Wochenende in Bildern

Meer ohne Meer: Unser Wochenende in Bildern 7./8. April 2018

Wir hatten dieses Wochenende schöne Pläne, denn eine Familienzeit nur für uns vier ist bitternötig. Die hatten wir auch, nur etwas anders, als geplant.

Samstag

Wir sind in Rostock, denn wir wollen ein Wochenende an der Küste verbringen. Dass wir diese nicht einmal zu sehen bekommen, ahnen wir bereits. Denn während unser Ankunft am Tag zuvor spuckt uns die Große schon das Auto voll. Es wären nur noch wenige Meter bis zum Hotel gewesen. Doch mittlerweile sind wir wohl fast Profis und haben das Auto und Kind schnell sauber. Das Hotel unterstützt uns dabei sehr und wäscht den Sitzbezug ohne Diskussion. Das hilft sehr.

Statt also wie geplant durch den Zoo zu schlendern oder mit dem Schiff nach Warnemünde zu fahren, lassen wir es ruhig angehen. Schiff fahren wollten wir dem Kind und ihrem Magen nicht antun, den Zoo ebenso. Mit dem Auto konnten wir auch nicht fahren, da der Sitz noch nicht sauber war. Wir bleiben also in der Innenstadt, wo auch unser Hotel ist. So können wir jederzeit Pause machen oder eben unsere Zeit im Zimmer verbringen.

Das müssen wir ein Glück weniger. Wir lassen uns einige Spielplätze auf der Karte zeigen und schlendern durch Rostock. Ich muss sagen: es ist eine wunderschöne kleine Stadt. Ich mag dieses kleine, fast familiäre sehr. Während die Große mit dem Papa die Stadtmauer erkundet, schläft die Kleine im Wagen und ich genieße einen Kaffee. Direkt neben dem Spielplatz ist ein kleines Café und statt endloser Einwegbecher zu vergeben, wird der Kaffee einfach in Tassen ausgegeben, die man ruhig mit auf den Spielplatz nehmen kann. Ich finde das ja genial.

Als auch die Kleine wieder wach ist, holt sie das Essen nach und spielt. Die Große lassen wir eher am Rand und nur mit uns spielen, denn wir wollen niemanden anstecken. Handdesinfektion ist an diesem Wochenende unser bester Freund, denn wir wollen niemanden wieder anstecken. Die Kleine war die Woche erst einen Tag wegen Durchfall daheim. Ich vermute, sie haben sich diesen Virus weitergegeben. Das soll ein Ende haben.

Dass sich auch die Große mal ausruhen kann, darf sie im Buggy sitzen und wir toben derweil mit der Kleinen durch die Stadt. Das stört sie nicht, denn so kann sie klettern, balancieren und toben. Das macht sie so gern und wieder sehe ich: so unterschiedlich sind meine Kinder. Wir gehen bis auf einige Meter ans Wasser ran, kommen aber mit dem schlafendem Kind im Buggy nicht näher heran, da überall nur Treppen waren. Schade. Das war dann wohl ein Küstenurlaub ohne Meer. Auf dem Rückweg zum Hotel schläft sogar die Kleine nochmal ein…auf meinem Arm. Hach, sie bleibt eben doch mein Baby.

Am Abend essen wir im Restaurant des Hotels. Eine wirklich gute Tapas- und Steakauswahl (für den Mann) lässt uns da nicht lange überlegen. So sind wir auch schnell im Zimmer, denn am Abend zuvor musste ich dort meine Zeit verbringen, da die Kleine einfach nur schlecht drauf war. Doch dem ist nicht so. Sie sitzt viel bei mir, klaut mir meine Tapas und die Stimmung ist wirklich gut. Die Große tastet sich etwas ans Essen ran.

Da alle wegen ihres späten Schläfchens wohl noch lange fit sind, bleiben wir in der Lobby. Dort ist niemand, dabei ist so viel Platz. Wir leihen an der Rezeption Spiele und Bausteine aus und so haben die Kinder ein mehr als großes Spieleparadies. Erst dachten wir, man könne die Spiele kaufen. Alle waren noch in Folien verpackt. Aber offensichtlich waren wir die ersten, die dieses Angebot nutzten. Schade eigentlich.

Sonntag

Der Morgen startet, wie eigentlich jeden Tag, mit kindlicher schlechter Laune. Die Kinder haben morgens schon so einen Hunger, dass sie es kaum im Zimmer aushalten. Also machen wir uns schnell fertig und gehen zum Frühstück. Die Große scheint fit und isst auch wirklich gut und die Kleine schaufelt in wenigen Minuten zwei große Schalen Müsli und Joghurt rein. Ja, sie ist eine gute Esserin und schnell noch dazu. Daran merke ich immer sofort, ob es ihr gut oder schlecht geht. Da sie sich dann von uns, aber auch von anderen Gästen, versucht, die Waffelbecher für die Marmelade zu klauen, weiß ich: ihr geht es richtig gut.

Als wir ins Zimmer kommen, ist auch der Sitz wieder da und sauber. Das Personal hat wahrscheinlich auch nie gedacht, mal diese Art Wäsche auszuliefern, aber es hat uns sehr geholfen. Und wer denkt, sie mussten das vollgek*** Ding anfassen: nein, der Mann hat es in die Maschine geworfen. Also beziehen wir den Sitz wieder und verstauen alles im Auto.

Die Kinder haben die Fahrt am Vormittag genutzt und natürlich gleich geschlafen. Schade eigentlich, dann habe ich wohl keine Pause am Mittag. Der Mann muss nämlich heute schon wegfliegen, so dass ich mit den Mädels daheim bin. Kaum zu Hause, zeigen sie auch ihre Energie und toben durch die Räume.

Bevor der Papa weg ist, nehmen sie ihn auch in Beschlag und ich husche schnell zum Baumarkt – wie gefühlt ganz Berlin. Doch da ich nur Blumenerde wollte, bin ich schnell raus und wir machen es uns dann zu Hause zu dritt schön. Mit Obst, Keksen und für mich Kaffee setzen wir uns in die Sonne auf die Terasse, bevor ich dann den Garten frühlingsfit mache. Erst habe ich fleißige Hilfe, aber anscheinend hat die Große das Essen nicht so gut verkraftet und verbringt viel Zeit im Bad und auf dem Sofa.

Deswegen bekommt sie zum Abendessen auch nur Schonkost, während ich für mich Pasta mit Gemüse zaubere. Die Kleine isst das auch nicht, da sie zunehmend das will, was ihre Schwester hat.

Da beide heute schon am Vormittag geschlafen haben, sind sie früh im Bett und ich glaube, der Großen gefällt der Gedanke etwas, morgen mit mir allein daheim zu bleiben. Schade nur, dass ich eigentlich Termine hätte. Tja, die kann ich dann wohl knicken.

Wie war euer Wochenende?

Weitere Wochenenden in Bildern seht ihr wie immer bei Susanne von Geborgen wachsen.

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2 Comments

  • Reply
    Fanni
    8. April 2018 at 21:18

    In welchem Hotel habt ihr übernachtet? Wir sind mindestens 4 Mal im Jahr in Rostock und lieben die Stadt ❤️

    • Reply
      familieberlin
      8. April 2018 at 21:20

      Wir waren im Steigenberger „Zur Sonne“, direkt in der Innenstadt. Grandioser Service, gutes Essen und gute Ausstattung.

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