FRAUsein Mamasein

Meine Inseln im Alltag

miniberlin ist nicht nur bald in der KiTa, mamaberlin muss dann auch wieder arbeiten. Und ehrich gesagt habe ich da etwas Sorge. Sorge, dass ich dann zu kurz komme. Denn in meinem Kopf sieht mein Tag bisher sehr sehr anstrengend aus. Er beginnt nicht mehr um 8 Uhr, der Wecker wird mich wohl gegen 5.30 Uhr aus den Federn jagen. miniberlin wird aber weiterhin ihre nächtlichen panischen Nuckelattacken haben. Oder habt ihr da einen Tipp, was ich gegen Nuckelverlieren machen kann?

Nun denn, mit KiTa und Arbeiten und Alltag und Haushalt glaube ich, dass ich mir ab und an eine Auszeit nehmen muss. Jede Mama muss auch mal an sich denken. Ja, dazu gehören auch Friseurbesuche, Massagen, Wellnesstage oder Mädelsabende. Aber manchmal braucht man sofort eine kleine Insel im Alltag, ohne Terminabsprachen. Und deswegen habe ich mir auf einer meiner zahlreichen Parkrunden Gedanken gemacht, was mir helfen wird, wieder Kraft zu tanken, abzuschalten oder einfach nur, etwas für mich zu tun.

Yoga, Reisterassen, Bali, Ubud, Baum, Asana

1. YOGA. Das steht ganz oben auf meiner Liste. Bis zu miniberlins Geburt war ich regelmäßig beim Yoga. Mein Lieblingsstudio? Spirit Yoga am Hackeschen Markt. Doch dann hat mich einer kleiner Mensch von der Praxis abgelenkt und als ich dann mal wieder an Asanas denken konnte, war mir der Weg immer zu weit. Tja, diese Ausrede gilt nun nicht mehr, mein Büro ist in direkter Nähe. Und selbst wenn nicht, hoffe ich, durch mehr Praxis auch wieder daheim mehr zu machen. Ob das klappt? Ich weiss es nicht, nehme es mir aber fest vor. Vielleicht sollte ich mir auch eine Yoga-Challenge vornehmen wie Conny von All my True Stories? Ihr dürft gespannt sein…und ich auch.Das Bild ist übrigens nicht bei uns daheim (schön wärs…). Auf unserer Hochzeitsreise nach Bali waren wir in einem tollen Dschungelhotel in Ubud. Dort war ich jeden Morgen um 7 Uhr beim Yoga in den Reisterassen. Traumhaft!

Wellness

2. HOME SPA. Wenn es mit dem Wellness-Tag mal nicht eben klappen möchte, habe ich immer noch meine „Quick and Dirty“-Variante: meine Spa-Produkte daheim. Hier meine aktuellen Favoriten: die Ayurveda-Kollektion von Rituals. Ich liebe diesen Laden. Und meist gehe ich rein, suche mir einen der netten Verkäufer und sage einfach nur „Ich möchte etwas schönes.“ Tja, und da dort alles schön ist, könnte ich kaufen und kaufen und kaufen. Aber nach langem probieren und beraten, habe ich mich beim letzten Mal dafür entschieden. Der Duft nach Mandel, Honig und orientalischen Gewürzen sorgt nicht nur für Entspannung. Ich fühle mich unter der Dusche dann auch schnell nach Asien versetzt und denke, dass ich gleich wieder in unserer kleinen Hütte im Dschungel von Bali bin. Das komplette Ritual aus Duschöl, Body Scrub, Duschschaum und Body Butter dauert auch ein Weilchen, so dass man in dieser Zeit unter der heißen Dusche wunderbar entspannt. Und schon habe ich wieder Kraft für die neuen Schandtaten von miniberlin. Oder etwas Haushalt. Oder auch nicht und ich kuschel mich ins Bett für meine nächste Insel:

Bücher, Books, Lesen, Reading

3. LESEN. Lange Zeit konnte ich nur tagsüber oder abends auf dem Tablet lesen, denn neben meinem Bett schlummerte ein kleines miniberlin. Doch seit kurz nach Weihnachten haben wir unser Schlafzimmer wieder für uns und das erste, was ich tat: Bücher kaufen. Und so ist der Stapel neben meinem Bett riesig und ich gehe abends gern wieder um 21 Uhr ins Bett um einfach nur zu lesen. Abdriften in die Welt anderer Menschen, neue Dinge lernen oder einfach nur abschalten, weil das Gelesene so absolut gar nichts mit meiner Welt zu tun hat: all das verbinde ich seit meiner Kindheit mit Lesen. Der Grund dafür sind übrigens zwei Bücher: Der Zauberer der Smaragdenstadt, welches ich von meiner Tante bekam und MOMO, was mir mein Papa in einer kleinen Buchhandlung kaufte. Seitdem kann ich nicht mehr ohne Bücher. Und manchmal finde ich es schade, dass ich mich nicht mehr den gesamten Sonntag im Bett verkriechen kann, um zu lesen. Aber abends für ein oder zwei Stunden, das sollte auch jetzt noch drin sein. Aktuell lese ich Gone Girl von Gillian Flynn. Da es mit miniberlin nicht einfach war, ins Kino zu gehen, freue ich mich nun richtig auf diesen Thriller. Ansonsten liegt dort noch mein „Standardwerk“ von Max Strom „Das Herz des Yoga“. Das habe ich schon einige Jahre und lese immer wieder gern rein, male drin rum und schreibe meine Gedanken dazu. Ganz neu dazu gekommen ist „Wenn die Haut zu dünn ist“ von Rolf Sellin. Es geht um Hochsensibilität. Näheres dazu später, denn es braucht wirklich viel Recherche zu diesem Thema. Übrigens liegt „Feigen in Detroit“ von Alia Yunis seit miniberlins Geburt unangerührt auf meinem Nachttisch. Ich habe es angefangen und dann sprang die Blase. Trotzdem will ich es demnächst noch fertig lesen.

