Reisen Wochenende in Bildern

Exklusivzeit: Unser Wochenende in Bildern 23./24. Juni 2018

*enthält Werbung, da Pressereise

Diesem Wochenende habe ich lange entgegen gefiebert, denn es soll ein besonderes werden: Die Große und ich verbringen ein Wochenenden zu zweit. Wohin, war uns erstmal zweitrangig, denn ich merkte, sie braucht ihre Mama mal nur für sich. Doch dazu später mehr. Deswegen beginnt unser Bericht schon am Freitag, denn wir starten schon am Vormittag Richtung Bremen, wo wir auf Einladung der Deutschen Jugendherbergen ein Wochenende in Bremen verbringen durften.

Freitag

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Wir starten zusammen zum Bahnhof. Nachdem wir die kleine Schwester in den Kindergarten gebracht haben, beginnt unser Wochenende. Sie ist aufgeregt, hüpft viel, singt und stellt unendlich Fragen: Was können wir dort alles machen? Gibt es auch Eis? Und wie sieht es mit Bäumen vor Ort aus? Denn gerade hat sie Panik, dass sie zu wenig Sauerstoff bekommt, wenn sie keinen Baum sieht.

Doch angekommen in Bremen hat sie die Sache mit den Bäumen schnell vergessen. Denn in der Herberge räumen wir kurzerhand um. Da wir ein Zimmer mit unverbauter und wunderschöner Aussicht auf die Weser haben, verzichten wir auf das Doppelbett, was es in der Lage nicht geben würde. Wir räumen kurzerhand die Matrazen auf den Boden und bauen uns ein Nest…in dem die eine erstmal Toben und Springen muss. Dabei werden vorbeifahrende Boote gezählt und Möwen gesichtet. Perfekt!

Danach machen wir uns auf den Weg in die Stadt, die wirklich nah gelegen ist. Wir treffen uns mit Pippa und ihren Zwillingen, denn sie wohnen in der Nähe. Auch wenn wir uns vorher noch nie getroffen haben, war es perfekt: wir quatschten viel und die Kinder spielten. Sogar meine Vierjährige hatte Spaß mit ihren Zweijährigen, auch wenn sie erst keine Lust auf kleine Kinder hat. Am Ende ist sie eben doch große Schwester und geht toll mit kleineren Kindern um. Aber dennoch bleibt sie viel bei mir, denn im Gegensatz zu sonst, muss sie mich mit diesen Zweijährigen nicht teilen.

Nach leckerem Kaffee und Kuchen ziehen wir noch ein bisschen durch die Innenstadt. Pippa und Crew zeigen uns ein paar schöne Ecken und Gassen und zusammen gehen wir in einen kleinen aber feinen Spielzeugladen, denn wir haben ja auch einen Auftrag: Die Kleine bekommt zu ihrem Geburtstag kommende Woche eine Puppe, doch die muss ausgewählt werden. Das übernimmt die Schwester ganz gewissenhaft und passt gut auf das neue Baby der Familie auf.

Am Abend verwirklichen wir einen besonderen Wunsch der Großen: Wir schauen einen Disneyfilm und zwar nicht irgendeinen. Sie möchte Die Eiskönigin sehen, denn mit mir hat sie in den dunklen Szenen keine Angst. Dem war auch so und wir konnten den Film ohne Unterbrechung der Kleinen schauen. Der Clou: wir lagen dabei im Bett und haben Popcorn gegessen. Aber psst!

Samstag

Der Tag beginnt schon früh mit Programm, denn die Aufregung lässt eine von uns nicht lange schlafen. Also nehmen wir den ersten Dampfer, der die Weser entlang schippert und schauen uns den Hafen und vieles mehr an. Ich merke, wie sehr dieses Kind meine Nähe sucht und dieses uneingeschränkte komplett genießt. Es ist eben doch ein großer Unterschied. Zusammen entdecken wir einige Lagerhallen für Cornflakes und ich persönlich werde auch beruhigt: Der in Bremen gelagerte Kaffee würde aktuell für ein Jahr die gesamte Bundesrepublik versorgen können. Glück gehabt!

Danach entdecken wir wieder die Innenstadt und sind wieder einmal begeistert von der Freundlichkeit der Bremer. Das fiel mir schon am Freitag auf und wurde am Samstag echt bestätigt. Das Kind bekam oft eine Kleinigkeit geschenkt, sei es Schokolade oder Bonbons. Man mag davon halten, was man will, doch in Berlin wäre das in der Fülle oder überhaupt nicht passiert. Wir finden die Bremer Stadtmusikanten und entdecken die blanken Füße des Esels. Und ja, wir wünschen uns auch etwas. Gehört sich schließlich so!

