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Wie weit reicht deine Nächstenliebe? #bloggerfuerfluechtlinge

#bloggerfuerfluechtlinge, Nächstenliebe, Spenden, Blogger werden aktiv, Bewegung, Flüchtlinge, Sommer 2015Jeder hat eine Meinung- ob öffentlich oder geheim. Jeder hat seinen Standpunkt- ob er dafür eintritt oder schweigt. Und jeder hat Mitgefühl und Nächstenliebe- nur vielleicht nicht für jeden. Aber wie weit reicht deine Nächstenliebe? Nur bis zum Nachbarn oder vielleicht bis zur Ecke? Was, wenn dazwischen eine Flüchtlingsunterkunft eingerichtet werden soll? Direkt vor deiner Tür!

Wir helfen unseren Nachbarn, wenn sie im Urlaub sind oder ein Stück Butter brauchen. Aber was, wenn sie mehr benötigen als das? Was, wenn deine Nachbarn Flüchtlinge sind? Aktuell unterhalte ich mich viel mit Menschen über die Situation um uns- in Deutschland. Klar, mein Fokus liegt auf Berlin- denn hier kann ich aktiv helfen. Doch wie kann ich helfen, möchte ich das überhaupt? Gestern schrieb Kerstin von Chaos², dass sie nicht diejenige sein möchte, die „damals“ nichts getan hat, wenn wir in einigen Jahren über den Sommer 2015 sprechen. „Mama, warum hast du geschwiegen?“ Habe ich nicht, werde ich nicht! Ich möchte nicht NICHTS getan haben. Und trotzdem steht diese Frage im Raum: Würde man anders denken, wenn direkt neben uns Flüchtlinge einziehen?

NEIN, würde man nicht- würden wir nicht. Diese Menschen haben etwas hinter sich, was wir nicht im Entferntesten nachvollziehen können. Oder vielleicht doch? Einige von uns? Unsere Oma erzählt uns jedes Mal von ihrer Flucht aus Schlesien im zweiten Weltkrieg. Sie erzählt uns, wie sie von ihrem Bruder lange getrennt wurden, wie sie sich mit ihrer Zwillingsschwester in einer Scheune versteckte. Es war nicht ihre Scheune- sondern die von Fremden, die sie aufnahmen und ihr halfen. Nur, weil ein Krieg diesmal nicht vor unserer Tür tobt, ist er deswegen nicht da? Müssen wir deswegen nicht helfen?

Am Ende ist nicht es nicht wichtig, wie weit deine Nächstenliebe wirklich reicht, wichtig ist, dass sie GREIFT. Du hast einen alten Kinderwagen oder andere relevante Sachspenden? Dann los. Du hast am Wochenende noch nichts vor und möchtest helfen? Anpackende Hände werden immer gebraucht.

Werde aktiv und helfe so wie du es kannst, sieh nicht weg! Und steh zu deinen Taten! Viele trauen sich nicht aus Angst vor „den anderen“. Wenn wir alle gemeinsam aktiv werden, dann haben diese Anderen nichts zu melden!

 

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4 Comments

  • Reply
    Ria
    27. August 2015 at 12:12

    Sehr toller Artikel! Super zusammengefasst. Den jeder kleiner Kieselstein bringt was großes zu Stande. Hand in Hand gemeinsam!! Im Netz findet man auch tolle Aktionen oder Spendenaufrufe sogar in FB gibt es jede menge Gruppen die Helfen wollen. Es sind Menschen wie du und ich, jeder der Hilfe möchte sollte das wirklich machen (: Ich bin selber Aktiv!

  • Reply
    Alina
    27. August 2015 at 18:06

    Bella unter irgend einem Post muss ich kommentieren, also einfach unter dem hier.

    ICH LIEBE DEIN NEUES DESIGN.
    so das war es auch schon.

    Also, der Blog geil!!

    Grüß dich deine Alina

  • Reply
    Micha More than words
    27. August 2015 at 22:55

    Berührungsängste sind erst mal ganz normal und menschlich. Wir lassen ja vielleicht auch nicht jeden anderen Menschen sofort in unser Haus und unser Leben. Darüber habe ich heute auch geschrieben. Es muss passen, aber es gibt wirklich für jeden Möglichkeiten sinnvoll zu helfen.
    LG, Micha

  • Reply
    Deutlich sein | Pia Ziefle | Autorin
    28. August 2015 at 12:51

    […] Familieberlin mit „Wie weit reicht deine […]

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