Wochenende in Bildern

Wolfsburg mit Kindern: Unser Wochenende in Bildern 14. und 15. Juli 2018

Da der Mann häufig unterwegs ist, versuchen wir, so viel Zeit wie möglich am Wochenende zusammen zu verbringen. Dieses Wochenende war er auf einen Geburtstag eingeladen, bei Wolfsburg. Um die Zeit auch als Familie zu nutzen, haben wir spontan entschlossen, mitzufahren. Da wir einige Sachen auf eigene Faust in der Stadt besichtigt haben, kennzeichne ich den Beitrag als Werbung. Denn eines kann ich sagen: Das was wir gesehen haben, ist wirklich empfehlenswert. Denn Wolfsburg mit Kindern lohnt sich wirklich!

Samstag

Ich habe gerade ein Faible für Brioche. Da mir die gekauften aber meist zu süß und künstlich schmecken, habe ich mich Freitagabend an einem eigenen versucht. Das Rezept ist wirklich simpel und mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Die Kinder auch, denn sie wollen das halbe Brot essen. Hier findet ihr das Rezept. Als alle satt sind und wir gepackt haben, machen wir uns auf den Weg nach Wolfsburg. Die Kinder verschlafen die Fahrt und so kommen wir gut durch und sind alle fit.

Trotz tollem Wetter gehen wir ins phaeno, eine Art Museum, das Phänomene sammelt. Doch man kann diese nicht nur bestaunen, sondern auch meist selbst machen. Ich war erst skeptisch, da ich vieles für große Kinder erwartet habe, aber im Gegenteil: Sowohl Vier- als auch Zweijährige sind begeistert. Doch nicht nur die…

…zusammen mit dem Papa wird fast jedes Experiment gemacht, gestaunt und probiert. Hier schwebt ein Ball wie durch Zauberhand in der Luft, dort kann man Nebel machen und ja, auch Regen kann gemacht werden. Die Kinder sind aufgeregt und rennen…

…und tanzen hin und her. Manchmal folgen einem auf dem Boden unverhofft kleine Sterne und Blitze, die sich immer schneller drehen, wenn man sich selbst dreht. Und ja, sie folgen einem auch, wenn man schnell rennt.

Doch nicht nur Physik und Chemie bekommt man kindgerecht erklärt, auch ein paar biologische Experimente warten. So kann eine riesige Zelle aus Schaumstoff zusammen gebaut werden oder kleine Fische, die man mit bloßem Auge kaum erkennen kann. Witzigerweise ist die Kleine von diesen ganz fasziniert und lässt sich von den vielen Helfern vor Ort alles geduldig zeigen.

Wären wir drei Tage dort geblieben, hätten die Kinder diese wohl in der Telefonzelle verbracht. Nicht nur, dass sie diese Art der Kommunikation kaum kennen. Auch die Stimmen, die man hört, hören sich immer wieder anders an. Roboter, Helium oder ganz tief? Auch Kinderstimmen hören sich auf einmal an wie von einem anderen Planeten.

Wirklich toll fanden wir alle, dass wirklich alles angefasst werden konnte. So haben sich die Mädels ihre eigene Kugelbahn gebaut und sehr lange geschaut, wie die Bälle wohl fliegen, wenn man einen Looping einbaut. Als wir eine kleine Stärkung brauchten, waren wir wirklich überrascht: das Bistro bietet nicht, wie sonst oft üblich, geschmackloses Kantinenessen an, sondern frisch gebackene Pizza. So frisch, dass sie erst bei Bestellung gemacht und belegt wird. Auch der Kuchen war laut eigenen Aussagen selbst gebacken und sehr sehr lecker.

Doch die Kinder hielt es nicht lange auf den Stühlen. Sie mussten sofort weiter und haben sich kaum eingekriegt, als sie diesen Wirbel entdeckten. Laut Beschreibung wird einem in dem drehenden Wirbel schwindelig. Nun, gut, dass meine Kinder nicht lesen konnten, denn sie tobten und tanzten darin, als gäbe es nichts besseres.

Am Ende fanden die Kinder wirklich alles spannend, doch die Erklärunge interessierte sie (noch) nicht. Doch das ist im phaeno wirklich egal, denn man hat kaum den Eindruck, dass man die Dinge tief verstehen muss. Die Kinder werden in diesem Alter spielerisch an die Faszination für Naturwissenschaften rangeführt und vielleicht bleibt davon ja einiges hängen. Wir haben nun den Auftrag, auch zu Hause mehr zu experimentieren…sagt die Vierjährige. Ok!

