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Reichen 100 Prozent Mama nicht? Wenn Babys sich in den Schlaf brüllen

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Es ist 19 Uhr und mir graut vor dieser Zeit. Jeden Tag. Jeden Abend möchte ich die kommende Stunde am liebsten streichen, abgeben oder überspringen. Denn dann bringe ich dich ins Bett. Jedes Mal, wenn wir uns beide ins Schlafzimmer begeben, und es ist egal, an welchem Ort der Welt, freust du dich. Du gluckst mich an, hälst mich fest und jeden Abend, wirklich jeden denke ich: heut‘ ist es anders. Heut schlummerst du sacht beim Stillen ein und wir kuscheln uns in deinen tiefen Schlaf. Doch zu 90 Prozent der Abende irre ich mich.

Ich irre mich, wenn ich dachte, dass du friedlich einschläfst. Ich irre mich, wenn ich vermute, dass du Nähe brauchst. Ich irre mich, wenn ich dir Freiraum lasse und ich irre mich in allem, was ich tue. Denn egal, was ich mache, es reicht dir nicht.

Reicht es nicht, was ich tue?

Ich habe nur zwei Arme, doch du möchtest drei oder gar vier, die dich halten. Sie sollen dich umarmen, dir Enge geben, aber doch genug Raum lassen. Du möchtest dich gern spüren und auch mich. Aber eigentlich magst du Enge nicht. Doch ohne würdest du brüllen…ohne Ende. Und so stehe ich jeden Abend, außer an den zehn Prozent der anderen, und wiege dich. Nicht zu schnell und nicht zu langsam. Leicht nach links und rechts und jedes zweite mal gleichzeitig von oben nach unten. Dabei atme ich ruhig, doch das eher, um mich selbst zu beruhigen. Denn wenn auch ich am Ende bin, dann findest du es nie. Ich summe leise vor mich hin, auch wenn du es vor Brüllen noch nicht hörst. Einen Singsang, den ich in den letzten vier Monaten gefunden habe. Es ist unsere Melodie – vier aufsteigende Töne und zwei gleichbleibende. Immer wieder. Doch das ist nicht alles. In all diesen Rhythmen und Regeln halte ich dich fest. Ich halte deine Arme, ich halte deine Beine. Ich versuche, deinen Kopf zu stützen, dass du ihn nicht nach hinten überstreckst. Du versuchst dich zu winden, oder doch nicht? Denn oft merkst du von einer Sekunde auf die andere, dass es das jetzt ist, dein Einschlafritual, egal wie lang wir es schon machen. Das es das ist, was du brauchst, um zur Ruhe zur kommen. Von einer Sekunde zur nächsten findest du den erlösenden Schlaf.

Du hast meine Arme um dich geschlungen und spürst meinen Atem, meine Stimme, mein Herz. Schlägt dir mein Herz zu schnell? Ich weiß es nicht, denn das kann ich nicht kontrollieren. Ich merke, dass es mir weh tut, an diesen 90 Prozent der Abende. Denn jedes Mal frage ich mich, was denn falsch läuft? Was bringt dich auf? Was sorgt an den anderen wenigen Abenden dafür, dass du friedlich einschläfst und nur deine kleinen Finger meine Hand fest umklammert halten. Ist es ein Licht, ein Luftzug oder ein Geräusch? Ist es der Tag, der dich beschäftigt? Doch auch an leisen Tagen mit festen Rhythmen und ohne große Aufregungen kämpfst du am Abend mit mir, als würde ich an dein Leben wollen. Dabei bist du doch ein Teil des meinen! Ich halte dich, trage dich und tröste dich, solange ich kann, solange du willst. Egal, ob meine Arme langsam schwer werden, denn elf Kilo Baby sind nicht einfach zu wiegen, zu kuscheln und gleichzeitig zu halten…nicht zu fest und nicht zu weit.

