Kleinkind

Die Suche nach dem Lieblingsplüschtier: Übergangsobjekt fürs Kleinkind

Übergangsobjekt fürs Kleinkind

Ich liebte Hugo heiß und innig. Der selbstgenähte Teddy meiner Mama, mit schiefem Blick und stets skeptischem Mund. Trotzdem wurde er immer mit ins Bett genommen- neben unzähligen anderen Plüschtieren. Es gab sogar eine Zeit, in der meine Mama jedem einen Kuss zum Abend geben musste. Schon lange wünsche ich mir einen Begleiter wie Hugo für miniberlin. Jemanden, den sie stolz mit sich rumtragen und knuddeln kann, der im Kindergarten auf sie aufpasst und sie tröstet, wenn ich mal nicht da bin.

Babies und Kleinkinder haben Übergangsobjekte

Was ich immer Lieblingsplüschtier nannte hat sogar einen Fachbegriff: Übergangsobjekt. Dabei geht es weniger um das Äußere des Objektes, sondern eher um das, was das Kind mit ihm verbindet. Im Inneren. Es muss Angriffe überleben, geschmust werden können und immer ein offenes Ohr haben. Doch Ohren sind kein Auswahlkriterium, oft sind es auch Nuckel oder Stofftücher, die den Kindern Übergangsobjekte sind. Verbindungen zwischen innerer und äußerer Welt.

Übergangsobjekte werden wohl oft gewählt, wenn sich Kinder bewusst werden, dass ihre Mutter nicht immer da ist. So war auch es bei uns: nach einem intensiven Wochenende in Familie bin ich morgens zur Arbeit und herrberlin blieb mit miniberlin daheim. Da ich schon ging, als sie noch schlief, konnte sie mich nicht finden. Überall hat sie mich gesucht, sie ist sogar im Schlafzimmer unter meine Decke gekrabbelt. Als ich das hörte, hat mir mein Herz schon etwas geblutet. Jedenfalls hat ist sie dann aus ihrem Zimmer mit IHREM Übergangsobjekt gekommen und lässt es seitdem kaum mehr los. Drei Wochen hält diese Liebe nun schon und langsam sind wir uns sicher, sie wird wohl bleiben. Seit miniberlins Geburt dachte ich, ich könnte die Wahl des ewigen Begleiters etwas beeinflussen, ihr einen guten Rat geben, um das ganze später noch etwas aufzuladen.

Doch welches Übergangsobjekt für miniberlin?

Im Casting zum Lieblingsplüschtier im Hause familieberlin standen drei offizielle Teilnehmer.

Übergangsobjekt fürs Kleinkind1. DAS SCHAF: Das Schäfchen passt auf miniberlin seit ihrer Geburt auf, denn sie hat es von ihren Großeltern gleich bekommen. Ein toller Beitrag für spätere Geschichten, oder? „Du hast dein Schäfchen schon zur Geburt bekommen, seitdem hast du es nicht mehr losgelassen“. Liebevolles Auswahlkriterium des Opas waren die Augen und Details: denn nichts davon war billig angenäht, sondern gestickt. Seine Enkelin sollte sich nicht verschlucken. Löblich.

 

 

Giraffe2. DIE GIRAFFE: Ja, ihr Skeptiker, es ist eine Giraffe. Und sie ist von mir selbstgemacht, also bitte! Zu Beginn meiner Elternzeit, als das Kind noch viel schlief und ich damit viel Zeit hatte, habe ich mir die Mühe gemacht und eine Giraffe gehäkelt. Liebevoll mit stetiger Erinnerung an meinen Hugo. Leider habe ich weniger Gedanken an die Sicherheit verschwendet als der Opa bei Kandidatin Nr. 1. Denn mit aufgenähten Knopfaugen, fraglicher Herkunft des Häkelgarns und manchmal etwas großen Maschen würde sie den kleinen Zähnen und Fingern von Babies nicht immer standhalten. Aber hey, ich habe sie selbst gemacht, der wohl wertvollste Beitrag für spätere Geschichten über miniberlins Kindheit.