Wie wir allerdings eine Windmaschine im Wohnzimmer installieren, ist mir noch unklar. Denn auch hier konnten sich die beiden lange beschäftigen. Ein Wasserball wird immer wieder vor einem Luftzug platziert und so in die Luft getragen und – zur Verwunderung der Zweijährigen – gehalten. Die Kinder sprangen und lachten, als hätten sie noch nie mit einem Ball gespielt.

Entgegen der Erwartungen waren die Mädels abends aber noch nicht müde. Als der Mann zur Party fuhr, erkundeten wir die Gegend um das Hotel und gingen etwas Essen. Die Kinder waren immer noch voller Energie. Schade, denn eigentlich wollte ich einen entspannten Leseabend machen.

Nach langem Hin und Her schliefen sie dann doch endlich, wenn auch wesentlich später als erwartet. Wir Mädels teilten uns zu dritt ein Bett, da wir kein Kinderbett hatten und ich Sorge hatte, dass die Kleine sich nachts unfreiwillig aus dem Bett verabschiedet. Mit mir als Magneten in der Mitte kann das nicht passieren, denn dann brauchen wir nur 30 Zentimeter für uns drei. Gemütlich ist es irgendwie, erholsam nur für zwei von drei.

Sonntag

Die Hoffnung, dass Tage später anfangen, weil Abende länger waren, habe ich schon lange aufgegeben. Also sind wir mit Abstand die ersten beim Frühstück und haben den Raum lange für uns. Das passt mir ganz gut, denn während der Mann noch im Bett liegt, können die Kinder einfach essen, laufen, tanzen und niemand fühlt sich gestört. So kann ich wenigstens etwas in Ruhe essen.

Bevor wir uns wieder auf den Heimweg machen, entscheiden wir uns spontan für einen Besuch in der Autostadt von VW. DIe Mädels lieben Autos und sind in jedem Pavillion begeistert. Doch auch draußen gibt es einiges zu sehen und vor allem: zu rennen. Niemand möchte in den Kinderwagen, denn alles ist viel zu spannend.

In jedem Pavillion gibt es neues zu entdecken und die Kinder werden, so gut es nach Thema geht, mit einbezogen. Sei es über Bastelleien oder eben leuchtende Bälle, die Filme abspielen können. Das war der Kleinen noch egal, die Große hat es schnell für sich entdeckt. Doch am Ende war nur eines wichtig:

…in jedes Auto einmal einsteigen. So sind wir mit dem einen nach Spanien gefahren, mit dem anderen zu Oma Katze und mit wieder anderen zur Uroma in den Garten. Also theoretisch haben wir richtig viel gesehen.

Und auch gehört, denn unter diesem Dach hörte man seine Stimme gleich mehrmals doppelt. Die Kinder waren erst unsicher, um dann mit lauter Stimme alle Kinderlieder zu singen, die sie kennen. Das mussten wir dann irgendwann unterbinden, sonst hätten wir einziehen können.

Leider mussten wir dann auch schon los, auch wenn wir noch nicht annähernd alles gesehen haben. Der Heimweg wartete und wie erwartet haben die Kinder diesen verschlafen…bis 17:30 Uhr. Ihr ahnt, was hier noch los ist, oder?

Weitere Wochenenden in Bildern gibt es wie immer bei Susanne von Geborgen wachsen.

You Might Also Like

5 Comments

  • Reply
    Juliane
    17. Juli 2018 at 10:00

    Toller Bericht.
    Ich bin immer auf der Suche nach abwechslungsreichen Zielen für Wochenendausflüge. Mit drei Kindern ist es mir aber schon wichtig, dass die Stadt für Groß und Klein etwas zu bieten hat. Ich hätte nicht gedacht, dass sich ein Besuch der Autostadt auch mit Kindern lohnt. Besonders das phaeno klingt total spannend und erlebnisreich. Ich hätte große Lust, es auch mit der Familie zu besuchen. Meinst du, das ist auch noch für 10-Jährige interessant?

    • Reply
      familieberlin
      17. Juli 2018 at 10:29

      Liebe Juliane, total! Es ist sogar noch was für Teenies, denn sie können viele Zusammenhänge schon verstehen, wo kleine Kinder nur staunen! Viel Spaß!

  • Reply
    Falk
    20. Juli 2018 at 10:50

    Toll! In welchem Hotel wart ihr denn und sind die Entfernungen zu Fuß machbar? Aus Berlin bietet sich ja theoretisch der ICE als Verkehrsmittel bestens an!

    • Reply
      familieberlin
      20. Juli 2018 at 13:29

      Hey Falk, wir waren etwas außerhalb, da es für den Abend des Mannes besser passte. Aber direkt in der Innenstadt sind einige Hotels. Das würde super passen, da Bahnhof, Museum und Autostadt fußläufig beieinander liegen. Viel Spaß!

  • Reply
    Falk
    21. Juli 2018 at 21:46

    Danke dir!

Leave a Reply