Kampf in den Schlaf

Der Kampf, den wir beide perfektioniert haben, dass es einfacher wird – für dich. Den niemand anders so kämpfen kann, ohne dass es ewig dauert. Den wir beide für uns gefunden haben. Doch jeden Abend, wenn ich hoffe, dass der Schlaf diesen Kampf gewinnt und dein kleiner Körper langsam weich und schwer wird, frage ich mich: Was mache ich falsch, dass ich dir nicht reiche? Wie lang wird es so gehen? Denn auch mittags kämpfen wir, ja fast immer, wenn ich dich in ein Bett legen will. Es ist, als könntest du nicht loslassen. Mich, den Tag und all das, was an ihm geschehen ist. Auch, wenn ich bei dir liege. Du willst nichts verpassen und glaubst uns nicht, dass wir auch schlafen wenn es dunkel ist. Doch mein Schatz, das tun wir. Du hörst meinen Atem neben dir, wenn ich mich abends zu dir lege. Und du hörst mein erleichtertes Aufatmen, wenn ich zur Ruhe komme. Denn dann wirst du wach, drehst dich zu mir und kuschelst dich ein. In diesen Momenten habe ich unsere Kämpfe vergessen. Unser Atem wird ruhiger und gleicht sich an.

Kennt ihr diese Kämpfe?

Liebe Grüße
eure Bella

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26 Comments

  • Reply
    Nadja
    5. Januar 2017 at 12:06

    Oh, ich kenne es noch zu gut. 3 Jahre ist meine Tochter jetzt. Wir hatten auch ewig, die von dir beschriebene Situation. Sie kam nur mit Körperkontakt zur Ruhe. Abends bin ich mit ihr ums Bett getanzt und gehüpft. Es war so anstrengend, aber nur so ließ Sie sich beruhigen. Es wurde besser als ich diese Situation einfach akzeptiert habe. Ich habe meine Tochter im ersten Jahr fast nur getragen, Nachts hat Sie teilweise auf mir geschlafen. Von einem Tag auf den anderen hat es sich geändert. Ich hab gedacht das Sie nie alleine schlafen wird. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass es für dich mit zwei Kindern um einiges anstrengender und noch Kräftezehrender ist.
    Ganz liebe Grüße

    • Reply
      familieberlin
      5. Januar 2017 at 13:20

      Liebe Nadja, danke, das beruhigt mich so sehr…also dass es irgendwann anders wird. Aktuell glaube noch nicht dran…aber wie du meinst: annehmen macht es um so vieles einfacher. <3 Liebe Grüße

  • Reply
    Kerstin
    5. Januar 2017 at 13:39

    Ach… das ist so unglaublich anstrengend und zermürbend. Du hast keine Schuld.

    Krümel ist mein Drittes und ich habe es bis heute nicht raus. Der Erstgeborene schlief immer einfach so ein, wenn ich ihn ablegte. Er musste nichtmal beim Stillen einschlummern. Dafür schlief er im Gegenzug sehr unruhig.

    Mit seiner Zwillingsschwester habe ich immer wieder monatelang darum gerungen, dass sie in den Schlaf findet. Stell dir das eine Baby im Bettchen vor, während ich mit dem anderen (brüllenden) durch das dunkle Kinderzimmer schuckele. Er schlief nach wenigen Minuten, sie brauchte gerne 90 Minuten. Irgendwann war es anders… wann auch immer.

    Krümelchen findet bis heute kaum in den Schlaf. Was habe ich alles versucht, ich weiß nicht, was ihm dabei helfen würde. Definitiv will er nicht auf dem Arm sein! Außer aufrecht und/oder im Tuch. Singen ist doof. Summen auch. Schnuller sind absurd. Kuscheltücher blöd. Alles doof… aber irgendwann haben wir das auch raus, der Krümel und ich. Irgendwann.

    Du gibst dein Bestes und machst das wunderbar. Es ist wie es ist. Lass dich nicht zermürben.

