Schwangerschaft Wochenbett

babyberlins Update: Das große Warten auf die Geburt

Dies wird wohl mein letztes Schwangerschaftsupdate sein, denn die Geburt steht kurz bevor. Rechnerisch sind es nur noch wenige Tage, aber wie es so ist: Ab der 37. Schwangerschaftswoche kann es losgehen, es kann sich aber auch bis zur 41. Woche hinziehen. Demnach: das Warten auf die Geburt hat begonnen.

Verpasse ich die ersten Wehen?

Auch wenn ich schon eine Geburt hinter mir habe und mich auf die kommende meiner Meinung nach gut vorbereite, so bin ich doch sehr unsicher. miniberlin wurde damals eingeleitet, da sie sich einige Stunden nach einem Blasensprung nicht bemühte, auf diese Welt zu kommen. Demnach hatte ich nicht erst leichte Wehen, die nach und nach stärker wurden. Ich hatte gleich die volle Breitseite. Mein Körper und ich konnten uns nicht aufeinander einstellen, ich war gleich mittendrin. Das war ok. Trotzdem habe ich nun dieselbe Sorge wie damals vor zwei Jahren: was, wenn ich es nicht so recht wahrnehme?

Ja, ich weiß, es wird nicht unbemerkt an mir vorübergehen. Dessen bin ich mir bewusst und sicher. Trotzdem frage ich mich bei jedem leichten Ziehen und Ziepen: Sind das Wehen oder geht es weg? Zumal ich nun schon von Mehrfach-Mamas hörte, dass sich die Wehen bei jeder Geburt anders anfühlten. Also vielleicht werde ich diese schlimmen Wehen im unteren Rücken gar nicht haben sondern eher ein Ziehen vorn? Wer weiß. Diese Unsicherheit hat mich ein Glück noch nicht aus der Ruhe gebracht. Denn wie gesagt: ich werde es schon merken. Unruhig ist herrberlin etwas, denn da er beruflich viel unterwegs ist, steht vor jeder Tour die Frage: kann er noch so weit wegfahren oder sollte er nicht besser daheim bleiben? Letzteres geht nicht, ersteres beunruhigt uns beide etwas.

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Das große Warten auf die Geburt…gern auch in der Sonne

Das stetige Fragen hat begonnen

Zudem möchte ich Menschen in meinem Umfeld auch nicht beunruhigen. So habe ich meiner Mama neulich erst am Abend gesagt, als sie nach Hause fuhr, dass ich den ganzen Tag Senkwehen hatte. Ich spürte instinktiv, dass diese Wehen nicht zu meinem Kind gehörten, warum also alle verrückt machen? Das machen viele Menschen um mich herum schon so, ohne meinen Beitrag. Teilweise finde ich es ja noch witzig. Vor allem die versteckten Fragen, wie es denn so geht und was ich denn gerade so mache. Keine Angst, noch finde ich es witzig, es nervt mich nicht. Schlimmer finde ich aber die Spekulationen, wenn ich mal nicht schnell genug antworten oder online bzw. in einem Messenger-Dienst längere Zeit nicht aktiv war. Dann kommen sie, die Nachrichten: Ich dachte, das Baby ist schon da. Seid ihr schon zu viert? Wann soll ich vorbei kommen? 

Und gerad das „Vorbeikommen“ finde ich kritisch. Ich hatte damals im Wochenbett so meine Probleme. Mit meinem Körper, mit dem Ankommen als Mama und im Familienleben. Es war nicht schlimm, es dauerte nicht lang. Aber trotzdem saß da immer jemand bei uns auf dem Sofa. Ich weiß, jeder meinte es gut. Aber mir war es zu viel. Denn neben diesem Sitzen passierte…nichts. Das fand ich schade, denn zum ersten Mal erlebte ich, dass ich gerad zu nichts anderem in der Lage war außer Stillen, Kuscheln und Schlafen. Klar, das ist schön. Es ist aber auch anstrengend für den Partner und für einen selbst, wenn man den Blick mal vom Baby löst und sich in der Chaos-Wohnung umsieht. Wie ich mich damals fühlte und mir fürs zweite Wochenbett wünschte, habe ich in diesem Brief verbloggt. Klar, es ist eine Idealvorstellung, aber trotzdem steckt ein Fünkchen Wahrheit drin. Einen passenden Artikel dazu, was Eltern im Wochenbett wirklich brauchen findet ihr hier.

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Dank meiner lieben Freunde konnte ich es mir nochmal gutgehen lassen.

Wie wird es so sein…mit zwei Kindern?

Ich habe schon oft meine Sorgen um die große Schwester und auch meine Vorbereitungen für sie beschrieben. Doch konkret um die ersten Tage hatte ich mir bisher keine Gedanken gemacht. Mal abgesehen, dass es jetzt zu spät dafür ist, glaube ich hier ganz fest: es kommt wie es kommt. Gerad die erste Zeit ist doch nicht planbar. Wer weiß, was ich für ein Baby bekomme? Entspannt oder unruhig? Laut oder leise? Braucht sie viel Nähe oder nicht? Deswegen habe ich wenige Vorstellungen über diese erste Zeit mit zwei Kindern außer vielleicht dieser einen: ich möchte, dass wir genug Zeit haben zu viert. Ich wünsche mir die Ruhe, dass wir zusammen ankommen, uns kennenlernen und jeder merkt, wie er in diese Familie passt. Für sich, nicht für andere. Und diese Ruhe und diesen Raum will ich vor allem miniberlin gewähren. Denn sie ist ein emphatisches Kind, sie braucht viel Zeit und wenig Aufregung. Das soll sie bekommen, denn ich glaube, so wird der Start zu viert wesentlich entspannter.

