Wochenende in Bildern

Schlaflos: unser Wochenende in Bildern 4./5. Februar

Ich habe lange überlegt, ob ich dieses Wochenende zeige, ob ich euch mitnehmen will. Denn ich mache nicht jede Woche mit, oft passt es zeitlich nicht oder ich habe wenig Bilder gemacht. Zudem war dieses Wochenende nicht gut…oder unter uns: es war scheisse…irgendwie. Und trotzdem schön, denn ich hatte meine Lieben um mich.

Samstag

Woran erkennt man schlechte Nächte im Hause Berlins? Am doppelten Espresso. Die Nacht war so unterirdisch, meine Laune ist demnach ähnlich. Das Baby hat beschlossen, nun per se nicht oder wenig oder schlecht zu schlafen. Was das heißt? Sie wird stündlich wach, will nur getragen werden oder schläft nur unruhig auf mir. Stillen hilft nicht, Nähe nur bedingt. Doch allein geht es erst recht nicht.

Trotz schlechter Nacht hat das Baby aber gute Laune und lacht viel. Ein Glück, denn manchmal mache ich mir Sorgen um sie. Doch bald ist wieder Schlummern angesagt und wie jeden Vormittag schläft sie eng an mir im Tragetuch. Nein, ich zeige euch nicht immer dasselbe Bild, die Situation ist jedes Wochenende ähnlich. Das Baby kommt zur Ruhe und auch ich kann durchatmen und die Nähe genießen. Langsam zehrt es immer mehr an meinen Kräften.

Umso mehr freue ich mich auf meine kleine Auszeit. Eine der Ersten seit das Baby da ist, denn da sie nicht isst oder die Flasche nimmt, bin ich unabkömmlich. Ich gehe mit einer lieben Freundin in ein Café, wir reden und ich esse endlich mal in Ruhe und mit beiden Händen. Diese kurze Zeit war so nötig und hat mehr geholfen als Schlaf.

Während ich unterwegs bin, sind die Mädels mit Papa allein. Es läuft gut, sie spielen zusammen und genießen die Zeit. Umso beruhigender für mich, denn ein bisschen unwohl ist mir trotzdem. Ich merke, wie stark sich eine Anspannung in mir manifestiert hat. Ich wollte das nie und nun ist es trotzdem so. Doch diese Momente nehmen sie etwas von meinen Schultern.

Nachdem wir den Rest des Tages bei den Nachbarn verbracht haben, grillen wir am Abend. Zeit für selbstgemachte Burger. Das große Kind kriegt die Zutaten einzeln serviert, das Baby verweigert – wie immer – jede Nahrung.

Sonntag

Die Nacht war wieder einmal beschissen. Wirklich, ich kann nichts schön reden oder relativieren. Das Baby will nicht schlafen, außer ich stehe wiegend am Fenster. Es ist einfach nur mies. Um 7:30 „verweise“ ich das Baby aus dem Schlafzimmer samt Papa und schlafe nochmals bis 9 Uhr. Es hilft nicht wirklich, aber egal. Nach dem Frühstück spiele ich mit der Großen. Wie passend: sie möchte schlafen spielen. Ich liege auf dem Boden des Kinderzimmers und darf dösen. Das Kind passt auf und ermahnt mich zwischendrin. Mhm…so läuft das also im Kindergarten?

Zum Mittagsschlaf nehme ich das Baby ins Tuch und lasse sie sanft einschlafen. Mittlerweile sind auch die Tagesschläfchen ein Kampf, außer ich trage sie. Das Baby guckt mich mit großen Augen an und hält mich fest.

Auf Instagram schrieb ich folgendes zu diesem Bild:

Ich trage dich, solang ich kann…solang du willst und vor allem: solang DU es brauchst. Deine kleine Hand weiß nicht, was sie möchte…halten, rudern, ruhen. Deine Augen suchen mich, dein Herz ist wild und hindert dich, zur Ruhe zu kommen. Aber ich bin da…egal wie laut du brüllst und wie lang du brauchst. Mein Kopf ist müde, mein Körper ist fertig. Aber mein Herz hat das Kommando und hält mich bei dir, wach und voller Liebe! Denn nicht nur du brauchst mich, auch ich brauche dich!!!! ❤

Der Rest des Tages läuft entspannt. Die Kinder sind fröhlich und spielen, jede auf ihre Weise und ich kann mich einem Geschenk widmen. Meine Freundin hat mir gestern dieses Büchlein geschenkt. Ich bin eigentlich ein totaler Yogafan, leider komme ich nicht mehr dazu. Aber vielleicht zu dieser Form? Ich versuche, dem Baby eine Handhaltung für guten Schlaf beizubringen. Es war aber nicht so erfolgreich….glaube ich.

