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Elternschreck: Läuse bei Kindern

Wer kennt ihn nicht? Denn Zettel am Eingang des Kindergartens, der Eltern verzweifeln lässt:

Wir haben Läuse im Kindergarten.

Ihr ahnt, dass sich meine Begeisterung in Grenzen hält. Wessen nicht? Während mich Läuse bei Kindern vor einigen Jahren noch komplett panisch werden ließen, lässt mich heute lockerer damit umgehen. Denn mittlerweile weiß ich, wie ich es handhabe, wenn ich die kleinen Biester auf den Köpfen meiner Kinder entdecke.

Kontrolle ist alles: Läuse entdecken

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Ich gebe zu, auf blonden Kinderköpfen sind sie leichter zu finden, denn die dunklen Läuse fallen dort schneller auf. Aber auch im dunklen Haar findet man sie. Wichtig ist, dass man diese Zettel im Kindergarten ernst nimmt und auch gründlich sucht. Ein schneller Blick auf den Scheitel reicht nicht, denn Läuse mögen kein Licht und verstecken sich gern.

Ich nehme mir Zeit, einen breitzackigen Kamm und einen Läusekamm. Gepaart mit viel Licht und einem Hörspiel kriegen wir das mittlerweile gut hin. Wichtig ist, viele Stellen des Kopfes wirklich Scheitel für Scheitel zu untersuchen, damit ein Befall auch tatsächlich entdeckt wird. Eine unentdeckte Laus kann viele Eier legen. Auch auf diese sollte man achten, vor allem am Haaransatz.

Entspannt bleiben: Läuse richtig behandeln

Ist eine Laus entdeckt, hilft Panik nicht weiter. Denn weg gehen die Biester davon nicht. Mittlerweile bin ich gut darin, mehrere Dinge gleichtzeitig laufen zu lassen und so binnen kurzer Zeit eine lausfreie Familie und Wohnung zu haben. Wie ich das mache? So:

  1. Als erstes behandle ich die Kinder. Mittlerweile habe ich einen gewissen Vorrat an Anti-Läusemitteln daheim, um auch am Abend einsatzbereit zu sein. Mein aktueller Favorit: Licener von Hennig Arzneimittel. In nur einem Schritt werden Eier und Läuse entfernt, sodass keine Folgebehandlung nötig ist. Das Mittel muss nur 10 Minuten einwirken und ist geruchsneutral. Das sind gerade bei kleinen Kindern wichtige Argumente. Ich lasse ungern etwas über Nacht auf ihren Köpfen einwirken. Da beginnt der folgende Tag schon mies.
  2. Während das Mittel einwirkt, dürfen die Mädels eine kurze Serie schauen. Connie zB. dauert nur 11 Minuten. So macht es das für alle entspannter und die Kinder verbinden mit dem Procedere nicht Schmerz (durchs Kämmen), Langeweile und Gestank.
  3. Das Läuseshampoo entfaltet seine Wirkung, die Kinder sind beschäftigt. Zeit für mich, die Betten abzuziehen. Theoretisch ist das nicht immer nötig, da Läuse nach wenigen Stunden ohne menschliches Blut nicht mehr bei Kräften sind. Da unsere Betten aber auch gleichzeitig Spielwiese und Co sind, habe ich selten eine Ahnung, wie lang die Betten wirklich ungenutzt waren. Also wasche ich sie ganz normal. Mittlerweile kriege ich in den wenigen Minuten der Einwirkzeit alles erledigt. Mit in die Maschine kommen auch gleich die aktuell getragenen Mützen und Halstücher.
  4. Auch Plüschtiere müssen, entgegen der Gerüchte, nicht gewaschen und entkeimt werden. Auch wenn es nicht unbedingt nötig ist, hat sich bei uns in der Familie ein kleines „Läuse-Säuberungs-Ritual“ etabliert: Die Lieblingstiere der Kinder werden dabei feierlich an den Nordpol geschickt. Der Nordpol ist unser Tiefkühlfach und dort verbringen die Kuscheltiere meist einige Stunden, bis sie am Gate wieder abgeholt werden dürfen. Das bereitet den Kindern große Freude und wir sagen den Läusen ganz offiziell Lebewohl.
  5. Nach der Einwirkzeit des Läusemittels stecke ich die Kinder gleich unter die Dusche. Das ist einfacher, als es ihnen kopfüber an der Badewanne auszuspülen. So kann ich es schnell und bequem ausspülen. Das ist bei Licener wirklich gut: Das Mittel hinterlässt keinen Fettfilm auf den Haaren, der jedem Shampoo trotzt.
  6. Sind die Kinder sauber und läusefrei, entferne ich die leblosen Läuse gerne noch mit einem Läusekamm. Auch wenn die Läuse und deren Eier nach einer Anwendung mit dem Licener Shampoo abgestorben sind, kann der Läusekamm hilfreich sein, um die Überreste der Parasiten vollständig aus den Haaren zu entfernen. Es ist nämlich nicht möglich, sie durch einfaches Waschen loszuwerden. Doch mit einem engzackigen Läusekamm geht das recht gut. Damit die Haare nicht zu verknotet sind und das Kämmen mit dem Läusekamm nicht wehtut, kämme ich die Mähne vorher mit einer normalen Bürste gut durch. So geht es mit dem Läusekamm wesentlich einfacher und ohne Schmerz.
  7. Beim Auskämmen der Läuse und Eier geht ihr am besten Strähne für Strähne vor. Da dieses Vorgehen je nach Länge und Dicke der Haare sehr langwierig sein kann, empfiehlt sich wieder ein Ablenkungsmanöver. Hier haben sich folgende Sachen bewährt:
    • Ein neues und/oder spannendes Hörspiel
    • Vorlesen lassen von anderen
    • Ein interaktives Buch
    • Eine dem Alter entsprechend passende App auf dem Smartphone
  8. Vorsichtshalber kontrollieren wir die Kinderköpfe auch nach erfolgreicher Behandlung. Denn eine erneute Ansteckung ist jederzeit wieder möglich, sodass sich ein wachsamer Blick für etwa 1-2 Tage nach der Behandlung lohnt.
  9. Läuse können, entgegen vieler Behauptungen, nicht springen, sondern nur krabbeln. Und das am liebsten direkt von Kopf zu Kopf. Gerne hangeln sie sich dabei an den Haaren ihrer Wirte entlang, weshalb ich den Mädels in läuseintensiven Zeiten oft einen Zopf mache. So hängen die Haare der Kinder beim Spielen weniger durcheinander und die Laus sucht sich vielleicht ein anderes Kind aus. Kann helfen, muss aber nicht.

