Familie

Wie Kinder schlafen gehen: Auswertung der Blogparade #huschhusch

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Vor einiger Zeit stand ich erstmals vor einer großen Herausforderung und rief zur Blogparade auf. Ich war wenige Wochen nach der Geburt von babyberlin allein mit beiden Kindern am Abend. Wie bringe ich die Kinder ins Bett? Wen zu erst? Was mache ich derweil mit dem anderen Kind? Was mache ich, wenn beide brüllend um mich liegen?

Nun ja…seitdem ist einige Zeit vergangen und mittlerweile bin ich schon oft mit beiden allein gewesen, sogar mehrere Tage am Stück. Würde ich behaupten: wir haben unseren Weg gefunden und uns eingespielt, würde ich lügen. Denn eines ist sicher: es ist oft anders. Was sich aber seit meinem Aufruf an euch geändert hat, ist mein inneres Gefühl. Klar, mache ich mir vorher Gedanken, wen ich zuerst ins Bett bringe. Hält babyberlin bis nach dem Abendessen durch oder muss sie schon vorher schlafen? Aber ich mache mir keine Sorgen mehr. Es findet sich, ich spüre es, welches Kind welches Bedürfnis hat – in dem Moment.

Klar, gibt es auch mal Tränen und auch Trotz, aber trotzdem sind abends beide Kinder im Bett und ich bin nicht vollends verzweifelt. Vielleicht ein kleines bisschen, aber nicht komplett. Eure Artikel, Kommentare und auch Emails haben mir geholfen. Nicht unbedingt in den Abläufen, aber doch in der Herangehensweise.

DANKE DAFÜR!

Aber was haben andere nun für Einschlafrituale? Hier meine kleine Zusammenfassung.

SO können Kinder schlafen gehen

Romy von Irgendwas abgespielt meint, das es stark vom Alter der Kinder abhängt. Da stimme ich ihr zu, denn ich würde meine Zweijährige ungern allein im Wohnzimmer lassen, während ich das Baby ins Bett bringe. Sie meint: „Nicht den Mut verlieren, liebevoll und einfühlsam sein.“ Recht hat sie!

Eine ähnliche Situation wie ich hat wohl Ella von Herzkindmama, denn sie ist oft abends mit ihren beiden Kindern allein. Sie hat eine klare Abfolge mit beiden und auch hier spielt der Sandmann wohl eine zentrale Rolle. Auch bei uns ist der sehr beliebt, natürlich nur bei der Großen. Auf jeden Fall macht Ella den Eindruck, als ob es nach dem Einspielen echt entspannt zugeht bei ihnen. Das beruhigt.

Laura von Heute ist Musik spricht mir aus der Seele – übrigens in vielen ihrer Beiträge! Sie hat sogar noch ein klitzekleine unwesentliche Steigerung am Abend: sie hat drei Kinder. Damit kann ich nicht dienen, aber es beruhigt, dass die Sorgen die Gleichen sind. Und eben zu diesen Sorgen sagt sie: „Mütter machen sich zu viele Sorgen, und 85 % aller pessimistischer Prognosen treffen niemals ein. In diesem besonderen Fall bin ich mir sicher, dass es auch den Kindern gut tut und sie dabei lernen, Rücksicht aufeinander zu nehmen.“

Leute, nicht neidisch werden. Denn Beatrice Confuss gibt zu: ihre drei Kinder gehen gerne schlafen. Hach ja, schön wäre es. Ich habe hier all abendlich eine Diskussion. Für sie ist eher der Gang ins Bad vorab ein Problem. Das geht dafür hier sehr gut. Man kann eben nicht alles gleichzeitig haben. Beatrice sieht das wohl ähnlich, denn sie sagt: „Das Abendritual ist, wie alles im Kleinkinderalltag, einem unregelmäßigen, aber nötigen Wechsel der Abläufe unterworfen.“ Wie Recht sie hat…

Berenice schreibt auf Phinabelle. Auch sie hat ihr Einschlafritual verraten. Was ich toll finde, ist, dass sie mir verraten hat, was sie wohl tun würde, wenn ihre Kinder einen kleineren Altersabstand hätten. So finde ich den Gedanken toll, miniberlin als meine Assistentin „einzustellen“ oder Mäuschen zu spielen. Ähnlich ist es bei uns: wenn miniberlin mit mir zusammen das Baby ins Bett bringen möchte, müssen wir alle ganz leise sein und nur flüstern. Süß ist, dass sie dann auch flüsternd neben mir liegt und singt. Ich sollte mich klarer ausdrücken.

Ingrid von Fernwehkinder hat ganz viele Ratschläge für mich. Nämlich so viele, wie sie selbst bekommen hat…von anderen. Die eben ihre Kinder nicht kennen. Oder gar welche haben. Da sollen Menschen ja zu Ratschlägen neigen. Sie macht mir Mut, denn letztendlich ist es, wie so vieles mit Kindern: „Entsprechend wächst in mir die Überzeugung, dass Kinder das Schlafen gar nicht unbedingt erlernen müssen. Sie reifen zu schlafenden Menschen heran. So wie sie auch zu laufenden, sprechenden und Toiletten benutzenden Menschen heranreifen. In 15 Jahren wird keine der drei mehr meine Hilfe beim Einschlafen benötigen.“ Ich wünsche es dir, denn dann wäre es auch echt eng im Bett, oder?