Übergangsobjekt fürs Kleinkind3. DER AFFE: Der Affe hat keinerlei Auswahlkriterien unsererseits genossen. Er wurde miniberlin von guten Freunden geschenkt und ist mit seinen großen Augen auch recht süß. miniberlins Cousine neidet ihr den Affen etwas, da sie „Glubschis“ sammelt- was auch immer das ist. Für spätere Geschichten hat der Affe wenig Stoff zu liefern, außer vielleicht die Herkunft.

Ihr werdet unschwer erraten können, auf wen die Wahl des Übergangsobjektes fiel: das ÄFFCHEN. Mittlerweile gehen wir ohne das Äffchen nicht mehr weit weg und müssen immer wissen wo es ist. Wir haben uns auch schon für die niedliche Version „Äffchen“ entschieden, da wir im Urlaub sonst Angst hatten, das andere denken, wir beschimpfen uns. Das Äffchen ist also miniberlins große Liebe. Ohne ihn geht sie abends nichts ins Bett und er ist auch das Erste, was sie uns morgens reicht. Er bekommt einen Kuss zur Nacht und wird sonst oft und viel an ihren Hals gedrückt. Liebevoll legt sie ihm ihre kleine Hand um die Kehle und hält ihn fest. Und da er so große skurrile Augen hat, werden diese auch mal hingebungsvoll auf die Tischkante gedonnert. Das kann man ja mit Mama nicht machen, ne?

Liebe Grüße
eure Bella

Dies ist ein Beitrag zur Blogparade #mostWanted Liebling(steddy) von Dani von Glucke und So. Dort findet ihr noch mehr tolle Geschichten zu den Lieblingen unserer Kinder.

You Might Also Like

6 Comments

  • Reply
    Dani
    11. August 2015 at 08:44

    Aber es ist doch toll, dass Sie jetzt etwas hat, was ihr Trost spendet wenn Du mal nicht da bist, obwohl ich das Äffchen mit den großen Augen jetzt nicht als erste Wahl genommen hätte, aber Miniberlin hat entschieden.

    Liebe Grüße
    Dani

  • Reply
    Sari
    11. August 2015 at 09:06

    Beim Minihelden war es eine Babyversion von Tiggr und nachdem er einmal als verloren geglaubt war, habe ich ewig gebraucht, um einen zweiten zu finden als Ersatz…letztendlich sahen dann beide gleichermaßen zerschmust und zerkuschelt und geliebt aus ^^

    • Reply
      familieberlin
      11. August 2015 at 12:50

      Ich habe auch gerad einen zweiten gesucht und online gefunden. Der wird heut Abend dann gleich bestellt in der richtigen Größe. Ist schon erstaunlich, wie zerschmust die nach 3 wochen aussehen können. Lass mal Jahre gemeinsam vergehen. Hui… 😉

  • Reply
    Sylvia
    11. August 2015 at 14:43

    Hallo Bella,

    ein kleiner Tip: besorgt einen 2. Affen.
    Unser Käfer hat immer einen Elch aus Norwegen und eine Katze aus Berlin, handgemachtes Unikat im Bett.

    Ich versuche seit Tagen Hansi den Elch zu waschen – ein schwieriges und bisher nicht geglücktes Unterfangen.

    Die Freundin vom Käfer hat ihr Schaf und das gibt es mittlerweile zweimal. So kann Naddl ab und zu einen Ausflug in die Waschmaschine machen

    LG

  • Reply
    Eine plüschige Liebe ~ Glucke und So
    4. September 2015 at 07:36

    […] Ein niedlicher kleiner Affe wurde von Miniberlin ausgewählt. Hatte Sie doch ein kleines Schaf und ganz besonders, die selbstgehäkelte Giraffe von der Mama verschmäht. Man verliert den Eindruck nicht ganz, dass Bella mit der Wahl ihrer Tochter nicht ganz so zufrieden ist. […]

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: