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Ausflugstipps: Dresden mit Kleinkind

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Bereits in meinem Wochenende in Bildern habe ich euch zu unserem kleinen Dresdenausflug mitgenommen. Wir waren über Ostern in der schönen Stadt, da wir kurzfristig doch weg wollten, aber ich aktuell nicht ewig fahren kann und möchte. Die Entfernung von knapp 2,5 Stunden von Berlin ist also perfekt. Doch was macht man in Dresden mit Kleinkind dabei?

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Vorweg: nicht so viel. Das hat aber nichts mit dem mangelnden Angebot zu tun, sondern mit unserer Einstellung zum Reisen mit Kind. Wir machen lieber weniger und das intensiv und ausführlich. Auch als wir mit miniberlin an der Nordsee oder in Italien waren, reisten wir unter dem Motto: weniger ist mehr. Denn sobald wir die Tage zu voll packen und alles am besten sofort sehen wollen, bekommen wir die Nächte darauf die Quittung. miniberlin ist einfach überfordert von den vielen Ortswechseln und unzähligen Eindrücken. Das mag sich mit wachsendem Alter sicherlich reduziert haben, aber wir haben gemerkt, dass es uns gut tut. Und mit aktuell schon riesiger Babykugel hatte ich nichts gegen einen Dresdenausflug in Zeitlupe.

Station 1: Deutsches Hygienemuseum Dresden

Am ersten Tag hatten wir leider extremes Pech mit dem Wetter. Theoretisch sind wir gern und viel draußen und erkunden alles zu Fuß. Doch bei ständigem Regen hilft auch das beste Schuhwerk nichts, es macht einfach keinen Spaß. Das Hygienemuseum bietet sich gerade mit Kleinkind sehr an, da dort ebenso ein Kindermuseum ist. Offiziell ist es ab 4 Jahren, doch miniberlin mit ihren 2 Jahren hatte Spaß. Nur eben anders. Während das Kindermuseum eigentlich „Alle 5 Sinne“ als Thema hat und den Kleinen spielerisch diese vermitteln möchte, hat miniberlin es als riesigen Spiel- und Staunplatz entdeckt.

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Das Spiegelkabinett war ein riesiges Wunderwerk, so oft hat sie sich noch nicht auf einmal gesehen. Die unzähligen Höhlen und Röhren mit integrierten Klängen und Hörspielen wurden zum klettern und verstecken genutzt und das riesige Klavier diente zum Hüpfen und Tanzen. Und genau das ist es, was Kindermuseen ausmacht: die Kinder bekommen den Raum, alles so zu nutzen, wie sie es meinen. Sie können die Exponate ganz anders verstehen und interpretieren, ohne das es gleich falsch ist.

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Im Hygienemuseum ist es da schon anders. Die Exponate dienen einem klaren Zweck und haben oft nur eine Funktionsweise. Das ist spannend- für ältere Kinder. miniberlin war für die Inhalte eindeutig zu klein, aber trotzdem hat sie es sich spannend gemacht. Eine tolle Eigenschaft von Kindern! So ist sie in jedem Ausstellungsraum an die Computer gestürmt mit dem Satz „miniberlin arbeiten!“. Doch sobald sie Inhalte meinte zu kennen, war sie dabei. So hat sie in der Ausstellung zu Lebensmitteln und Ernährung viele Dinge wiedererkannt und konnte diese mit Hilfe auf zuordnen, wenn es um die „Herkunft“ ging. In der Ausstellung zu Geburt und dem Ursprung des Lebens war sie ganz fasziniert von den vielen Babys. Auch wenn sie nicht ganz verstand, warum manche groß und andere klein waren. Auch die Animationen zu Herzschlag und Körpergeräuschen fand sie toll, da sie diese selbst durch Buttons steuern konnte.

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Insgesamt hat sich der Besuch dort gelohnt, da alle etwas davon hatten. Nur man muss aufpassen, denn gerade mit wirbligen Kleinkind ist es in Museen oft anstrengend. Nicht alle Exponate dürfen angefasst werden. Das erklärt mal einer Zweijährigen. Aus diesem Grund haben wir das Kindermuseum auch als Letztes besucht. Wir wollten nicht, dass miniberlin erst alles anfassen darf und auf einmal nichts mehr. Das hätte sich mir als Kind auch nicht erschlossen und uns so wohl viele Tränen erspart.