Danach zieht es uns in die Böttcherstraße, denn so gehört es sich ebenfalls in Bremen. In der Bonbonfabrik ist, wie wohl überall in Deutschland, alles auf Fußball eingestellt. Das Spiel am Abend schauen wir aber nicht, denn wir haben andere Pläne. Ist auch gar nicht nötig, wie ich später höre…

Doch bevor es in die Herberge geht, treffen wir Sandra und ihren Lütten. Sie hat mich erst auf Bremen gebracht, denn auf ihrem Blog und ihrem Instagramaccount zeigt sie wunderschöne Seiten der Stadt, die ich sonst nicht auf dem Schirm hatte. Und sie hatte Recht. Zusammen gehen wir durchs hübsche Viertel der Stadt, sie zeigt mir ihre liebsten Cafés und einen wunderbaren Spielplatz. Die Kinder verstehen sich auf Anhieb und stecken sich schnell mit allerlei Unfug an. Es ist schön, Sandra mal wieder zu sehen und zu quatschen, ohne Telefon am Ohr oder Kamera im Gesicht.

Nach einem kleinen Umweg an der Weser zieht es uns in die Herberge, denn wir waren den ganzen Tag auf den Beinen. Die Große möchte sich ausruhen und das hat sie sich verdient. Wir holen uns schnell eine Pizza und machen es uns bei einem weiteren Film gemütlich. Den schaffen wir aber nicht ganz zu schauen, denn schnell schläft eine von uns ein. Ich verzichte also aufs Fußballschauen, denn das hätte sie sicher wieder geweckt. So liege ich im Stillen im Zimmer, schaue auf die Weser und genieße die Zweisamkeit mit meiner Großen. Denn so wird es erstmal eine Weile nicht sein, denn so viel Ruhe lässt ihre Schwester nicht aufkommen. Doch ich höre, wie es im Spiel steht, denn gefühlt ganz Bremen schaut das Spiel und jubelt endlich, als es was zu Jubeln gibt.

Sonntag

Ein letztes Frühstück zu zweit und schon geht es nach Hause. Ich muss sagen, ich bin positiv überrascht von einer Jugendherberge. Wahrscheinlich, weil ich mich nur noch in Bruchstücken an meine Aufenthalte in der Jugend erinnere oder aber, weil es wirklich anders war damals. Wir genießen also ein entspanntes Frühstück und lachen viel. Ein bisschen werde ich wehmütig, denn ich habe an diesem Wochenende viel gelernt und gesehen. Aber mein kleiner Chaoskopf fehlt mir auch ungemein…

Die Bahn zeigt sich wieder von der besten Seite…nicht! Da unser erster Zug schon über eine halbe Stunde Verspätung hat, würden wir den Anschluss nicht bekommen und viel später daheim ankommen. Dabei wollten wir den Nachmittag doch zusammen verbringen. Nach einigem Hin und Her wurden wir von der Zugbindung befreit und durften eine komplett andere Verbindung nutzen. Das kostete zwar Worte und Nerven mit der Schaffnerin, aber es klappte. Und so waren wir endlich auf dem Weg nach Hause.

Derweil werden wir von zu Hause immer wieder mit Bildern versorgt. Doch auch die beiden haben es gut und ich merke sofort eine andere Dynamik, als ich später wieder da bin. Die Kleine und der Papa sind ein bisschen gewachsen, nämlich zusammen. Sie verstehen einander besser, haben Geduld und den Blick füreinander. Und auch die Kleine konnte ein bisschen das Einzelkind sein, vor allem mit all dem Spielzeug, was sie sonst nicht einfach so benutzen darf. Das genießt sie sichtlich.

Doch als am Ende alle aufeinander treffen, sind es nicht die Eltern, denen um den Hals gefallen wird. Die Schwestern sehen sich und fallen sich in die Arme. Mein Herz macht einen Sprung bei diesem Bild und es ist ok, mal nicht die erste Wahl zu sein. Denn die Große haderte auf dem Rückweg lange damit, dass sie nicht zurück will. Der Urlaub sei zu kurz. Doch am Ende haben sie sich vermisst, diese Chaosköpfe, was sie auch unmissverständlich zeigen, ob laut oder leise.

Habt ihr mir einem eurer Kinder schon mal exklusiv Urlaub gemacht? Ich schreibe bald genauer drüber, denn mir ist einiges aufgefallen.

Weitere Wochenenden in Bildern findet ihr bei Susanne von Geborgen wachsen.

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