    Liebe Grüße
    Kerstin

  • Reply
    Sandra
    5. Januar 2017 at 14:01

    Geht uns genauso, auch wenn es nicht schön ist , trorzdem immer wieder erleichternd zu hören/zu lesen dass es anderen auch so geht. unsere Lösung und Rettung ist das Tragetuch. Mittagsschlaf ausschließlich im Tragetuch, sonst wie von dir beschrieben viel Protest und wenn sie in den Schlaf gefunden hat, wacht sie nach exakt 30 Minuten wieder auf. Im Tuch können wir sie in diesem Moment abfangen und sie schläft weiter. Am Abend haben wir sie 4 Monate jeweils eine Stunde am Stück getragen. Erst dann konnten wir sie ablegen als sie im Tiefschlaf war. Seit wenigen Wochen schläft sie abends in ihrer Federwiege ein oder beim Trinken. Mittags nach wie vor das Tuch. Trotzdem für uns ein großer Fortschritt und auch unsere kleine Maus ist entspannter. Vielleicht probiert ihr es auch mal mit dem Tragen?!?
    Liebe Grüße 🙂

  • Reply
    BerlinBabyMom
    5. Januar 2017 at 14:11

    Gerade habe ich meinem Freund eine SMS geschrieben: „Schlaf scheint ihr schlimmster Feind zu sein. Sie muss mit allen Mitteln gegen ihn ankämpfen, auch wenn es ihr schon sichtlich wehtut.“ Dann hab ich deinen Eintrag gelesen; hat so perfekt gepasst, dass ich lachen könnte, wenn ich nicht gerade so erschöpft wäre 😉 Bei uns sind die nächtlichen und täglichen Schlafenszeiten sehr sehr ähnlich. Sie waren immer schon hart, seit ihrer Geburt vor 8 Monaten. Gerade scheinen wir wieder in einer besonders zermürbenden Phase zu stecken und wie fast immer drehen sich meine Gedanken in Endlosschleife, um die scheinbar unlösbare Aufgabe zu meistern, diesem Mädchen zu dem Schlaf zu verhelfen, den sie so sehr braucht. Keine Ratgeber oder Tipps von Familie, Bekannten oder Ärzten passen da auch nur ansatzweise zu unserer Situation.
    Was mir aber ein wenig hift: 1. Es wird besser! Auch wenn es immer wieder Rückschritte gibt; ich merke, dass es ganz ganz langsam besser wird. 2. Und vielleicht hilft dir das auch: Nicht du bist in dieser Situation der Feind, sondern der Schlaf an sich. Ihr seif ein gutes Team, ihr Beide kämpft und leidet zusammen 🙂

  • Reply
    Sab Si
    5. Januar 2017 at 14:41

    Meine 2. Tochter Y (09/16) muss auch jeden Abend schlimm weinen bis sie einschläft. Bei der Großen J (12/11) war es genauso, fand nicht in den Schlaf, aber sie hat wenigestens nicht geweint dabei. Aktuell schläft Y nur im Tragetuch und das nur wenn ich Kilometer für Kilometer durch unser Dorf laufe.
    Sehr kräftezehrend ist das. Mein Kommentar hilft Ihnen jetzt auch nicht weiter, aber hey Sie sind nicht alleine.
    Alles Gute!

  • Reply
    mamamaestro
    5. Januar 2017 at 15:27

    Oh ja…das gleiche ist bei uns auch…beim 3jährigen war das schon so…ich glaube die ersten sechs monate waren die schlimmsten und lautesten einschlaf momente….dann wurde es besser…mit der 5monate alten tochter ist es an meisten abenden auch sehr laut..aber nicht so extrem wie beim ersten…..man kann es leider nicht beeinflussen….am besten es so annehmen wie es ist und das beste daraus machen/akzeptieren…..lg

  • Reply
    Katharina
    5. Januar 2017 at 15:33

    Liebe Bella,
    Auch ich kenne das gut. Wieviele Kilometer bin ich über Monate mit meiner brüllenden Tochter auf dem Arm singend und summendes auf und ab marschiert? Immer um 19 Uhr ging es los und ging bis zu drei Stunden. Ich fand damals die Theorie von der Schreistunde, dass sich die über den Tag angestauten Emotionen bahnbrechen, sinnvoll. Vielleicht hat es gar nicht so viel mit dem Einschlafen an sich zu tun?
    Halte durch, du machst das fantastisch und irgendwann wird es einfach gut sein.