Bei Jil von Von Herzen und Bunt habe ich wohl denselben Nerv getroffen, der mich zu dieser Frage an alle aufrief. Ihre Kinder haben unterschiedliche Bedürfnisse und funktionieren entgegen vieler anderer Geschichten hier, nicht zusammen. Heißt, sie pushen sich gegenseitig eher hoch als sich zu beruhigen. Am Ende hat sie es aber doch geschafft und ich weiß genau, wie erleichtert Jil sich gefühlt haben muss. Ich bin gespannt, wie sich das bei uns entwickelt. „Oft habe ich die Einschlafbegleitung sowas von verflucht und mir sehnlichst gewünscht, dass meine Kinder alleine einschlafen. Das lag aber weniger an der Einschlafbegleitung als solches sondern eben daran, dass ich keine Ahnung hatte, wie ich beiden mit ihren Bedürfnissen gerecht werden sollte. “

Beim Familie Trotzkopf scheint es auch nicht einfach zu sein. Vor allem, wenn beide Kinder was anderes wollen und einer immer quer schießt. Das ist ja echt mein Albtraum, der bisher nicht eintrat. Aber was nicht ist, kann ja noch werden, ne? Egal. Ich finde, sie hat das toll gelöst und stellt selbst fest: „Ich muss gestehen, anfangs musste ich echt mit mir kämpfen, denn abends ist doch „meine heilige Zeit“. Nunja, das ist jetzt eben mal nicht mehr so. Ich genieße es sehr, so viel für meine Kids da sein zu können und merke, dass es vor allem dem Großen unglaublich gut tut nochmal Extrazeit mit mir alleine zu haben.“

Happy-Quengel-Hour! Nathalie von Ganz normale Mama gibt meiner unbeliebtesten Tageszeit mit den Kindern endlich einen Namen. DANKE. Und sie räumt mit einem Trugschluss auf, dem ich jedes Mal erliege: „Man bringt seine Kinder stundenlang an die frische Luft. Nachdem sie im Kindergarten schon den Garten gerockt haben. Man lässt sie klettern, hüpfen, um die Wette laufen und Bälle fangen. Heute sind sie bestimmt müde, denkt man sich beim Anblick der roten Bäckchen und tobenden Kinder. Aber nix da!“ Und trotzdem klappt es mit ihren Jungs und das beruhigt. Na ok, nicht immer. Aber auch da ist unser Feind sehr ähnlich: der Mittagsschlaf im Kindergarten sorgt oft für lange Abende.

Ick mag ja die Dajana von Mit Kinderaugen. Wegen ihrer direkten Art und ihrem Geburtsort im tiefsten Osten. Denn da kommen tolle Menschen her. Und sie hat beim Einschlafen echt schöne Rituale. Ich freue mich schon drauf, wenn miniberlin größer ist und mir diese Fragen beantworten kann. Was war das schönste heute? Was hat dir gar nicht gefallen? Eine schöne Art, den Tag zu reflektieren. Und wenn man es mit beiden Kindern zusammen machen kann, umso schöner. Hach ja, darauf freue ich mich!

Ihr seht, viele Leute, viele Meinungen. So viele unterschiedlichen Ansichten, ich finde das toll. Viele machen Mut, viele verstehen mein „Problem“ und einige wecken auch Vorfreude auf die Zeit, wenn beide größer sind. Ich liebe ja Blogparaden, denn nur so kriegt man viele Meinungen zu einem Thema. Übrigens haben auch einige Leser kommentiert. Schaut doch mal rein.

Liebe Grüße
eure Bella

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2 Comments

  • Reply
    Ella
    3. November 2016 at 23:08

    Eine schöne Zusammenfassung. Also eine Zentrale Rolle würde ich dem Sandmann jetzt nicht zuschreiben, heute gab es zum Beispiel keinen: Ich habe einfach gemerkt, dass die Kleine schon sehr müde war, auch durch die Zeitumstellung am Wochenende und daher habe ich sie früher ins Bett gebracht, Musik angemacht und der Großen noch etwas länger vorgelesen. Es hat keiner mehr nach dem Sandmann gefragt. Das Lese-Ritual ist denke ich wichtiger für beide 🙂 aber du hast Recht ich bin mittlerweile wirklich sehr entspannt beim ins Bett gehen. Den meistens Stress haben wir morgens, wenn es heißt „für den Kindergarten fertig machen“. Da müssen wir noch eine bessere Routine finden. Also für Tipps bin ich immer Dankbar 🙂 Liebe Grüße, Ella

  • Reply
    Unser November 2016 | Fernwehkinder
    1. September 2017 at 12:49

    […] Beitrag Gute Nacht? – Gute Nacht! war Teil einer Blogparade von Familieberlin. Vielen Dank für die Aufnahme und die lieben Worte in in der Auswertung der Blogparade. Es war […]

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