Kann man Läuse vermeiden

Als meine Kinder erstmals Läsue heimbrachten, hörte ich von einigen Menschen im Umfeld, dass es untypisch sei: Wir sind ja gepflegte Leute und achten auf unsere Kinder und uns. Soviel kann ich sagen: Es hat nichts mit der eigenen (Körper-)Pflege zu tun, ob man Läuse hat oder nicht. Denn ich gestehe: Ich hatte sie auch schon, nicht nur im Kindesalter. Das bleibt in einer Familie nicht aus, denn Läuse reagieren nicht auf Schmutz oder fettige Haare, sondern sind allein auf Blut aus. Also lasst euch nicht verunsichern: Es hat nichts mit Hygiene, Pflege oder Fürsorge zu tun, wenn eure Kinder mal Läuse haben.

Ich kenne sie wirklich, Menschen, die noch nie Läuse hatten. Sogar in den Gruppen unserer Kinder gibt es Freunde, die noch nie deswegen behandelt werden mussten, andere dafür nahezu jede Woche. Auch meine Kinder gehören eher zur Fraktion: Eine Laus? Klar, nehme ich, immer! Meine komplett subjektive und unwissenschaftliche Meinung dazu: Es gibt Menschen, die schmecken Läusen besser als andere. Ähnlich wie bei Mücken. Kannste nicht ändern, aber behandeln.

Und genau das sollten wir uns immer wieder in Erinnerung rufen, denn verurteilen hilft da nicht. Ja, es ist nervig, wenn man seine Kinder gegen die Krabbeltiere behandeln muss. Ja, es gibt mitunter abfällige Blicke, wenn man darüber redet. Und ja, wenn die eigenen Kinder quasi jedesmal betroffen sind, zweifelt man an sich. Aber das ist nicht nötig. Ein entspannter Umgang sorgt auch für eine entspannte Reaktion unter den Kindern.

Was man allerdings noch machen kann, ist Läusen vorbeugen. Wenn in der Kita gerade die Läuse umgehen, kann das Abwehrspray AntiJump* helfen. Es verhindert, dass die Biester die Kids als Nahrungsquelle erkennen, die ihnen normalerweise „gut schmecken“ würden.

*Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

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