, Mama Baby. Vorsicht“. Das rührte mich sehr und zeigte mir aber auch, dass mein Baby gar nicht mehr so klein ist. Sie versteht mehr, als wir manchmal vermuten. Meine kleine Große!

Wie geht es meinen mitschwangeren Leserinnen? Wie nehmt ihr eure Schwangerschaft wahr?

Liebe Grüße
eure Bella

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3 Comments

  • Reply
    Shynarja
    1. März 2016 at 08:04

    Für mich ist diese Schwangerschaft auch etwas unbewusster. Ich denke dass das normal ist, wenn man schon ein Kind im Haus hat.

    Für Simon ist es noch ganz schwer zu verstehen, dass ich ihn nun nicht mehr so viel tragen kann. So gut es geht, versuche ich diese Zeit mit kuscheln auf dem Sofa nachzuholen und ich hoffe ich werde ihm gerecht.

    Übrigens würde ich wohl auch mit der Woche durcheinander kommen. Deshalb habe ich mir eine App runtergeladen, die mich auf dem laufenden hält. *lach*

    Sonnige Grüße.

  • Reply
    Frl. Null.Zwo
    1. März 2016 at 09:07

    Die 4. Schwangerschaft läuft noch mehr nebenher als die 2. oder 3.
    Mir geht es jetzt, Ende der 16. Woche so gut, dass ich es wirklich oft vergesse, überhaupt schwanger zu sein und nicht nur die Woche ^^
    Dafür habe ich wieder mehr das Bedürfnis, mir extra Zeit für dieses Kind frei zu schaufeln. Und auch bei der Ausstattung bin ich so relaxt wie Du, weil so viel schon bzw noch da ist. Umso schöner, noch nach ein paar besonderen Teilen Ausschau zu halten 🙂

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    Lesenswert: Meine Lieblingslinks im März
    1. April 2016 at 21:19

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