  • Reply
    Anna
    5. Januar 2017 at 15:57

    Liebe Bella,
    Auch meine Tochter (so alt wie MiniBerlin) konnte nur so einschlafen. Abend für Abend habe ich das weinende Kind in den Schlaf gewogen. Oft wurde sie beim ablegen wieder wach und es fing nochmal von vorne an. Mit der Zeit habe ich versucht nicht mehr stehend zu wiegen, sondern auf dem Bett sitzend. Irgendwann habe ich sie nur noch im Arm gehandelt nicht mehr geschaukelt. Und wieder später ist sie gerne auf mir – Bauch an Bauch – einschlafen. Sie ist noch heute sehr nähebedürftig und schläft am liebsten neben mir liegend ein. Auch wenn du das gerade nicht vorstellen kannst, wird es sicher schon bald besser. In vielen kleinen Schritten! Am schwierigsten war es bei uns zwischen dem vierten und achten Monat; ich drücke die Daumen, dass es bei euch ähnlich läuft!
    Liebe Grüße,
    Anna

  • Reply
    jutimafamily
    5. Januar 2017 at 17:14

    Ich hatte diese Abende (und Nächte und auch Tage) schon teilweise verdrängt. Aber wenn ich deine Zeilen lese kommt es wieder hervor, dieses Gefühl von Hilflosigkeit, Traurigkeit und ja, sogar Wut. Ohne meinen Mann hätte ich es nicht durchgestanden. Wenn ich nicht mehr konnte, übernahm er und umgekehrt. Ich verstand plötzlich Leute, die ihr Baby schütteln aus Verzweiflung und weil ihnen Beistand fehlt. Wenn nichts hilft und manche Ratschläge noch mehr weh tun.
    Aber: Du schaffst das. Wenn nötig, schrei mit, wein mit, halte durch, nimm Ohropax. Und fühl dich verstanden.

  • Reply
    Lara
    5. Januar 2017 at 19:19

    Ich glaube nicht, dass du deiner Tochter nicht reichst, sondern das Gegenteil. Es ist vielleicht ihre Art vom Tag runterzukommen und genau bei dir fühlt sie sich sicher alles rauslassen zu können. Vielleicht hilft es dir die Situation so zu sehen. Du bist sozusagen der Fels in ihrer müden, aufgeregten Brandung, um es etwas „poetisch“ zu sagen.
    Einfach ist es trotz nicht. In ähnlichen Situationen hilft mir gerade, wie dir eine Melodie, ein Lied in Endlosschleife, das gibt mir irgendwie halt und ich habe das Gefühl ich kann wenigstens irgendwas tun.

  • Reply
    Gwen
    5. Januar 2017 at 20:56

    Schönen guten Abend,

    Ein sehr emotionaler Text. Deine Art zu schreiben finde ich ganz wunderbar.
    Es trifft einen ins Herz.
    Bei uns wurde es besser, zur Not kam mein kleiner Sohn immer in die Trage. Ist natürlich für abends eher unpraktisch, aber da hat man wenigstens gespürt, dass man eben doch „reicht“.
    Alles gute für Euch.

    Liebe Grüße von der sonst stillen Leserin, Gwen.

  • Reply
    Ziv
    5. Januar 2017 at 21:16

    Das war hier die ersten 6-7 Monate auch oft ein Kampf. Ich brauchte oft die Hilfe der Dunstabzugshaube. Dann war es viele Wochen schön, einschlafen beim stillen ganz friedlich und ich konnte etwas kraft auftanken. Leider ist es seit 4 Wochen wieder vorbei und wir kämpfen erneut, jetzt auch oft nachts zum weiter schlafen.

