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Wohnmobil mit Kindern: Unsere Packliste für zwei Wochen Reisemobil

Als Familie reisen bedeutet wohl schon per Definition viel Gepäck. Egal ob ein, zwei oder mehr Kinder: Das Gepäck steigt pro Kind mal acht an…mindestens. Was wir für zwei Wochen Reisemobilurlaub mitgenommen haben, zeige ich euch hier, inklusiver gebündelter Checkliste am Ende des Beitrags.

Nun brauche ich keine Ratschläge verteilen, wie viele Kleidungsstücke pro Kind und Mitfahrer mitgenommen werden müssen. Das wissen Eltern wohl selbst am Besten – je nach Kleckerstatus ihrer Kinder. Ich muss zum Beispiel für die abenteuerlustige Zweijährige viel mitnehmen, da in der Regel kein Shirt zwei Sonnenaufgänge hintereinander erlebt. Die Vierjährige dagegen möchte immer die gleichen Shirts anziehen, die sie so liebt. 

Wohnmobilurlaub: Packen für jedes Wetter

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Ihr seht, was Kleidung angeht, sind alle grundverschieden. Dennoch empfiehlt sich, immer Regenkleidung dabei zu haben. Denn während man im Hotel dann einfach drin bleibt oder in den Pool flüchtet, so habt ihr im Wohnmobil keine Ausweichmöglichkeiten. Da kann es mit Kindern durchaus entspannen, in den Regen zu flüchten.

Ebenso bieten sich Badesachen an, auch wenn ihr im Zweifel kein Wetter zum Baden habt. Aber gerade in Urlaubsregionen gibt es viele Thermen und Schwimmbäder bzw. Wasserparks. Teilweise eigenen die sich schon mit kleinen Kindern. Sonnenschutz, Kopfbedeckungen und Co verstehen sich unter Eltern vermutlich von selbst.

Doch mein wohl bestes Gepäckstück im Wohnmobilurlaub mit Kindern: Waschmittel in der Tube. Egal, ob das Lieblingsshirt am nächsten Tag trotz Flecken wieder angezogen werden soll oder das kleine Kind alle 20 Shirts für 14 Tage Urlaub dekoriert hat: Ich saß öfter am Abend und habe Kleidung gereinigt. Auch, um die Schokoflecken nicht nach 14 Tage im Koffer nicht mehr weg zu bekommen und so meine hellen Hosen noch zu retten.

Unverzichtbar für unsere entspannte Reise im Reisemobil

Küchenzubehör und Co

Auch wenn im Urlaub alles anders ist, gewisse Gewohnheiten dürfen nicht verändert werden – für uns Eltern. So legen wir dennoch Wert auf guten Kaffee, aber unsere Siebträgermaschine wäre nicht kompatibel mit Platz, Lautstärke und eventuell mangelndem Strom gewesen. Also haben wir uns für einen Espressokocher und einen simplen Milchaufschäumer entschieden. Beides dauert zwar etwas länger, aber dennoch beginnt der Morgen mit Blick auf die Berge gleich noch schöner mit einem guten Kaffee in der Hand.

Wenn man viel unterwegs ist und sich vorwiegend selbstversorgt, sammeln sich viele Lebensmittel an. Deswegen ist es sinnvoll, bruchsichere Gefässe und Flaschen zur Aufbewahrung mitzunehmen. Lose Weintrauben oder eine offene Flasche Wein machen sich schlecht im Kühlschrank, wenn man mit dem Reisenmobil durch die Berge fährt und alles hin und her fliegen kann. Auch, wenn man dann auf Wanderschaft geht, ist es praktisch, vieles in Dosen zu verstauen, statt Tüten und Folien im Wald zu hinterlassen. 

