Wochenende in Bildern

Heimat: Wochenende in Bildern 25./26. November 2017

Wir waren an diesem Wochenende ohne den Papa. Deswegen habe ich am Freitag die Kinder eingepackt und bin mit ihnen zu meinen Eltern in meine alte Heimat gefahren. Gute Idee, stellte sich schon Freitag früh heraus. Im Kindergarten entdeckte ich nämlich krabbelnde Gefährten auf dem Kopf der Großen und nahm sie kurzerhand wieder mit nach Hause. Neben Haarkur, neuem Bettzeug und Co stapelte sich die Wäsche bei uns. Wie so oft in so Situationen streikte die Waschmaschine, weswegen ich alles mit zu meinen Eltern nahm.

Samstag

Der Tag beginnt früh – wieder einmal. Die Kleine beschließt um 6:30 Uhr, dass es reicht mit der Nacht. Also sitzen alle schon recht früh am Frühstückstisch, der liebevoll von den Kindern gedeckt wurde. Die einer wirft alles in die Mitte, die andere legt alles an den Rand, denn ihre Arme sind nicht lang genug. Doch egal, ich finde dieses Miteinander toll. Jeder hilft und am Ende sitzen alle zusammen. Die Kleine hält die Oma auf Trab und lässt sich immer wieder Pflaumenmusbrote geben. Denn ja, leider ist das ihre kleine Sucht, sie möchte nichts anderes frühstücken.

Der Tag ist noch früh, also spielen wir – mit meinen Spielsachen. Na ok, auch mit denen meines Bruders, denn das ist teilweise unser Lego von damals. Nun sitzen meine Kinder da und wühlen darin herum. Es ist irgendwie ein komisches Gefühl und zeigt mir aber auch, wie wenig und wie viel sich gleichzeitig verändert. Manche Dinge bleiben doch, und sei es nur das Lego… oder eher die Erinnerung an die Spiele damals.

Weiter geht es mit Erinnerungen, denn wir fahren zu meinen Großeltern. Meine Großeltern sind mittlerweile fast 85 Jahre und davon bald 65 Jahre verheiratet. Sie blühen so auf, wenn sie ihre Urenkel um sich haben und genießen die Zeit. Ihnen kommen Erinnerungen von damals und bei 6 Enkelkindern kann man schon mal durcheinander kommen, wer für welche Erinnerung verantwortlich ist. Bei 10 Urenkeln sowieso. Auch ich denke dann viel an damals, an unsere Ferien und vor allem an unsere Sommer zusammen.

Zu einer kurzen Nacht gehört ein Mittagsschlaf – für mich und das Kind. Also lege ich mich dazu, denn was soll man bei dem Regenwetter sonst machen? Die Große malt derweil mit Oma. Und wie soll es anders sein? Wenn ich daneben liege, schläft das Kind über zwei Stunden. Doch es tut ihr gut und sie braucht die Energie.

Denn neben Kuchen und Kaffee kommt am Nachmittag auch Besuch. Mein Bruder samt Familie kommt zu Besuch und so sind alle fünf Cousinen zusammen, spielen, lesen und tanzen. Auch wenn manche von Ihnen 10 Jahre trennen, so sind sie toll zusammen. Jeder kümmert sich um den anderen und es ist laut. Laut vor Lachen!

Sonntag

Seit fast vier Jahren erliege ich einem Trugschluss immer wieder: wenn die Kinder lange wach sind, schlafen sie morgens länger. Das mag ab 3 Jahren vielleicht stimmen, aber davor ist es den Kleinen herzlich egal, wann sie schlafen gehen und demnach aufstehen. Also sind wir wieder ab 6:30 Uhr wach. Diesmal aber in Gesellschaft, wenn auch in stiller.

Nach dem Frühstück gehen wir alle zusammen raus. Meine Eltern wohnen sehr ländlich und so stöbern wir durch den Wald, sammeln Tannenzapfen und -zweige für Weihnachtsbasteleien. Die Kleine lässt sich aber lieber vom Opa tragen, denn auf dem unebenen Boden fällt sie noch oft. Aber Opa ist groß und stark, da überragt man alles und jeden.

Auch mit nur zwei Kindern kann es laut und trubelig im Haus werden. Ich genieße es gerade sehr, das wachsende Miteinander meiner Mädels zu sehen. Sie lachen viel und fangen immer mehr an, zusammen zu spielen. Sie toben viel, lesen sich etwas vor oder singen zusammen. Und manchmal sind auch zwei wilde Löwen, wie auf dem Bild.

Wie bei jedem Besuch bei Oma und Opa Katze (wegen, na, welchem Haustier), muss auch das BD ordentlich genutzt werden. Es ist natürlich das perfekte Waschbecken in Kinderhöhe und wird lange und viel genutzt. Vor allem die Kleine ist noch selbstständiger und macht die Dinge einfach alleine und nebenbei. Natürlich wird auch noch etwas dabei gespielt. Wäre ja schlimm, wenn nicht.

Nach dem Mittag fahre ich mit den Kindern und acht Kilo sauberer und lausefreier Wäsche wieder nach Berlin, denn der Papa soll auch bald wieder da sein. Doch vorher kuscheln wir uns aufs Sofa, gucken etwas Fernsehen und trinken Kaffee/Kakao/Wasser und kuscheln. Die eine liest Bücher, die andere singt vor sich hin. Es ist gemütlich so, unser Sonntag.

Weil es langsam immer weihnachtlicher wird, fängt die Große an, Weihnachtsgeschenke zu basteln und zu malen. Sie wird immer größer und selbstständiger, hat eigene Ideen und ganz genaue Vorstellungen von vielem. Das ist eher ungewöhnlich für meine vorsichtige Tochter. Bei der Kleinen dagegen habe ich keine andere Erwartung, als immer mit dem Kopf durch die Wand.

Nun sind wir alle wieder beisammen, haben einen ruhigen Abend und werden bald ins Bett. Denn ja, ich merke den fehlenden Mittagsschlaf.

Wie war euer Wochenende?

Weitere Wochenenden in Bildern findet ihr wie immer bei Susanne von Geborgen wachsen.

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