  • Reply
    Fio
    5. Januar 2017 at 22:06

    Auch von mir bekommst du ein: du bist nicht allein! Wir haben das auch durch. Drei Stunden abends, manchmal länger. Manchmal auch tagsüber. Ich hab so oft mitgeweint. Was ich dir sagen möchte: es ist kein Kampf gegen dich! Sieh es nicht als Kampf gegeneinander. Das wollen Kinder in keinen alter. Dein Kind möchte immer mit dir gemeinsam sein, dir nah sein, physisch und emotional. Es will nichts gegen dich. Es ist schon ein Charakter, hat ein eigene Geschichte. Alles nur auf dich zu beziehen würde ihm/ihr nicht gerecht. Gib dem Kind weiterhin alle liebe, alle Geduld, alle nähe, alles verständnis. Das ist das beste (wenn körperliches ausgeschlossen wurde), was du tun kannst. Bei uns hörte es irgendwann innerhalb von etwa 1 Woche auf. Von mehreren Stunden schreien auf nahezu null. Schlaf fällt ihr auch mit 2 Jahren noch schwer. Sie ist sehr sensibel und sehr empathisch.

    • Reply
      Fio
      5. Januar 2017 at 22:09

      Achso, und wir haben dabei ohropax getragen. Nicht, damit wir sie nicht mehr hören, sondern weil die Frequenz und Lautstärke extrem belastend war, wir aber dennoch ganz für sie da sein wollten.

  • Reply
    Bianca
    6. Januar 2017 at 12:11

    Hallo,

    Erstmal wünsche ich euch noch ein gesundes neues Jahr.

    Wir hatten das erste Vierteljahr die gleichen abendlichen Herausforderungen wie ihr. Es war einfach nur schrecklich für mich. Aber dann hat es sich gegeben. Nun ist meine Tochter fast 15 Monate alt und wir kuscheln jeden Abend. Halte durch, es wird besser. 🙂

  • Reply
    Bettina
    6. Januar 2017 at 14:05

    Da kommen Erinnerungen hoch… jeden Abend hat sich unsere Tochter in den Schlaf gebrüllt, bei uns auf dem Arm, während wir Pfade ins Parkett liefen… Ich glaube, man kann den Kleinen nicht wirklich helfen in ihrer Not – das Elend muss raus, man kann einfach nur dabei sein, sie halten und begleiten. Auch wenn es unendlich schwer auszuhalten ist. Und irgendwann hört das Geschrei auf! Auch heute jedoch, mit fast 2 Jahren, tut sich unsere Tochter äusserst schwer mit dem Einschlafen, das ist wohl einfach ihr Naturell. Aber es wird besser!!! Uns hat übrigens eine Federwiege sehr geholfen – Tragen war ihr sehr bald schon zu nah…

  • Reply
    doppelkinder
    6. Januar 2017 at 14:58

    Ooooh, hier hat wochen- und monatelang niemand ohne eine Performance aus Stillen, Schuckeln, auf dem Ball hüpfen und Verzweiflung geschlafen. Das war oft zermürbend. Als sie etwa acht Monate alt waren, habe ich angefangen, die cloudB-Schildkröte anzuschmeißen, die Sterne an die Decke projiziert, und sie nach dem Stillen/Fläschchen neben mich gelegt und sie mit Bauch streicheln und Hand halten beruhigt. Es hat zwei Abende mit Protest gegeben, dann ging es. Zumindest, wenn sie gesund waren. Ach so, mein erster Schritt war, mich mit dem jeweiligen Kind nicht mehr auf Wanderschaft zu begeben, sondern mich hinzusetzen und es so zu wiegen. Seit vielen Monaten schlafen sie jetzt schon binnen wenigen Minuten ein. Allerdings liege ich dabei daneben und summe und halte Händchen. Ich habe aber auch nicht den Anspruch, dass sie mir 16 Monaten alleine einschlafen müssen. Kuss!

  • Reply
    Miss von uns zu C!
    6. Januar 2017 at 17:27

    Liebe Bella, wie ist es wenn Herr Berlin die Einschlafzeremonie übernimmt? Klappt es bei ihm besser?Bei meinen Dreien waren andere gewohnte Personen sehr hilfreich, wenn die mal die Kids zu Bett brachten (Papa, Oma, beste Freundin, Babysitterin). In der Zeit gehst du eine Runde um den Block und lässt den Kopf frei pusten. Spätestens mit Eintritt in die gymnasiale Oberstufe haben Sie kein Bock mehr auf Mamas. Also es geht vorbei. Nur Mut!