Wenn ihr glaub, Kinder können daheim doch mit Geschirr umgehen, so ist es im Urlaub etwas anderes. Im Zweifel sind eure Schränke nicht so gut gefüllt, das nichts hin und her rutscht, es wird einmal kräftig gebremst und schon habt ihr kaputtes Geschirr. Wir haben uns für unsere Urlaube unterwegs simples Emaille-Geschirr angeschafft. Es verzeiht Bremsmanöve, ist einfach zu reinigen und auch für Kinder geeignet. Besteck haben wir einfach von zu Hause genommen.

Dinge, die gerne und schnell vergessen werden, aber nach einem langen Wandertag und Abend mit überdrehten Kindern nötig ist: Korkenzieher oder Flaschenöffner. In unserem ersten Campingurlaub saßen wir ohne Korkenzieher mitten im Wald, das darf nicht wieder passieren. Zu gern vergessenem Kleinkram zählen ebenso: Dosenöffner, Schere, scharfe Messer und Brettchen zum Schneiden.

Auch wenn wir keine Freunde großer Kochabende im Wohnmobil sind, so sind Töpfe oder Pfannen sinnvoll. Ein Frühstücksei, Nudeln zum Abend oder eine warme Suppe, wenn es draußen kalt ist: All das muss erwärmt werden. Wer keine Töpfe für einen Gasherd hat oder seine eigenen von daheim (aus Platzgründen) nicht mitnehmen kann, der leiht sich einfach welche. Unser Anbieter hatte Kochutensilien von movera dabei, das war sehr praktisch und sparte uns eine Menge Platz. 

Praktisch und für die Gemütlichkeit: Möbel und Co

Was gerade mit kleineren Kindern wichtig ist, aber oft vergessen wird: der Hochstuhl. Nun gibt es schon praktische Hochstühle für die Reise, aber wir waren pragmatisch: Das günstige Exemplar vom Möbelschweden musste reichen. Wir montierten die Beine ab und konnten ihn so relativ platzsparend verstauen. Das Beste, gerade im Sommer: Er ist schnell abgespült und wieder trocken. So lässt er sich wieder gut im Kofferraum verstauen. 

Aber auch die Größeren sollen gut sitzen, gerade am Abend nach einem langen und aufregendem Tag. Wir haben uns Stühle und einen größeren Tisch vom Vermieter des Reisemobils mitgeliehen, was wirklich praktisch ist. So sparten wir wieder einiges an Platz auf dem Weg in den Süden (den wir mit normalem Auto zurücklegten) und wir waren sicher, dass sie in den Kofferraum des Reisemobils passten. 

Gemütliche Stühle, auf denen man es lange aushält: bei diesem Ausblick unersetzlich.

Leider hat man nicht immer Glück und steht mit dem Reisemobil in der ersten Reihe und kann beim Essen einen einmaligen Ausblick haben. War das der Fall haben wir uns mit Picknickdecke an einen schönen Ort, wie See oder Bergwiese verzogen und dort gegessen. Also vergesst keine Decke, die auch bekleckert werden kann sowie einen Korb für den Transport von Essen und Geschirr.Für die allgemeine Gemütlichkeit am Abend und bei Kälte bietet sich eine Decke an. Wir haben dafür aber einfach zum Zudecken unsere Bettdecken genommen. Was aber wirklich unverzichtbar im Sommer ist: Mückenkerzen und eventuell Mückenabwehr für die Haut. 

Kleine Dinge für großen Komfort unterwegs: Praktisches, Kleines, oft Vergessenes

Von A nach B reisen, viel sehen und vor allem: Viel Seen. Wir waren nahezu jeden Tag baden und wenn wir einen Stellplatz mit Sanitäranlagen hatten, abends duschen. Das braucht einige Handtücher, wenn man sich am Abend nicht in ein nasses Handtuch voller Sand hüllen möchte. Da es im Wohnmobil nicht viel Platz zum Trocknen gibt, nehmt lieber zwei Handtücher mehr mit. So ist es für alle angenehmer. 