Wie habt ihr eigentlich den Geburtsbeginn „bemerkt“? Auch durch einen plötzlichen Blasensprung ohne Wehen?

Liebe Grüße
eure Bella

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6 Comments

  • Reply
    JesSi Ca
    22. Juni 2016 at 23:06

    Hallo Liebes,

    hach die Motte sprengte auch die Blase und danach machte sie erst mal nix. Nach einer Dusche und der kurzen Fahrt ins Krankenhaus schlief sie erst mal am CTG. Und das machte sie bis in die Nacht hinein…. erst dann bekam ich ein Ziehen im Rücken und erst nach der kleinen Einleitungs-Tablette konnte ich dieses Ziehen als Wehen entlarvten. Wusste ich doch alles nicht vorher 😉

    Du wirst es sicher bemerken – Dein Körper kennt das ja nun schon und Ihr gemeinsam werdet einen Weg finden – den richtigen Weg für EUCH!

    Ich sende nun ununterbrochen Liebe und Kraft und versuche nicht all zu dolle zu nerven (und entschuldige mich nun schon mal für evtl. Nervattacken).

    Drück Dich! Drück Euch!
    JesSi Ca

  • Reply
    Sari
    23. Juni 2016 at 06:52

    Gar nicht. Beide Male wurde bei mir eingeleitet. Bei dem einen lief es sehr schleppend und bei dem anderen kam es von einer Sekunde auf die andere sehr heftig. Aber bis zum Schluss hatte ich kaum Beschwerden ^^

  • Reply
    Anja
    23. Juni 2016 at 07:50

    Liebe Bella. Same Same but different hier bei uns.
    Du schreibst, dass Miniberlin ein sehr emphatisches Kind ist… Unsere Lütte ist das auch, steht sich damit oft selber im Weg und versteht schon viel zu viel für Ihre gerade mal 2 Jahre. Und jetzt, kurz vor der Geburt, dreht sie mir durch. Krabbelt wieder, will ständig auf den Arm, Papa ist keine Option, nachts wacht sie mehrfach auf und ruft nach mir. Mal ganz abgesehen von sehr extremen Trotzanfällen (die Ganzkörper-Erdanziehungskraft wirkt momentan fast durchgängig auf sie)… Ist das bei euch ähnlich? Sie freut sich auf das Baby (noch), so ist es nicht, aber ich glaube, emotional ist es alles gerade zu viel für sie. Und für mich auch. Abends bin ich fix und fertig und hege nur noch Zweifel, was ich falsch gemacht haben könnte…

    Oh und zu den Wehen: meine erste wurde – ebenfalls wie bei dir – auch eingeleitet, (mein Mann sagte neulich schon „du schreibst den Blog hier doch heimlich selber!“), und ich stelle mir so ganz genau die gleichen Fragen 😉 ich wünsch uns beiden eine komplikationslose Geburt, natürlich, etwas selbstbestimmt und von mir aus diesmal sehr gerne ohne diese Rückenwehen… Auf dass unsere Mädels einen schönen Start ins Leben haben! Alles Gute dir! Anja

    • Reply
      familieberlin
      23. Juni 2016 at 09:26

      Haha, dann sind wir bzw. unsere Kinder uns in manchen Dingen sehr ähnlich. Miniberlin hat ihre Angstphase gerad überwunden, aber eher, weil wir die Geburt nicht mehr thematisieren bzw. was in der Zeit mit ihr ist. Sie wollte auch nicht weg von mir, hat sich nachts an mich geklammert und die Menschen, die sie in der Zeit betreuen würden, wollte sie nicht sehen. Also einen Gang zurück, seitdem geht es uns allen besser. Aber diese Zweifel b.eiben trotzdem. Lag Bella

  • Reply
    Umgeschaut: Interessante Blogartikel für Eltern | Essential Unfairness
    23. Juni 2016 at 17:42

    […] wartet auf’s Baby. Zusammen mit Familie Berlin tun wir das auch. So ganz solidarisch, weil wir das große Warten ja […]

  • Reply
    Desiree Tietz
    24. Juni 2016 at 12:38

    Hallo
    Gerade beim Thema Wochenbett haben wir bei Nummer 3 eine absolute Rolle Rückwärts gemacht. Da es leider in einem Kaiserschnitt endete nutze ich aber die Zeit im Krankenhaus. Meine Mutter war am ersten Tag da mit unseren „großen“ und Schwiegereltern und Tante erst am Tag 3. Und Bekannte und Freunde durften erst kommen als wir schon 2 Wochen zu Hause waren.
    Bei einigen merkte man das sie lieber eher gekommen wären, aber ich merkte das wir die Zeit erstmal allein als Familie brauchten. Und ich muss sagen ich würde es immer wieder so machen.
    Bei Kind 1 und 2 war es anders und Rückblickend hatte ich in der 3 Schwangerschaft gemerkt das mich das doch sehr gestört hatte.
    Und wir hatten festgelegt nie mehr als drei aufeinmal. Und auch kein Stunden langer Besuch.
    LG Desiree

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