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#DailyRoutine Zähneputzen: vom Verbrechen am Kind zum Spaßbad

Tatort Badezimmer. Es dringen Schreie durch die Tür. Schrilles Kreischen, lautes Motzen, aneinandergereihte Hilfelaute. Kriminalisten würden ein Verbrechen vermuten, Nachbarn könnten meinen, wir weiden das Lieblingsplüschtier unseres Kindes aus. Wir wissen es jedoch besser: es ist Zeit fürs Zähneputzen.

Seit einiger Zeit gleicht die abendliche Routine eher einem kleinen Nahkampf zwischen Mama und Baby, denn das Kind kriegt Zuwachs. Im Mund. Die Eckzähne reifen langsam- alle 4 gleichzeitig und auch die noch fehlenden wenigen Backenzähne scheinen sich langsam zu nähern. Unser Kind macht nichts halb, wenn Zähne kommen, dann bitte möglichst effizient. Demnach gibt es gerad keine Stelle, die nicht rot oder schmerzfrei ist. Essen? Kein Problem. Auf Mamas Fingern kauen? Geht super. Zähne putze? Tss…nicht mit miniberlin. Sie windet sich, versucht die Tatwaffe mit Müh und Not aus dem Mund zu bekommen und nebenbei noch laut ihren Unmut zu teilen. Multitasking, das kann sie, auch in Extremsituationen.

Zahnbuersten

Des Rätsels Lösung

herrberlin und ich stehen vor einer Herausforderung, jeden Abend. So kann das nicht weitergehen. Was tun? In unserer Pekip-Gruppe wurden uns nette Lieder zum Zähneputzen empfohlen. Wenn ich die aber außer Atem singe und nebenbei versuche, Kind und Zahnbürste zu halten, scheint das alle zu beeindrucken. Nur das Kind nicht. Ja, auch ich kann Multitasking. Wie kann ich mein kleines Opfer dazu bekommen, mitzumachen? Warte mal…mitmachen. Ist nicht ihr einziges Ziel am Abend, diese Zahnbürste aus dem Mund zu bekommen? Check. Möchte sie diese vielleicht nicht AUS dem Mund bekommen, sondern IN die Hand? Check. Denn WENN wir fertig gekämpft haben und ich fertig mit den Nerven bin, spielt mein Kind fröhlich mit der Zahnbürste. Zwischendrin wohldosierte kleine Seufzer, dass ich auch merke, dass sie noch mit ihrer Situation hadert. Aber ansonsten? Fröhliches Kind. Check. Wir haben den Fall gelöst. Oder eher: herrberlin hat den Fall gelöst. Er könnte der neue Tatort-Kommissar werden.

Nun haben wir also drei Zahnbürsten im Einsatz. Wohl sehr zur Freude der Zahnbürstenindustrie. Wenn das Kind nun beide Hände voll hat, kann es auch nicht versuchen, mir meine Zahnbürste aus der Hand zu nehmen. Logisch. Warum sind wir da nicht früher drauf gekommen? Und auch hier ist miniberlin wieder sehr effizient: mit drei Zahnbürsten im Mund geht es einfach schneller.

Aber mal ernsthaft: so läuft es bei uns

Ich bin stets eine Freundin dessen, das Kind mit einzubeziehen. Aber nach einem langen Tag dachte ich immer, dass mein Kind dafür zu müde sei. Nun putzen wir also fröhlich zu zweit und miniberlin hat Spaß. Trotzdem sie fleißig dabei ist, habe ich den größten Putzanteil. Mit 13 Monaten kann man auch von keinem Kind erwarten, sich professionell die Zähne zu putzen. Es wird also jeder Zahn gründlich gereinigt, schon seit dem Durchbruch der ersten 4 Zähne. Ich sage es ja: Effizienz ist der zweite Vorname des Kindes. Mittlerweile nehmen wir auch Zahnpasta, was miniberlin noch mehr freut. Süßes zieht halt immer.

Hier sind also familieberlins ultimativen Tipps zur Zahnpflege mit einem Klitzekleinkind:

Mindestens zwei Zahnbürsten (besser sind drei um die Hände des Gegners auszuschalten)
Eine leckere Zahnpasta
Ein Spiegel
Ein Becher mit Wasser
Einen entspannten Elternteil
Spaß
Zeit

Zahne2

Wir haben gemerkt, dass miniberlin sich wahnsinnig gern bei Dingen, die sie tut, im Spiegel beobachtet. Anscheinend findet sie es so interessanter. Da sie nun auch schon aus dem Becher trinken kann, findet sie es witzig, nach dem Putzen ihren Mund „auszuspülen“. Kinder in dem Alter können noch nicht ausspucken, wie wir es tun. Sie trinken einfach Wasser. Das ist aber nicht das Witzige, sondern das übrige Wasser, was sie gern aus ihren Mundwinkeln laufen lässt oder sprudelt. Deswegen: bleibt entspannt. Das Kind wird nass, ihr werdet nass und im schlimmsten Fall müsst ihr den ganzen Tatort wischen. Deswegen auch: habt Zeit. Sobald ihr es eilig habt, merkt es das Kind. Meines zumindest. Effizienz ja, Druck nein. Also lieber fünf Minuten länger investieren, so habt ihr ein besseres Ergebnis, ein zufriedenes Kind und entspannte Nerven. Wir haben unsere #DailyRoutine gefunden. Puh.

Noch mehr tolle Tipps und Artikel zur täglichen Routine bei Kindern findet ihr bei Frau Mutter. Dieser Beitrag ist mein Beitrag zu ihrer Blogparade gemeinsam mit Elmex Initiative.

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2 Comments

  • Reply
    fraumutter
    2. April 2015 at 20:16

    super, schickst Du Deinen Link nochmal als Kommentar? LG Nina

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