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Station 2: Dresdener Altstadt und Elbufer

Es muss nicht immer das große Programm sein. Ein Bummel durch die Stadt genügt – wenn es attraktive Tobepausen gibt. Diese haben wir am Elbufer eingelegt. miniberlin konnte mit ihrem Papa am Wasser und über die Wiesen rennen und ich auf einer Bank verschnaufen und das Spektakel beobachten. Denn oft ist es nicht das große Angebot, dass Kinder brauchen. Frische Luft und Bewegung ist es doch, was sie wollen, oder?

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Rund um die Semperoper und die Frauenkirche reichen auch schon die Pferdekutschen zur Unterhaltung. Unabhängig davon, was ich von diesen Showtouren und der Haltung der Tiere halte. miniberlin beobachtet diese aber auch gern nur aus sicherer Entfernung und macht Pferdegeräusche. Und weil Toben und viel frische Luft müde macht, kann man im Buggy jederzeit ein Nickerchen machen. Also miniberlin. Für mich ist der leider nicht ausgelegt. Schade eigentlich, denn ich hätte mich gern dazu gelegt. Doch so hatten herrberlin und ich etwas Ruhe, konnten beide gleichzeitig entspannt in der Sonne sitzen und ein Käffchen trinken. Denn Pausen dürfen nie zu kurz kommen, Städtetripps sind oft sehr schnell und intensiv.

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Durch ein zentrales Hotel haben wir am Nachmittag auch alle eine Pause machen können. Ich musste mich dringend hinlegen und miniberlin konnte einfach mal ohne Jacke und Stiefel sein, lesen und puzzeln. Denn so viel Action Kinder auch wollen, Ruhephasen müssen auch sein. Zumindest bei unserem Kind.

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Station 3: Moritzburg und Umgebung

Am letzten Tag unserer Reise hatten wir großes Glück mit dem Wetter. Da wir nicht einfach nur abreisen wollten, sind wir spontan nach Moritzburg gefahren. Das Schloss ist bekannt aus alten DDR-Märchen wir Drei Haselnüsse für Aschenbrödel. Also nicht nur für Kinder schön, auch ich konnte in Erinnerungen schwelgen und hatte die ganze Zeit einen Ohrwurm.

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Im Prinzip verhält es sich mit dem Schloss wie mit der Innenstadt: es gibt kein großes Programm, aber viel Platz und frische Luft. So sind wir gemütlich um das barocke Gebäude geschlendert, miniberlin hat die Gänse bestaunt und die Hunde angebellt. Beides aus sicherer Entfernung! Die historisch Interessierten können das Schloss auch von innen besichtigen und sich die unzähligen Säle anschauen. Doch das hielten wir für miniberlin nicht so geeignet. Dort darf sie definitiv nichts anfassen und muss im Zweifel sogar noch leise sein. Keine gute Kombination für ein neugieriges und stets singendes Kleinkind. Also haben wir die Sonne genossen, was sowieso nötig nach den letzten dunklen Tagen. Eigentlich wollten wir noch ins Wildgehege nahe dem Schloss, aber leider hat uns die Zeitumstellung einen Strich durch die Rechnung gemacht. miniberlin war so durcheinander durch die verschobenen Mahlzeiten und den Mittagsschlaf, dass sie müde wurde. Kurz abgewägt, haben wir uns für eine ausgiebiges Schläfchen im Auto entschieden. So war die Fahrt für alle entspannter und miniberlin ist pünktlich und fit daheim wieder aufgewacht. Nichts desto trotz lohnt sich der Besuch des kleinen Wildparks sicherlich, denn dort sind viele heimische Wildtiere vertreten. Gerad im Frühling eine schöne Idee, wenn viele der Tiere Nachwuchs haben.

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„Bumen“ pflücken kann auch unterhaltsam sein!

Welche Städte könnt ihr noch empfehlen als kleine Familie? Immerhin reisen wir bald zu viert, das soll uns aber nicht davon abhalten.

Liebe Grüße
eure Bella

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