Und wo trockne ich die allgemein? Ihr seht, ihr müsst noch einiges mehr einpacken. Neben einer Wäscheleine und bei Bedarf einigen Wäscheklammern, empfiehlt sich eine Kabeltrommel (für die Stromanschlüsse auf Stellplätzen), Spanngurte (zur Gepäcksicherung oder um Türen zu sichern) und auch ein längerer Schlauch (zum Reinigen und für die Wasserversorgung).

 

Während drinnen gefegt wird, wird draußen getanzt.

Auch wenn ihr mit dem Wohnmobil viel unterwegs und sicherlich viel draußen seid: Der Dreck findet seinen Weg nach drinnen. Denkt unbedingt an einen Handfeger und ein Kehrblech. Im ersten Campingurlaub mussten wir zum Möbelschweden, um das zu besorgen. Ihr werdet häufiger hinter euren Kindern herfegen, denn die Sache mit dem „Schuhe ausziehen, wenn ihr reinkommt“, das lernen sie wohl erst mit zehn Jahren, oder? Und ein bisschen Sand ist auf die kleine Fläche des Reisemobils schon viel. 

Je nach Mietvertrag oder Vereinbarung müsst ihr euer Mobil sauber oder „nur“ Besenrein zurück geben. Doch auch zwischendrin empfiehlt es sich, zu reinigen, also denkt an Putz- und Reinigungsmittel. Ein kleiner Wohnraum, viele Menschen und unterschiedlichste Alter, sauber machen müsst ihr ab und zu. Es ist eben kein Hotel-All-Inclusive-Urlaub. Und wo wir schon dabei sind: Denkt an Einweghandschuhe, denn auch die Toilettenkassette muss von euch gereinigt werden und es ist wesentlich entspannter, wenn ihr Einweghandschuhe tragt – und sei es fürs Gefühl.

Je nach Reisegebiet ist es neben der üblichen Reiseapotheke für die ganze Familie sinnvoll, eine Zeckenzange dabei zu haben. In der Natur zu sein hat eben auch kleine Nachteile, wegen der aber kein Urlaub abgebrochen werden sollte. Dennoch solltet ihr euch über die Region, Zecken und möglichen Problemen informieren. 

Spielsachen und Beschäftigung für Kinder

Ihr merkt schon, ihr habt nicht viel PLatz und seid bei schlechtem Wetter in einem kleinen (zwar fahrbaren) Raum. Das bedarf besonderer Spielsachen bzw. Ideen für die Reise im Wohnmobil mit Kindern.

Zunächst: Ich rate von kleinteiligen Spielsachen ab, denn ein Teil wird zwischen die Matrazen rutschen und vergessen. Wir haben nun ein Puzzle mit zwei fehlenden Teilen und eine Puppe hat nun leider auch einen Strumpf weniger. Schade, aber kaum zu vermeiden. Also verzichtet lieber auf allzu viele Spielsachen aus Kleinteilen, das vermeidet auch den Aufwand fürs Aufräumen. 

Es ist nicht nur für die Reise allgemein sinnvoll, eine Taschenlampe dabei zu haben. Was aber auch das Miteinander mit Kindern entspannt ist, eine Lampe für alle Reisenden zu haben, zumindest für alle Kinder. So gibt es keinen Neid bei den Geschwistern und es können im Ernstfall alle leuchten und daraus auch ein spannendes Spiel machen.

Am Ende solltet ihr beim Packen – gerade von Spielsachen – bedenken, dass ihr wenig Stauraum habt. Es gibt zwar einige schmale Schränke oder Schübe, aber die gehen für Klamotten und Utensilien drauf. Am Ende haben wir für die Kinder einen Schrank für Spielsachen genutzt, aber auch der ist endlich. Direkt am Bett, so dass sie die große Liegefläche zum Spielen auch nutzen können. Doch was eignet sich am Besten? Wir hatten vor allem Tiptoi nebst vielen passenden Büchern, Hörspiele mit Kinderkopfhörern und normale Bücher dabei. Zudem hatte jedes Kind einige Autos (ja, die Mädchen lieben Autos), sowie ihre Puppe samt Tragtuch dabei. Für theoretische Abende zusammen hatten wir noch ein Memory und Spiel dabei, haben es aber am Ende nicht genutzt, da wir nur und lange draußen waren. 