  • Reply
    Rebecca
    6. Januar 2017 at 20:06

    Wir haben diese kämpfe heute noch. Mitten in der Nacht. Jede Nacht. Das bringt mich oft an meine Grenzen. Als würde ich als Mama Versagen, weil ich mein Kind nicht beschützen kann vor dem Monster unter dem Bett. Das jede Nacht kommt und mein Baby zum Weinen bringt. Grundlos.
    Bis heute (bald ist Robin 2) wird es nicht besser. Das einzige was uns hilft ist Nähe 🙂 das hilft so viel. Aber schreien lassen käme nie in Frage.

    Ein toller Text von dir! Liebe Grüße Rebecca

  • Reply
    Tanja
    6. Januar 2017 at 20:14

    Liebe Bella, oja, das kenne ich. Hier schon das zweite Exemplar, das weint, wenn es müde wird, wenn es aufwacht, aber noch müde ist und weiterschlafen will, oder auch oft nach dem Aufwachen. Nachts im Moment jede Stunde. Wir sind nicht dafür verantwortlich. Die Kinder sind dennoch eigenständige Persönlichkeiten von Anfang an. Wir können nicht alles Schlechte oder Schmerz von ihnen fern halten. Wir können nur da sein und halten. Das ist genug. Es wird besser, aber es bleibt schwer und anstrengend. Verlier dich nicht! Der Weg zurück zu dir ist weit! Viel Kraft! Tanja

  • Reply
    Hanna
    7. Januar 2017 at 20:39

    Wir hatten das mit Noah auch. Also so kleine Kämpfe. Bei ihm war es aber mehr das Problem, dass er den „Absprung“ nicht geschafft hat und irgendwie Angst hatte irgendetwas zu verpassen. Deshalb müsste man ihm auch ein spucktuch über die Augen legen, damit er sie zu macht und vor allem auch zu lässt.
    Das haben wir auch heute noch. Wenn wir lange unterwegs sind, haben wir noch einen Kinderwagen dabei. Und wenn er müde ist, kann er nur dann einschlafen, wenn man eine Decke über ihn hängt und seine „Auszeit“ gibt. Sonst wird das ein wirklicher Kampf.

  • Reply
    Mani
    8. Januar 2017 at 12:53

    Liebe Bella,
    ich kenne es auch. Aber beruhige dich: es wird besser! Nur weiß niemand, wann.
    Ich habe mal gelesen, dass einige Kinder Angst vor dem Übergang haben. Sie haben Angst, einzuschlafen. Du machst aber alles richtig, indem du für sie da bist, sie hältst und wiegst und summst.
    Ich kann mir aber auch vorstellen, dass du dir doch irgendwie unbewusst Druck machst. Denn da ist ja auch noch Miniberlin. Ihr möchtest du auch gerecht werden und sicherlich auch abends Exklusivzeit mit ihr verbringen. Der Papa kann dich nämlich nicht ersetzen. Egal wie gut er es macht.
    Ich denke, ihr werdet schon eine Lösung finden. Vielleicht kann der Papa das Baby halten und wiegen, wenn es sich sattgestillt hat.
    So haben wir es manchmal gemacht, wenn ich nicht mehr konnte, unsere Kleene aber nicht mehr stillen wollte. Das hat dann teilweise sogar besser geklappt, weil der Papa nicht so aufgewühlt war. Denn meistens war es am schlimmsten, wenn ich abends noch Dinge erledigen wollte.
    Alles Liebe für euch!
    Mani

