Berlin

Zeitmangel: Wie gern würde ich wieder stöbern gehen

Seit knapp zwei Monaten gehöre ich wieder zur arbeitenden Bevölkerung. So sehr ich es auch mag, wieder eine andere Aufgabe zu haben, mehr mit meinem Kopf zu machen als nur Babygeplapper zu übersetzen und K***farbe zu hinterfragen, fehlt mir meine Elternzeit sehr. Um konkret zu sein: mir fehlt es, täglich draußen zu sein, die langen Spaziergänge und vor allem die Bummel durch Geschäfte. Wann immer ich etwas brauchte oder kaufen musste, ich hatte ein Tagesziel. Neue Trinkflasche? Kein Problem, Mama schiebt ma. Was, wir brauchen einen neuen Schneeanzug fürs Kind? Na klar, da gehe ich mal los und gucke.

Nicht nur, dass ich an der frischen Luft war, mich bewegt habe und so täglich mal locker 7 Kilometer gerissen habe. Auch dieses „Ich kaufe was im Laden“ fand ich toll. Wie soll ich es anders nennen? Klar, dieser große Lieferriese mit dem kleinen a ist praktisch und gerad im Wochenbett oder kurz vor Entbindung auch bei panischen „Sch***, es schneit und morgen kommt sicher das Kind und wir haben zu wenig dicke Sachen.“-Käufen war der geeignet. Aber irgendwie mag ich es mehr, wenn ich sehe, wo mein Geld bleibt. Wenn ich es über den Ladentisch reiche und im besten Fall noch ein freundliches Lächeln bekomme. OK, bei einem Spielzeugmarkt in Pankow wurde dieses Lächeln wohl von allen Mitarbeitern bei Vertragsunterzeichnung verkauft, aber in der Regel sind Händler mit Herz schon freundlich.

Keine Zeit zum lokalen shoppen

Ich sehne mich also wieder danach, Dinge, die ich kaufen möchte, direkt einzukaufen. Hinzugehen, anzufassen, mich auch gern (um-)beraten lassen, um es dann zu kaufen. Nun habe ich aber als #workingmum einen neuen Gegner: die Zeit. Wenn ich aus dem Büro hetze, um mein Kind abzuholen, dann ist es meist 16 Uhr, wenn ich am Kindergarten bin. miniberlin ist dann schon seit 8 Stunden dort, ihre Aufmerksamkeitsspanne ist gering, ihr Mamaentzug groß. Wenn ich sie nun noch durch den Park ins nahe Einkaufszentrum schieben würde, hätte ich vor Ort ein nervliches Wrack (nämlich mich) und ein schreiendes und bockendes Kind. Demnach geht es direkt nach Hause, denn ich habe einfach keine Zeit für langes Gesuche. Woher soll ich denn wissen, ob das, was ich suche, im Geschäft ist.

Ich könnte es von nun an wissen, wie ich jetzt gelernt habe, denn es gibt seit einiger Zeit locafox. Ihr Leitspruch: Du suchst ein Produkt in deiner Nähe? Locafox zeigt dir, wo es verfügbar ist. Wirklich? Das werde ich mal testen.

Da ich aktuell einiges brauche, suche ich dort: ein Wimmelbuch zum Geburtstag (da bin ich nicht zu knausrig, hauptsache det wimmelt), ein Babyphone, einen Buggy für Reisen und neue Klamotten für miniberlin in der richtigen Größe.

Die lange Reise zum Wimmelbuch

Für ein Wimmelbuch müsste ich laut locafox 10 Kilometer weit fahren, nach Kreuzberg. Theoretisch mag ich es dort, aber für ein Buch mal eben dorthin? Nee. Da Wimmelbuch zu speziell war, habe ich einfach mal Kinderbücher in der Nähe gesucht. Fehlanzeige, denn auch für alle anderen müsste ich in den Buchladen nach Kreuzberg. Ich finde es ja gut, dass es ein kleines Geschäft ist und keine Kette, aber eben ein großer Buchhandel ist bei mir um die Ecke, der wird mir leider nicht angezeigt.

locafox_wimmelbuch

Weiter gehts mit dem Babyphone. Theoretisch gefunden, aber nicht unter Suche. Schade, denn ich suche nicht nach dem Namen des Herstellers, sondern einfach nach einem Babyphone. Habe ich endlich eine kleine (einzige) Auswahl, ist diese nur 4km entfernt. Immerhin etwas. Ich könnte also losstiefeln. Schade finde ich, dass ich keine Auswahl habe und mein Favorit von Avent nicht dabei wäre. Aber ich kann ja nicht alles haben, so wäre es nun mal auch im Laden.

Einen Buggy finde ich auf locafox leider nicht. Ich könnte zwar vier Kinderwagen finden, die nahe bei verkauft werden, aber keinen Buggy. Schade, denn den brauchen wir gerad dringend.

Da miniberlin gerad wächst wie Unkraut, benötige ich einige neue Klamotten. Unter der Kategorie Mode finde ich auch Kindersachen. Super! Leider kann ich die Sachen nicht nach Größe filtern und weiß nicht, ob die auch für Babies geeignet sind. Aber zumindest scheint einiges in einem Geschäft in der Nähe zu sein. Den Laden kenne ich auch noch nicht, er hat auch Spielzeug. Scheint also eine neue Entdeckung zu sein. Da werde ich demnächst also mal hin mit meiner Kleenen, in der Hoffnung, dass sie auch kleine Sachen haben.

Tolle Idee mit kleinen Baustellen

Ich finde die Idee hinter locafox wirklich gut. Es ist wie Onlineshopping, aber man kann das Produkt gleich abholen. Leider nur theoretisch, denn bisher ist die Shopdichte sehr gering und auch die Suchfunktion hapert. Schade eigentlich, denn so würde ich mir sparen, auf den Webseiten vieler einzelner Händler nach der Verfügbarkeit bestimmter Produkte zu schauen. Aber die Suchmaschine ist noch in der Betaphase. Ich bin also gespannt, was da bald kommt. Bis dahin muss ich entweder meine Samstage für ausgiebige Shoppingtouren nutzen oder eben bestellen.

Wie kauft ihr eigentlich ein? Bestellt ihr viel online oder geht ihr lieber in Geschäfte, fasst Dinge an und lasst euch beraten?

Liebe Grüße
eure Bella

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1 Comment

  • Reply
    Patrick
    1. April 2015 at 19:41

    Vielen Dank für die Nominierung, die ich natürlich sehr gerne annehme. 🙂

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