Was fehlt noch auf der Liste und sollte unbedingt im Wohnmobilurlaub mit Kindern an Board sein?

Die Checkliste im Überblick

Unsere Packliste für den Wohnmobilurlaub mit Kindern
Kleidung
– wetterfeste Kleidung 
– Badesachen
– UV-Kleidung / Sonnenschutz
– Waschmittel aus der Tube mit Reinigungsbürste
Küche
Espressokocher und Milchaufschäumer
– diverse Vorratsdosen und Flaschen
– Töpfe und Pfannen für den Gasherd (eventuell leihen)
bruchsicheres Geschirr
– Besteck
– scharfe Messer und Schneidbrettchen
– Korkenzieher und Flaschenöffner
– Müllbeutel
Möbel
– eventuell Kinderhochstuhl
– komfortable Klappstühle (eventuell leihen)
– ausreichend großer Tisch für alle 
– Decke bzw. Picknickdecke
– Korb für eventuelles Picknick oder den Abwasch am Campingplatz
– Mückenkerzen bzw. Kerzen allgemein für den Abend
Wohnmobil-Zubehör und Reinigung
– ausreichend Handtücher
– Wäscheleine und Wäscheklammern
– Spanngurte
– Schlauch (auf Rolle)
– Kabeltrommel mit Wohnmobiladapter
– ein kleiner Klapphocker/Stufe, sofern am Mobil keine Stufe an der Tür ist
– Adapter für den Zigarettenanzünder bei fehlender Boardspannung
Handyhalterung für Lüftungsschlitze bei mangelndem Navi
– Handfeger und Kehrblech
– Einweghandschuhe
– Küchenrolle
– Zeckenzange
Spielsachen
– keine kleinteiligen Dinge wie Puzzle und Co
Tiptoi (mit Kopfhörern) und passende Bücher
Lieblingsbücher
– Hörspiele (mit Kopfhörern
– Lieblingspuppen und Autos für Rollenspiele
Memory 
– Spiel für alle in der Familie (Uno junior o.ä.)

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2 Comments

  • Reply
    Josi
    26. September 2018 at 12:36

    Liebe Bella,
    danke für deine pragmatische und sehr schmale Packliste! Bitte bitte immer auf das zulässige Gesamtgewicht achten und nicht überladen! (zum einen ist es Fahren ohne Führerschein, ist das Wohnmobil zu schwer, aber was ja noch viel viel schlimmer ist, dass sich das aufs Bremsverhalten auswirkt und das will man ja mit zwei Kindern nun wirklich nicht haben!?) So ein Kindersitz wiegt echt einiges.. Im Zweifel einfach alle einladen und zur Deponie/ zum Schrottplatz fahren und mal auf die LKW Waage stellen – fanden unsere Zwerge mega spannend. Bei uns blieben dann noch 70 Kilo zu den erlaubten 3,5 Tonnen für Essen, Kleidung, Spielzeug und alles was da sonst noch so auf deiner Liste steht..
    Ich will gar nicht den moralischen Zeigefinger schwenken, aber beim Kindersitz achten wir ja auch immer auf den bestmöglichen Sicherheitsstandart. Hilft nur nicht viel, wenn die Bremsen das Fahrzeug nicht halten können :(

    Liebe Grüße Josi

    • Reply
      familieberlin
      28. September 2018 at 13:52

      Liebe Josi, danke für deinen Input. Das stimmt, das Gewicht ist nicht zu verachten! Wir hatten bisher keine Probleme, aber weil wir relativ wenig mitnehmen. Für Unsichere ist es allerdings wichtig, auch darauf zu achten. Das mit dem Schrottplatz wusste ich bisher gar nicht. DANKE

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