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Meins und Deins: Wenn Teilen nicht erwünscht ist

Unsere Töchter teilen sich ein Zimmer. Als wir das damals festlegten, hatten ich eine romantische Vorstellung von zwei spielenden Mädels, die viel miteinander machen oder sich auch mal ignorieren. Letzteres sieht dann so aus, dass jede in einer anderen Ecke sitzt und für sich spielt. Nicht zusammen, aber dennoch ruhig. Na, wer schmunzelt schon innerlich? Ich tue es!

Auf dem Boden der Tatsachen wird nicht geteilt

Viele meiner Vorstellungen wurden erfüllt. Sie spielen viel miteinander, teilen oft und führen auch mal eine friedliche Koexistenz. Doch das ist bei weitem nicht alles. Denn dazu kommen Momente, in denen es knallt. Die Große soll das hergeben, die Kleine hat dieses geklaut und überhaupt soll der jeweils andere bestimmte Dinge nicht haben. Teilen? Weit gefehlt.

Nach und nach merkte ich, dass vor allem die Große neben ihrem eigenen Bereich in der Hochebene, Wert auf bestimmten Dinge legt, die ausschließlich ihr gehören. Ihre Schwester darf die nur unter strengen Auflagen anschauen, benutzen nur unter Aufsicht. Zu diesen Schätzen gehören die Glitzerstifte, die sie zum Geburtstag bekam, das Armband von ihrer besten Freundin, ihre Hasenkette und der Zauberwürfel vom Flohmarkt.

Anfassen verboten, das ist meins!

Klar, die Schwestern finden Kompromisse, manchmal wechseln sie sich sogar bewusst im Spielen ab und alles bleibt friedlich. Aber Schatz ist Schatz und da darf niemand ran. Das ist ok, denn nicht nur Teilen will gelernt sein, sondern auch der Respekt vor dem Besitz anderer. Die Idee einer Schatzkiste für beide war schnell geboren. In meiner Vorstellung haben wir sie selbst gebastelt, bunt beklebt und jeder hat seine eigene. Witzig, dass auch hier die Realtiät schnell ihr wahres Gesicht zeigte. Denn eine selbstgebastelte Schatzkiste hatte leider nur eine sehr kurze Halbwertszeit. Die Kleine nutzte sie als Tritt, um an die Leiter am Hochbett zu kommen, setzte sich rauf, um ein Buch zu lesen und am Ende zerfledderte sie die Pappe nur aus Spaß. Die Stimmung war grandios, als die Große das bemerkte. Nicht.

Eine robuste Lösung wie die neue Mini Elly von Wesco passte perfekt, sie hält  auch mal einen Sturz von der Hochebene und die vielen Kletterpartien der Kleinen aus. Etwas, was beide klar unterscheiden können, aber auch nicht unendlich viele Dinge fassen kann. Denn was habe ich davon, wenn die Kinder auf einmal die Gitarre, das Puppenhaus oder das Bobbycar darin verstauen? Und wenn sie irgendwann ausgedient hat, weil beide Kinder doch ihre eigenen Zimmer bekommen oder einen feuerfesten Wandtresor wünschen, dann habe ich noch etwas davon. Ich vermute, dann interessiert sich niemand mehr für den Inhalt des jeweils anderen in der Schatzkiste. Denn entgegen unserer Regel, dass wir nicht in die Schatztruhen des jeweils anderen hineinschauen, versucht es die kleine Schwester immer wieder.

Es ist aber auch zu spannend, was nicht alles meins ist.

Kennt ihr das?

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