  • Reply
    Lena
    12. Januar 2017 at 21:41

    Und bei uns ist es – ganz anders… unser kleiner (so alt wie deine kleine) schläft so easy ein, manchmal aus versehen, einfach so. Aber – mir wird jetzt mit ihm bewusst, wie „schwierig“ im Vergleich das Einschlafen von unserer großen war (so alt wie Deine Große). Ich glaube vor allem nicht mehr daran dass es an irgendetwas falsch anerzogenem liegt oder die Eltern zu unentspannt sind – die Kinder sind einfach unterschiedlich, von Geburt an! Ich habe den kleinen jetzt 6 Monate jeden Abend in den Schlaf gestillt – soll man ja nicht weil ganz schlecht, kriegt man nicht wieder abgewöhnt usw. – vor ein paar Tagen hat mein Mann ihn ins Bett gebracht mit der Flasche – und er hat nicht einmal einen Mucks gemacht!
    Mit der großen haben wir abends manchmal auf dem Sitzball gehopst. Nicht sanft geschaukelt sondern im Arm gehalten und doll gehopst – das hat sie dann beruhigt.
    Aber Du weißt bestimmt im Rückblick von Deiner Großen – wenn man drinsteckt ist es in dem Moment ganz schlimm aber irgendwann hört es auf (und dann kommen andere Dinge von denen man gar keine Ahnung hatte dass es viel schwieriger ist;-) und in Erinnerung bleiben meist nur die schönen Dinge! Viele Grüße… und halte durch.

  • Reply
    Sonja
    13. Januar 2017 at 22:43

    Hallo,
    das ist mühsam und würde ich sicher nicht so aushalten (wollen). Nein, das war bei uns nicht so und auch bei anderen Kleinkindern in der Familie nicht. Wir haben nie Einschlafbegleitung gemacht in dem Sinne, mit ins Bett zu gehen. Als Babys wurden die Kinder -eingeschlafen beim Stillen oder Flaschegeben- schlafend in ihr Bett gelegt. Auch nach der nächtlichen Versorgung schliefen sie wieder dort. Sie waren es von Anfang an nicht anders gewöhnt, incl. der 3-4 Stündlichen Stillen bzw. anfangs Flaschengabe bei Sectio. Eine Trage hatten wir nicht nutzen können, sie waren im Kiwa zufrieden und tagsüber waren sie halt dort, wo man war, sie waren immer dabei. Da es Zwillinge sind, wäre es eh nicht möglich gewesen, die Kinder beide zu tragen bzw. beide beim Einschlafen zu begleiten, da musste man irgendwie durch den Alltag kommen, wenn man mehrheitlich allein die Kinder hat. Die Kinder schliefen immer in ihren Betten ein, das eine Kind konnte mit 11 Monaten ausquartiert werden, weil es von ca. 19.30 Uhr bis 5 Uhr durchschlief, das andere war noch 5 Monate im Elternschlafzimmer, wachte noch etwas länger nachts 1 Mal auf und bekam die Flasche, schlief dann gleich weiter. Dann zog es auch ins Kinderzimmer. Ich habe aber oft bei ihnen im Zimmer mit geschlafen, um rasch, wenn sie nachts wach wurden, reagieren zu können. Aber ins Bett gleich mitgegangen, wäre ich nie. Ich war nachts auch berufsbedingt gar nicht immer da.
    Heutzutage kommen sie nachts, so sie wach werden, zu mir ins Bett, was kein Problem ist.
    Doch, ich denke schon, es hat was damit zu tun, was sie gewöhnt sind. Wenn man etwas einführt, muss man sich wohl auch im Klaren sein, es kann lange anhalten… . Ist für mich auch nachvollziehbar, wir gewöhnen und ja auch an bestimmte Abläufe.
    Viel Kraft oder vielleicht auch Mut zu Veränderung, wenn das „Leiden“ zu groß wird.

  • Reply
    MaEla
    30. Januar 2017 at 16:22

    ich kenne das nicht so extrem wie du, aber auch meine kleine hat mühe loszulassen und einzuschlafen. mit ca 4 monaten wars am schlimmsten. jetzt mit 8 monaten haben wir auch mal gute tage.
    sie schläft nur gestillt ein, oft nur in der trage. tagsüber schläft sie zu 95% nur auf mir oder in der trage weiter. dafür nach jedem stillen (ca alle 3h) für 30-60min. nachmittagsschlaf gibts so nicht. hinlegen geht eigentlich nur abends, irgendwann zwischen 20 und 23 uhr und wenn ich daneben liege.
    naja, zu viel komm ich nicht, aber sie verzeit mir auch mal tage mit weniger schlaf =)
    ich hoffe ihr findet den dreh!

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