Der Mann gibt sein Bestes, um mich aufzubauen und zu unterstützen. So fährt er extra los, um uns leckeren Kuchen zu holen. Ich liebe diesen frischen Streuselkuchen aus einem Café in der Nähe. Alles selbst gebacken, mehrmals täglich. Der Weg lohnt sich immer. So schlemmen wir uns durch den Nachmittag, kuscheln viel, spielen, lesen. Nichts besonderes passiert, denn ich will gucken, ob es dem Baby mal gut tut, wenn wir wenig machen. Der Papa und ich kuscheln viel mit ihr, vielleicht hilft die Nähe.

Und nun warte ich auf die Nacht, auf die ich mich seit einiger Zeit nicht mehr freue. Ich weiß nicht mehr, was ich machen soll, denn egal wie viel ich gebe, es scheint nicht zu reichen.

Liebe Grüße
eure Bella

Weitere Wochenenden in Bildern gibt es wie immer bei Susanne von Geborgen Wachsen.

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5 Comments

  • Reply
    Sassi
    5. Februar 2017 at 23:11

    Ach man, ich würd gern was tun. Und auch wenn es vielleicht schön ist, zu hören, dass man nicht allein damit ist, denn, oh ja, ich kenne diese Nächte und das Aufkommen auf diesem harten Boden des Mamaseins, so ist es dir akut natürlich keine Hilfe.

    Ich weiß, dass es in solchen Zeiten schwer fällt, aber zweifle nicht an dir. Du kannst stolz auf dich sein. Du bist eine hingebungsvolle Mutter. Und es ist nie nicht und auf keinen Fall deine Schuld, wie die Nächte laufen. Du bist da. Du kämpfst euch da durch. Und das wird sich lohnen. ❤

    Und für dich ist das Schaffen von Auszeiten, seien Sie auch noch so klein, bestimmt ein guter Weg. Ich wünsche dir viele davon.

    Alles Liebe,
    Sassi

  • Reply
    Andrea vom Runzelfuesschen Blog
    6. Februar 2017 at 16:02

    Liebste, ich glaube, dass das was du machst reicht. Wirklich. Es ist ja nicht so, als würde es an dir liegen, dass dein Kind nicht schläft. Babyberlin würde nicht schlafen wenn du entspannter / aufgedrehter / lockerer wärst. Sie will, genau wie Herr Annika einfach nicht. Aber wir machen deswegen nichts falsch.
    Unsere Kinder sind wie sie sind. Ich weiß, dass dir diese Sätze eigentlich gar nicht helfen. Aber sie sollen dir zeigen: Du bist toll! Und ich bin da und weiß haargenau wie es dir geht.
    Ich drück dich!

  • Reply
    Sandkuchen-Geschichten
    6. Februar 2017 at 18:01

    Oje, Du Arme! Schlafentzug ist echt eine schlimme Folter. Auch wenn es nicht wirklich hilft: Fühl Dich gedrückt!

  • Reply
    Anika
    6. Februar 2017 at 19:48

    Liebe Bella,
    Ich kann dich gut verstehen. Ich wünschte ich hätte eine Patentlösung. Auch meine kleine Große hat lange Zeit die Nacht zum Tag gemacht. Und immer wenn ich dachte sie hätte zur Ruhe gefunden klappten die Augen wieder auf.
    Ich weiß, es hilft dir vielleicht grade nicht, aber lass dich drücken ( unbekannterweise). Und irgendwann wird es besser! Irgendwann wird Babyberlin nachts schlafen und du kannst es dann auch! Bis dahin wünsche ich dir Kraft und Liebe und zwischendurch eine kleine Auszeit wenn du die Chance hast.

    Liebe Grüße. Anika.

  • Reply
    Ziv
    7. Februar 2017 at 13:49

    Liebe Bella,
    auch wenn es jetzt unerreichbar scheint, es wird besser. Und du machst das super, dass du dem Baby jetzt das gibst was es braucht. Wenn du mit 90 auf dein Leben zurück blickst, wird dir diese Zeit unfassbar kurz vorkommen.
    Liebe grüße

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