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In der Kürze liegt die Würze: meine Auszeiten im Familienleben #MeTime

Früher habe ich es geliebt, einen Tag für mich zu haben, oder sogar ein ganzes Wochenende. Als herrberlin noch einen Job hatte, an dem er regelmäßig Samstags unterwegs war, hatte ich den Tag für mich. Schlunzen, schlafen, lesen, shoppen, entspannen. Alles, was ich wollte, wurde getan. Und wenn ich mit dem Schlunzen nicht fertig wurde, habe ich es auf den kommenden Tag verschoben. Der Unterschied zu heute ist offensichtlich: der Mann hat keinen Job mehr, der ihn Samstags beschäftigt. Wir haben ein Kind.

Für mich unerlässlich: Auszeiten im Familienleben

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Früher waren die #MeTimes ganz weit weg: Singapur

Nun möchte ich nicht sagen, dass mit dem Kind die Zeit für mich zu Ende ist, aber doch muss ich zugeben, sie ist seltener und wenn, dann wesentlich kürzer. Während ich damals noch drei Wochen auf eine Insel fliegen musste, reichen mir heut schon 30 Minuten in der heimischen Badewanne zum entspannen. Nein, ich bin nicht weniger urlaubsreif, ich bin effizienter. Der Grund für diese Sparnummern ist aber nicht das Kind an sich und der damit möglicherweise gerüchteweise verbundene Zeitmangel, geringe Vereinbarkeit oder schwierige Kinder. Es ist viel einfacher: ich will gar nicht mehr ein ganzes Wochenende von meiner Familie weg. Nach einem Tag ohne miniberlin kriege ich Sehnsucht. Wenn dann noch ein Bild des Mannes mit lachendem Kind kommt, kriege ich Herzschmerz. Ja, ich war mittlerweile schon ohne mein Kind weg, egal ob einen Tag oder sogar mehrere Tage weit weg. Doch so sehr ich es anfangs auch genieße, #MeTime zu haben, so sehr habe ich mich auch wieder darauf gefreut, zu Hause zu sein.

Trotz dieser Sehnsucht, bestehe ich auf meine Inseln im Alltag. Sie sind nicht mehr groß, aber sie müssen in regelmäßigen Abständen auftauchen, sonst gehe ich unter. Oft passt auch nicht viel rauf auf diese Inseln, aber eine kleine Palme, unter der ich mich kurz ausruhen kann, die muss sein. Entspannung und Zeit für mich hat einen neuen Stellenwert im Leben bekommen. Es geht nicht mehr nur ums Große, eine weite Reise oder aufwendige Wellnessbehandlungen.

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Versteckte Auszeit im Dschungel von Bali

Zeit für mich…

…ist die Stunde Freitags zwischen Arbeit und Kindergarten, in der ich einen Cappuccino im Café trinke und in Ruhe lese oder schreibe.
…sind die 30 Minuten am Morgen, wenn der Rest noch schläft und ich ohne TV und Radio alles für den Kindergarten fertig mache und mich anziehe. Diese Ruhe ist unbezahlbar, denn morgens habe ich einfach noch keinen Kopf für die 10 Mio. Wörter die miniberlin und herrberlin am Tag zur Verfügung haben. (Pro Person. Ja, sie sind sich etwas ähnlich!)
…sind die 50 Minuten am Abend, in denen ich eine Folge Orange is the New Black oder House of Cards schaue. OHNE mobile Geräte dabei und das Zwitschern der digitalen Welt.
…ist die Stunde im Bad, in der kein kleiner Mensch versucht, die Tür zu öffnen um zu gucken, ob Mama wirklich „ba“(det) und nicht vielleicht ein bis zehn Quietscheenten braucht.

Ihr seht, meine Inseln sind wirklich klein. Und mittlerweile genieße ich auch die wenigen Minuten am Tag, in denen miniberlin allein spielt und ihr Bällebad sortiert. In dieser Zeit schaffe ich mal eine halbe Seite in meinem Buch oder auch Wasser für meinen Tee zu kochen. Ich hatte dann zwar noch keine MeTime, aber ich bin ihr schon etwas näher gekommen.

Liebe Grüße
eure Bella

Dies ist ein Beitrag zur Blogparade #MeTime von der lieben Mama on the Rocks. Sie wollte wissen, ob wir Zeit für uns haben, ob wir das überhaupt wollen und wenn ja, wie wir sie nutzen.

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5 Comments

  • Reply
    Alina
    8. September 2015 at 08:50

    Liebe Bella,

    wie schön du den Kontrast doch zeigst, zu vorher und doch ist es irgendwie einfach anders, aber schön.
    Deine Auszeiten klingen nicht weniger schön, kleiner, aber bedeutender und doch berühren mich deine Bilder aus dem Urlaub sogar, vielleicht kriege ich etwas Sehnsucht. Ich weiß es nciht, aber dein Beitrag ist toll.

    Danke dafür

  • Reply
    Sarah (mamaskind.de)
    8. September 2015 at 12:24

    Das ist eine ziemlich gute Idee, das Handy beim Serienschauen wegzulegen. Ich schaffe das eher selten und ärgere mich danach oft. Ist ja nicht so, dass jemand auf mich warten würde. 😀
    Twitte funktioniert auch ohne mich. *hüstel*
    Schön, dass du dir vor der Kita eine Stunde nimmst. Dann ist man doch gleich entspannter und freut sich, das Kind abzuholen, weil man auch für sich was geschafft hat. Unbezahlbar!
    Liebe Grüße
    Sarah

    • Reply
      familieberlin
      8. September 2015 at 14:04

      Du, das man da nichts verpasst, muss ich mir ganz oft sagen, schlimm, oder? Dieses Bewusstsein muss man auch erst wieder bekommen. Und dann ist es auch viel einfacher. Übrigens habe ich mir in meiner blauen Stunde auch SoMe-Verbot auferlegt. Denn sonst kommt man wieder zu nichts außer Zeitverschwendung. LG Bella

  • Reply
    daniib3005
    8. September 2015 at 13:49

    Der Aspekt des effektiver Sein ist wirklich richtig und das man die wenige Zeit mehr genießt oder?
    War das eure Hichzeitsreise?
    Liebe Grüsse

    • Reply
      familieberlin
      8. September 2015 at 14:03

      Ja, das war auf der Hochzeitsreise…Singapur und Bali. Traumhaft, das war eine tolle Zeit damals- eben etwas, was man mit Kind nicht mehr so schnell macht. 🙂

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