Gedanken

Momente schenken – an andere denken

Ich habe lange überlegt, welchen Moment ich mit euch teilen möchte an diesem letzten Advent. Was kann ich euch schenken? Wohin kann ich euch mitnehmen? Was ist mir wichtig? Eigentlich hatte ich auch eine Idee, doch seit einigen Tage merke ich: es ist nicht mehr wichtig.

Das Internet ist voll mit Geschenken, mit Gekauftem, mit lieben Worten. Doch genauso ist es voll mit erschreckenden Bildern, schlimmen Nachrichten und offenen Hilferufen. Wir sind dabei, wenn Menschen um ihr Leben bangen und Angst haben. Wir sind dabei und doch sitzen wir im heimischen Wohnzimmer, bringen unsere Kinder ins warme Bett und planen unser üppiges Weihnachtsessen. Das ist nicht falsch, das soll niemand verurteilen! Doch es ist vielleicht an der Zeit, nicht nur an das kommende Weihnachtsfest zu denken.

Es ist an der Zeit, auch an die Menschen zu denken, die kein warmes und volles Heim haben, die nicht unbesorgt einschlafen können, ohne Angst um ihr Leben. An die zu denken, die morgens nicht von leuchtenden Augen ihrer Lieben geweckt werden. Es gibt auf dieser Welt so viele Menschen, die all das nicht haben. Das aktuellste Beispiel ist wohl das Geschehen in Aleppo, Syrien. Und auch wenn es unsere Nachrichten gerad dominiert, so ist es doch nicht der einzige Ort auf der Welt, in dem durch Krieg und Rebellion Leid geschieht. Ich komme nicht umhin, dankbar zu sein für etwas, dass man nicht beeinflussen kann: dass ich dort geboren wurde, wo ich nun lebe. In einem sicheren Land, in eine liebende Familie, in ein gutes Umfeld.

Helfen, wenn es nötig ist…und man es kann

Das hilft niemandem auf der Welt, deswegen möchte ich euch mit meinem Moment um etwas bitten: denkt an andere, die es nicht so gut haben. Und vielleicht ist es jetzt wichtig und richtig, an die Menschen in Aleppo zu denken und ihnen zu helfen – mit einer Spende. Ich habe überlegt, mit diesem Post eine Spende an eine gemeinnützige Organisation zu „verlosen“, je nach Anzahl der Kommentare und einer damit verbundenen Höhe. Doch das scheint mir nicht richtig. Es geht nicht um Klicks, es geht um Hilfe.

Deswegen ist mein Moment zum 4. Advent eine private Spende an Ärzte ohne Grenzen.

Starke Stimmen anderer Blogger

Viele Blogger haben sich in den letzten Tagen dazu geäußert…zur Situation in Syrien, über eigene Gedanken zu Sicherheit, Angst und Dankbarkeit oder auch konkret dazu, was man machen kann. Diese Menschen haben es so viel schöner in Worte gefasst, als ich. Ein Grund mehr für euch, diese Texte zu kennen:

Was können wir tun? Sonja von Mama Notes gibt ganz konkret Anregungen, wie man den Menschen in Syrien helfen kann. Denn diese Hilflosigkeit ist vielleicht verständlich, aber nicht richtig. Wir sollten aktiv werden und dafür zeigt Sonja einige Dinge auf!

„Wir haben davon doch nichts gewusst…“, ein Satz, der vielleicht vor 20 Jahren stimmte. Doch heut ist das Internet nicht nur ein riesiger Wissenspool. Er verbindet Menschen und Nachrichten auch in Sekundenschnelle über tausende Kilometer. Nina von Perlenmama schreibt ihre Gedanken dazu auf…ihre Empörung über diese Einstellung. Ein sehr emotionaler Text mit viel Herz und auch viel Wahrheit!

Hinsehen fordert Susanne von Geborgen Wachsen. Hinsehen, auch wenn es einem selbst – subjektiv – nicht so gut gehen mag. Sie relativiert in schönen Worte das eigene Leben und das Leben anderer. Zeigt auf, dass schlecht nicht gleich schlecht ist. Ich habe mich in ihrem Text stark wiedererkannt und glaube, dass es vielen von euch auch so geht.

Wenn man Geburtstag hat, darf man sich was wünschen. So sieht das auch Andrea von Runzelfüsschen. Und deswegen wünscht sie sich das gleiche, was ich mir hier wünsche: denkt an andere und spendet! Und weil es ihr so wichtig ist, möchte sie sich bei Menschen, die gespendet haben, mit einer Kleinigkeit bedanken. Ich werde mitmachen!

Im Rahmen einer Blogparade hat Tollabea viele Beiträge zu #sinnvollschenken gesammelt. Hier zeigt sie viele Ideen und sagt auch, was sie gerad tut, um anderen zu helfen.

Das wohl einfachste, was wir für die Menschen in Aleppo tun können: beten. Auch ohne religiöse Erziehung und festen Glauben. Denn an eines sollten wir alle glauben: an das Gute und Liebe für die Menschen. So sieht das auch Lucie Marshall, die in der vergangenen Woche auch ein Türchen ihres Adventskalenders dafür öffnete.

Ihr seht, das Netz ist nicht nur voller Nachrichten, Hilferufen und Katzenvideos…es ist ebenso voller Liebe, Anteilnahme und Hilfe. Dafür liebe ich es und genau dafür blogge ich. Für das herzliche Miteinander. In diesem Sinne wiederhole ich meinen Moment zum vierten Advent: bitte denkt an andere!

Liebe Grüße
eure Bella

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2 Comments

  • Reply
    Sabrina Cunz
    18. Dezember 2016 at 13:32

    Sehr schön geschrieben 🙂

  • Reply
    Jenny
    18. Dezember 2016 at 23:28

    Das ist toll

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