Stricken, Häkeln, Wolle, We Are Knitters

4. HÄKELN. Häkeln und Stricken ist mein anderes Yoga. Das ist wirklich so, denn anders als beim Nähen (wo ich zuschneiden, ausmessen und voraus denken muss), schalte ich beim Häkeln einfach ab. Es läuft nebenbei, ich kann dabei reden oder einfach einen Film schauen. Deswegen liebe ich es, abends meine Serien anzumachen und zu häkeln. Und am Ende freue ich mich über mein Werk…oder ein Stückchen Werk. Aus der Wolle auf dem Bild möchte ich noch eine Mütze und einen Schal machen. Aber aktuell dränkt mich nichts, so warm wie es draussen ist.

Tee, Lov, Organic

5. TEE. Ein Glück lässt sich diese kleine Insel jederzeit einbauen. Und mit allen anderen verbinden. Oder einfach nur kurz allein genießen. Doch Tee ist nicht gleich Tee für mich. Wenn ich mir einfach nur einen Beutel Pfefferminztee aufbrühe, dann möchte ich etwas trinken. Wenn ich mir einen meiner zahlreichen Kusmi, Lov oder auch Ladurée-Tees aufbrühe, dann möchte ich genießen, entspannen, abschalten. Deswegen kommen diese Tees selten mit miniberlin zum Einsatz, außer wir picknicken mit Büchern und Decken auf ihrem Kinderzimmer-Boden. Doch meist sind diese Tees der Mittags- oder Abendzeit vorbehalten, wenn sie schläft und ich einfach mal kurz die Seele baumeln lassen möchte. Ich kann mich aber auch in Tee recherchieren und kaufen verlieren. Ich habe es geliebt, in Taiwan diese kleinen Teeläden zu durchstöbern, herrberlin war schon genervt. Doch um den perfekten Jasmintee zu finden, dafür opfere ich gern meine Zeit, denn schon da beginnt meine kleine Insel. Wenn es dann ans Teezubehör geht, könnte ich nochmehr Zeit investieren, zumindest bei Kannen und Co. Getrunken wird der Tee immer aus derselben Tasse. Und die darf auch niemand anfassen oder gar in den Spüler stellen.

Was sind eure Inseln im Alltag? Womit könnt ihr kurzfristig Kraft tanken oder abschalten? Ich überlege ja noch, mit Meditation anzufangen. Aber ich habe soviele Stimmen im Kopf, sind die einen ruhig, fangen die anderen an. Und wenn einer nur den morgigen Einkauf plant, irgendwer redet immer. Mist.

Habt ein entspanntes Wochenende,
eure Bella

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6 Comments

  • Reply
    conny77
    16. Januar 2015 at 12:10

    Sehr schön geschrieben. Deine Inseln gefallen mir sehr gut und ich kann mich in den meisten auch wiedererkennen.

    Meditation kann ich dir nur wärmstens empfehlen. Bin seit Dezember aktiv und täglich dabei und es tut soooooo gut! Hab dazu auch etwas gebloggt. Versuch es einfach mal … das mit den Stimmen im Kopf wird mit der Zeit besser … versprochen!

  • Reply
    Nadine M
    16. Januar 2015 at 13:54

    Meine Insel ist tatsächlich eine: die Museumsinsel. Ich hab mir eine Jahreskarte gekauft. Wenn mal alles zu bunt wird, gehe ich am liebsten in die Alte Nationalgalerie und tauche ein in Kunst und Geschichte, und wenn es nur für eine Dreiviertelstunde ist. Herrliche Ruhe und tolle Bilder..

    • Reply
      familieberlin
      16. Januar 2015 at 21:44

      Auch eine gute Idee, danke. Wenn ich bald wieder dort arbeite, kann ich ja auch dort meine Pause verbringen.

  • Reply
    Maren
    22. Januar 2015 at 17:33

    Meine Liebe… Lass uns doch zusammen in die Sauna gehen. Davon träume Ich momentan immer. Arbeit und Kind ist echt eine ziemliche Wucht, auch wenn beides für sich Freude macht. Abends bin ich aber wirklich ausgelaugt. Aber ich bin ja erst seit vier Tagen aus der Elternzeit 🙂

  • Reply
    Janine
    27. Januar 2015 at 18:01

    Liebe Bella – die Yoga-Insel können wir bald wieder gemeinsam genießen und uns gegenseitig inspirieren. Darauf freue ich mich schon! Über Meditation denke ich auch schon lange nach, wie Du weißt.. Vielleicht liegt das Geheimnis darin, es einfach zu tun? Wie man Gedanken einfängt, weiß ich zwar auch noch nicht so genau. Aber wir werden es nie erfahren, wenn wir es nicht ausprobieren…Und: Gone Girl unbedingt anschauen!!

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